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Nachrichten

23.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Kroaten haben sich in einem Referendum mit klarer Mehrheit für den EU-Beitritt ausgesprochen. Nach Auszählung fast aller Stimmen liege die Zustimmung bei mehr als 66 Prozent, teilte die Wahlkommission mit. Die Beteiligung der rund 4,5 Millionen Wahlberechtigten war mit gut 43 Prozent so niedrig wie nie zuvor bei einer wichtigen Abstimmung in Kroatien. Die frühere jugoslawische Teilrepublik soll zum 1. Juli 2013 als 28. Mitglied in die Europäische Union aufgenommen werden. Die Regierung in Zagreb hatte das Beitrittsabkommen im Dezember unterschrieben. Die derzeit 27 EU-Mitglieder müssen den Beitrittsvertrag noch ratifizieren. Ihr ja gilt als sicher.

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Syrien hat den neuen Plan der Arabischen Liga für eine Beilegung des blutigen Konflikts in dem Land scharf zurückgewiesen. Das Staatsfernsehen zitierte Regierungsvertreter mit den Worten, bei den Vorschlägen handele es sich um einen Angriff auf die nationale Souveränität Syriens und eine "schamlose Einmischung" in innere Angelegenheiten. Die Außenminister der Liga-Mitgliedsstaaten hatten bei einem Treffen in Kairo Staatschef Baschar al-Assad aufgefordert, Teile seiner Macht an seinen Stellvertreter zu übergeben. Binnen zwei Monaten solle zudem in Damaskus eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden. Die Vereinten Nationen müssten den Plan der Arabischen Liga bestätigen. Die Minister beschlossen ferner, die Beobachtermission in Syrien zu verlängern und personell noch auszuweiten.

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Nach wochenlangen Vorbereitungen kommen die Außenminister der EU-Staaten an diesem Montag in Brüssel zusammen, um weitreichende Sanktionen gegen den Iran zu verabschieden. Im Atomstreit soll erstmals ein Ölembargo gegen Teheran verhängt werden. Zudem sollen Gelder der iranischen Zentralbank in Europa eingefroren werden. Geplant ist, dass die Sanktionen sofort in Kraft treten. Für bereits abgeschlossene Lieferverträge ist eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli geplant. Die Führung in Teheran hatte die Europäische Union zuvor eindringlich vor einer Verschärfung der Strafmaßnahmen gewarnt. Ziel der Europäer ist es, durch die Austrocknung der Finanzierungsquellen, Teheran zum Stopp seines Atomprogramms zu bewegen und neue Verhandlungen zu erzwingen. - Bei ihrem Treffen werden die EU-Minister auch über Sanktionen gegen Syrien beraten.

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Inmitten der Spannungen mit dem Iran hat ein US-amerikanischer Flugzeugträger die Straße von Hormus passiert. Die "Abraham Lincoln" sei ohne Zwischenfälle in den Persischen Golf eingefahren, um dort Sicherheitsübungen durchzuführen, teilte die US-Marine mit. Begleitet wurde der Flugzeugträger von britischen und französischen Kriegsschiffen. Ende Dezember hatte der Iran im Fall neuer Sanktionen wegen seines Atomprogramms mit einer Sperrung der Straße von Hormus gedroht. Durch die Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert. In der vergangenen Woche erklärte Außenminister Ali Akbar Salehi allerdings, sein Land habe niemals versucht, den Seeverkehr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zu blockieren.

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Bei einem US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind nach Angaben aus Geheimdienstkreisen mindestens vier mutmaßliche Extremisten getötet worden. Demnach beschossen unbemannte Flugzeuge in der Provinz Nord-Waziristan ein Gebäude und ein Fahrzeug mit Raketen. Es war der dritte amerikanische Drohnenangriff in der Region innerhalb von zwei Wochen. Zuvor hatten die USA die Angriffe mehrere Wochen lang ausgesetzt, nachdem bei einem NATO-Angriff auf Grenzposten 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren. Das Stammesgebiet Nord-Waziristan gilt als Rückzugsraum der radikal-islamischen Taliban und von Al-Kaida-Terroristen.

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