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Langsam gesprochene Nachrichten

23.01.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:53

Nachrichten von Montag, 23. Januar 2017 – langsam gesprochen als MP3

Syrien-Friedenskonferenz in kasachischer Hauptstadt Astana beginnt:

In der kasachischen Hauptstadt kommen Vertreter der syrischen Regierung und einzelner Rebellengruppen zu Friedensgesprächen zusammen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Gespräche steht die Vereinbarung einer Waffenruhe. Die derzeit geltende Feuerpause in dem Bürgerkriegsland ist brüchig. Russland, die Türkei und der Iran hatten die Konferenz initiiert. Die USA sind mit ihrem Botschafter in Kasachstan als Beobachter bei den Gesprächen vertreten. Eine Teilnahme der USA hatte der Iran bis zuletzt kritisiert.

 

Trump und Netanjahu bekräftigen Willen zu enger Zusammenarbeit:

Der neue US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung für Israel deutlich gemacht. Das Weiße Haus erklärte, Trump und Netanjahu hätten ihren Willen bekräftigt, eng zusammenzuarbeiten, auch mit Blick auf die "Bedrohungen durch den Iran". Damit unterstrich das Weiße Haus, dass mit der neuen US-Regierung ein härterer Kurs Washingtons gegenüber Teheran zu erwarten ist. Trump ist wie Netanjahu ein Gegner des in jahrelangen Verhandlungen unterzeichneten Atomabkommens mit dem Iran. Netanjahus Büro erklärte, Trump habe den israelischen Regierungschef für Februar nach Washington eingeladen. Das Telefonat sei sehr "warmherzig" gewesen. Der neue US-Präsident hatte angekündigt, Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Kurz vor dem Telefonat äußerte sich das Weiße Haus allerdings dazu zurückhaltend.

 

Hollande-Kritiker Hamon bei Kandidatenkür von Frankreichs Sozialisten vorne:

Frankreichs Sozialisten stehen bei der Kür ihres Präsidentschaftskandidaten vor einer Richtungsentscheidung: Bei der ersten Runde der Präsidentschaftsvorwahl setzte sich der Parteilinke Benoît Hamon überraschend an die Spitze. Er tritt damit in der Stichwahl gegen Ex-Premier Manuel Valls vom konservativen Parteiflügel an, der auf Platz zwei kam. Der zunächst als Außenseiter gehandelte Ex-Bildungsminister Hamon erhielt gut 36 Prozent der Stimmen. Der 49-Jährige spricht sich unter anderem für ein bedingungsloses Grundeinkommen von 750 Euro für alle Franzosen aus. Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten allerdings kaum Chancen auf einen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr. Im Mai wird eine Stichwahl zwischen dem Konservativen François Fillon und der Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erwartet. Fillon trifft an diesem Montag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen.

 

Demonstration in Rumänien gegen Straffreiheit für korrupte Politiker:

In mehreren Städten Rumäniens haben tausende Menschen gegen Pläne der Regierung demonstriert, korrupten Politikern Straffreiheit zu gewähren. Unter den rund 10.000 Demonstranten in der Hauptstadt Bukarest war auch Staatspräsident Klaus Iohannis. "Politische Verantwortliche, die Auseinandersetzungen mit der Justiz haben, wollen die Gesetzgebung ändern und den Rechtsstaat schwächen", beklagte er wörtlich. Die seit drei Wochen amtierende sozialdemokratische Regierung von Ministerpräsident Sorin Grindeanu hatte zwei Dekrete veröffentlicht, nach denen Strafgefangene, die zu weniger als fünf Jahren Haft verurteilt wurden, aus dem Gefängnis entlassen werden sollen. Von der Amnestie profitieren würden auch Politiker, die wegen Korruption in Haft sitzen. Die Regierung will die Neuregelung am Parlament und am Staatspräsidenten vorbei per Dekret beschließen.

 

Entmachteter Präsident Gambias leert Staatskasse:

Gambias entmachteter Staatschef Yahya Jammeh hat vor seinem Abflug ins Exil wohl noch einmal kräftig in die Staatskasse gegriffen. Wie aus dem Stab seines Amtsnachfolgers Adama Barrow verlautete, soll Jammeh in der Zeit nach seiner Wahlniederlage im Dezember und während des Streits um die Amtsübergabe mindestens zwölf Millionen US-Dollar von der Zentralbank Gambias erhalten haben. Jammeh hatte den kleinen westafrikanischen Staat 22 Jahre mit harter Hand regiert. Nach seiner Abwahl im Dezember vergangenen Jahres hatte sich der bisherige Präsident geweigert, sein Amt zu räumen. Erst angesichts der Drohung einer Entmachtung durch Interventionstruppen aus Nigeria, Ghana, Togo und dem Senegal sowie nach Marathonverhandlungen mit Vertretern anderer westafrikanischer Staaten gab er auf.

 

AfD-Vorstand berät über Ausschlussverfahren gegen Höcke:

Die Spitze der AfD (Alternative für Deutschland) diskutiert über einen Rauswurf des umstrittenen Thüringer Landeschefs Björn Höcke. Wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf Parteikreise meldet, will der Bundesvorstand an diesem Montag in einer Telefonkonferenz über ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke beraten. Der hatte vergangene Woche mit massiver Kritik am Holocaust-Gedenken in Deutschland breite Empörung ausgelöst. Offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin sprach Höcke von einem "Denkmal der Schande" und verlangte eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad".

 

Deutsche Handballer scheitern im WM-Achtelfinale:

Der Medaillentraum der deutschen Handballer bei der WM in Frankreich ist geplatzt. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson unterlag im Achtelfinale Vize-Weltmeister Katar in Paris überraschend mit 20:21. Die deutschen Handballer treten damit nach zuvor fünf Siegen in fünf Spielen die Heimreise an. Neben Europameister Deutschland ist auch Olympiasieger Dänemark bei der Handball-WM sensationell schon im Achtelfinale gescheitert.

 

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