1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

23.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:38

Nachrichten von Montag, 23. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Konservative gewinnen überraschend deutlich Regionalwahlen in Frankreich:

Das konservativ-bürgerliche Lager von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ist überraschend deutlich als Sieger aus der ersten Runde der französischen Regionalwahlen hervorgegangen. Laut amtlichen Teilergebnissen erreichte Sarkozys Partei UMP rund 30 Prozent der Wählerstimmen. Die Sozialisten von Präsident François Hollande kamen nur auf gut 20 Prozent. Mit etwa 26 Prozent der Wählerstimmen schnitt der rechtsextreme Front National schlechter ab als erwartet. Umfragen hatten der Partei bis zu 30 Prozent vorhergesagt. Sie hatte daher darauf gehofft, zur stärksten politischen Kraft zu werden. Die entscheidende Stichwahl folgt am 29. März. Wegen des Wahlrechts in Frankreich haben die Rechtsextremen nach der zweiten Runde aber nur geringe Chancen, die Mehrheit in mehr als einem der 101 Départements zu erringen. Die Wahl der Départementsräte war von allen politischen Lagern im Wahlkampf zu einer Art nationalem Stimmungstest gemacht worden - zwei Jahre vor der Kür eines neuen Staatspräsidenten.

Versöhnliche Worte vor Tsipras-Besuch in Berlin:

Vor dem ersten offiziellen Besuch des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras in Deutschland haben sich beide Seiten um versöhnliche Töne bemüht. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier forderte nach einem Treffen mit seinem griechischen Kollegen Nikos Kotzias, das Verständnis füreinander zu stärken, auch wenn derzeit große und schwierige Fragen zu lösen seien. Man solle sich auf die Fahnen schreiben, das große Potenzial der Zusammenarbeit zwischen Griechen und Deutschen nicht brachliegen zu lassen, appellierte Steinmeier. Kotzias bemühte sich seinerseits in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", in dem emotional geführten Streit um Reparationszahlungen für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg zu beschwichtigen. Beim Treffen zwischen Tsipras und Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Montag in Berlin dürfte der Streit um eine Lösung der griechischen Schuldenkrise im Mittelpunkt stehen. Eine konkrete Lösung wird aber nicht erwartet.

UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Feindseligkeiten im Jemen:

Der UN-Sicherheitsrat hat angesichts des drohenden Bürgerkriegs im Jemen ein Ende der Feindseligkeiten gefordert. Das Gremium verurteilte in einer am Sonntag verabschiedeten Erklärung zudem die schiitische Huthi-Miliz. Die Huthis haben große Teile des Nordens und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und sind am Wochenende auch auf die südliche Hafenstadt Aden vorgerückt, in die sich Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi geflüchtet hatte. Der Sicherheitsrat forderte die Rebellen zum Rückzug auf und bekräftigte seine Unterstützung für Hadi. Er drohte zudem mit "weiteren Maßnahmen" gegen jegliche Beteiligte.

Spaniens Protestpartei Podemos wird drittstärkste Kraft in Andalusien:

Die linke Protestpartei Podemos wird künftig als drittstärkste Kraft im Regionalparlament im südspanischen Andalusien vertreten sein. Bei den Wahlen in der bevölkerungsreichsten Provinz Spaniens erreichte Podemos nach dem vorläufigen Ergebnis auf Anhieb 15 der insgesamt 109 Parlamentssitze. Wahlsieger wurden die bisher in Andalusien regierenden Sozialisten mit 47 Sitzen. Sie verfehlten damit aber die absolute Mehrheit. Andalusien, das besonders unter der schweren Wirtschaftskrise in Spanien und einer hohen Arbeitslosigkeit leidet, ist traditionell eine Hochburg der Sozialisten. Einen herben Rückschlag erlitt die in Madrid regierende konservative Volkspartei PP: Sie kam nur auf 33 Mandate. Bei der Regionalwahl vor drei Jahren hatte die PP noch 50 Sitze erreicht. Die Wahl galt als wichtiger Stimmungstest für die Partei von Ministerpräsident Mariano Rajoy.

Singapurs Staatsgründer Lee Kuan Yew gestorben:

Der erste Premierminister von Singapur, Lee Kuan Yew, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Er war Anfang Februar mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen und wurde zuletzt künstlich beatmet. Nun sei er im Krankenhaus "friedlich eingeschlafen", teilte die Regierung in Singapur mit. Lee hatte den asiatischen Stadtstaat, der bis 1959 britische Kolonie gewesen war, in die Unabhängigkeit geführt. In seiner mehr als drei Jahrzehnte währenden Regierungszeit wandelte sich der Staat von einer verschlafenen Hafenstadt in eine moderne Handelsmetropole. Heute gehört Singapur zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen weltweit. Wegen seines autokratischen Regierungsstils stieß Lee auch auf Kritik.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema