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Nachrichten

23.01.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:37

Nachrichten von Samstag, 23. Januar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Bericht: Mehrere EU-Staaten wollen Grenzkontrollen verlängern:

Um den Flüchtlingsandrang unter Kontrolle zu bekommen, streben offenbar mehrere EU-Staaten eine Verlängerung ihrer Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums an. Entsprechende Pläne verfolgten unter anderem Deutschland, Österreich, Belgien, Schweden und Dänemark, berichtet die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ranghohe EU-Diplomaten. Die Kontrollen könnten demnach bis Ende 2017 fortgeführt werden. Auch Deutschland, das die Einreisekontrollen nach derzeitiger Regelung im Mai 2016 beenden muss, könnte seine Grenzen für maximal eineinhalb Jahre weiter sichern, schreibt die Zeitung. Die notwendigen Schritte sollen demnach bereits am Montag beim informellen Treffen der EU-Innenminister in Amsterdam auf den Weg gebracht werden. Deutschland hatte wegen der Flüchtlingskrise im September erstmals Grenzkontrollen eingeführt. Sie wurden mehrfach verlängert und laufen vorerst bis zum 13. Februar.

Merkel will Flüchtlingskurs gegen alle Kritik fortsetzen:

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will ihren Kurs in der Flüchtlingskrise gegen alle Kritik fortsetzen und sieht sich trotz Uneinigkeit der EU-Partner nicht isoliert. "Einzelne Lösungen, jeder Staat für sich, werden uns da nicht weiterhelfen, wir brauchen einen gesamteuropäischen Ansatz", sagte sie nach den ersten deutsch-türkischen Regierungskonsultationen in Berlin. Merkel sicherte der Türkei ausdrücklich die von der EU in Aussicht gestellten drei Milliarden Euro für eine bessere Versorgung der dort lebenden 2,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien zu. Noch ist aber kein Geld geflossen. Gleichzeitig kommen Maßnahmen der Türkei zur Reduzierung der Zuwanderung über die Balkanroute nur schleppend voran. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, sein Land erwarte von der EU mehr als drei Milliarden Euro. Zugleich betonte er, die Türkei gehe in dieser kritischen Phase "Hand in Hand mit Deutschland".

Vier Tote bei Schießerei in kanadischer Schule:

Bei einer Schießerei in einer Schule in Kanada sind mindestens vier Menschen getötet worden. Zwei weitere Opfer seien bei dem Vorfall in einer High School in La Loche im Norden der Provinz Saskatchewan zudem schwer verletzt worden, teilte Regierungschef Justin Trudeau mit. Es war die schwerste Straftat an einer kanadischen Schule seit 26 Jahren. Nach Trudeaus Angaben eröffnete ein junger Mann das Feuer. Er wurde festgenommen. Die Polizei habe die Lage unter Kontrolle, sagte Trudeau. In der Gemeinde La Loche rund 600 Kilometer nördlich von Saskatoon leben etwa 2500 Menschen. Die meisten von ihnen sind indianischer Abstammung.

Schwerer Schneesturm an US-Ostküste - Stromausfälle und Unfälle:

Einer der schwersten Schneestürme seit vielen Jahren hat die US-Ostküste getroffen. Mindestens sechs Menschen sind bei Autounfällen ums Leben gekommen. Zehntausende Menschen waren ohne Strom, tausende Flüge wurden abgesagt. Insgesamt leben im von dem Sturm bedrohten Gebiet 85 Millionen Menschen in insgesamt 19 Bundesstaaten. Das entspricht knapp einem Viertel der US-Bevölkerung. Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Viele Menschen hatten sich in den Vortagen mit Lebensmitteln eingedeckt.

Entwicklungsminister Müller will "Bündnis für Arbeit" für Nahost:

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will mit einem "Bündnis für Arbeit" im Nahen Osten eine Bleibeperspektive für Syrien-Flüchtlinge erreichen. 500.000 Arbeitsplätze für Flüchtlinge in Jordanien, dem Libanon und der Türkei könnten geschaffen werden, sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bis zur internationalen Syrien-Konferenz am 4. Februar in London wolle er möglichst viele internationale Geber für das Programm gewinnen. Nach Müllers Vorstellungen könnten die Flüchtlinge etwa beim Bau ihrer Unterkünfte mitarbeiten oder in der medizinischen Versorgung. Die Entlohnung läge bei 300 Euro im Monat - "davon könnten dort ganze Familien leben", sagte der Minister. Er ergänzte: "Die Menschen kommen nicht zu uns, wenn sie zu Hause eine Perspektive haben."

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