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Nachrichten

23.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Angela Merkel (CDU) spricht am 23.02.12 im Konzerthaus in Berlin bei der zentralen Gedenkveranstaltung fuer die Opfer der rechtsextremistischen Gewalt.

Gedenkfeier Opfer rechter Gewalt Berlin

Mit einem Staatsakt in Berlin wird an diesem Donnerstag der Opfer der rechtsextremen Mordserie gedacht. Zu der Veranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt werden rund 1200 Gäste erwartet - darunter die Spitzen der Verfassungsorgane, Bundestagsabgeordnete, Ministerpräsidenten und Angehörige der Opfer. Die Ansprache wird Bundeskanzlerin Angela Merkel halten, die anstelle des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff spricht. Auch zwei Töchter von Opfern der Mordserie wollen sprechen. Zugleich sollen mit bundesweiten Schweigeminuten die neun Migranten und die Polizistin geehrt werden, die nach Erkenntnissen der Ermittler zwischen 2000 und 2006 von der Zwickauer Neonazi-Zelle getötet wurden. Die Zelle war erst im November durch einen Zufall entdeckt worden, als zwei ihrer Mitglieder Selbstmord begingen. Zur Aufklärung von Ermittlungspannen hat der Bundestag einen Untersuchungsausschuss eingesetzt.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will wegen des anhaltenden Blutvergießens seine Nothilfebeauftragte Valerie Amos nach Syrien schicken. Sobald die Regierung in Damaskus eine entsprechende Genehmigung erteile, solle sich Amos ein Bild von der Lage machen, sagte ein UN-Sprecher in New York. Zudem solle Amos die Forderung der Vereinten Nationen nach einem Zugang zu den Hilfsbedürftigen bekräftigen. Ein Zeitpunkt der Reise sei noch nicht festgelegt. In einem Brief an alle Mitgliedsländer hatte die Britin beklagt, dass mindestens 100.000 Syrer auf der Flucht seien. Am Mittwoch wurden nach Angaben von Aktivisten in Syrien mindestens 74 Menschen getötet. Allein in Homs starben 20 Menschen, darunter eine amerikanische Reporterin und ein französischer Fotograf. Der französische Außenminister Alain Juppé machte die syrischen Behörden für den Tod der Journalisten verantwortlich. Homs steht seit Anfang Februar unter Dauerbeschuss der syrischen Armee.

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Die US-Regierung will die Körperschaftssteuer von 35 auf 28 Prozent senken. Das derzeitige System sei schlecht für die Wirtschaft und für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Finanzminister Timothy Geithner. Im Gegenzug müssten die Unternehmen auf einige Schlupflöcher und Subventionen verzichten, von denen sie bisher profitierten, sagte Geithner weiter. Die Änderungen würden das Steuersystem der USA im globalen Vergleich wettbewerbsfähiger machen. Mit seinen Plänen reagiert Obama im Wahlkampf auch auf Vorhaben der oppositionellen Republikaner. Sie haben eine Steuerreform für Unternehmen zu einem Hauptthema ihres Kampfes ums Weiße Haus gemacht. Eine Abschaffung von Steuerschlupflöchern lehnen aber viele von ihnen ab.

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Bei einer Serie von Anschlägen sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mehr als 30 Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Die Angriffe hätten sich überwiegend gegen Polizisten gerichtet, hieß es aus dem Innenministerium. Bewaffnete Gruppen hätten Sprengsätze in Autos platziert oder Bomben am Straßenrand ferngezündet. Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich während des Berufsverkehrs im vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteil Karrada.

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Beim schwersten Zugunglück seit mehr als 30 Jahren in Argentinien sind mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 600 wurden verletzt. Ein vollbesetzter Nahverkehrszug war in einem zentralen Bahnhof der Hauptstadt Buenos Aires auf einen Prellbock gerast. Durch den Aufprall bohrte sich der zweite Wagen sieben Meter in den ersten. Nach Einschätzung der Behörden dürften fehlerhafte Bremsen Ursache für das Unglück gewesen sein. Die Zuglinie verbindet Buenos Aires mit den westlichen Vororten und wird jeden Monat von rund zehn Millionen Pendlern genutzt. Viele Züge in Argentinien sind in einem schlechten Zustand und oft überfüllt.

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