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Indonesien

23 Menschen sterben bei Fährunglück in Indonesien

Erholung war angesagt, es sollte von Jakarta zur Touristeninsel Tidung gehen. Doch wieder mussten Indonesier ihr Leben lassen, weil die Sicherheitsstandards für den Schiffsverkehr des Inselstaates zu lax sind.

Polizisten, Rotkreuz-Helfer und andere Rettungskräfte auf der ausgebrannten Fähre (Foto: Reuters/D.Whiteside)

Polizisten, Rotkreuz-Helfer und andere Rettungskräfte auf der ausgebrannten Fähre

Wie die indonesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, geriet die ganz aus Holz gefertigte Fähre mit mehr als 230 Menschen an Bord vor der Küste der Hauptstadt Jakarta in Brand. 194 Menschen wurden den Angaben zufolge nach dem Unglück gerettet, zahlreiche Verletzte befinden sich zur Behandlung in Kliniken. Die Rettungskräfte suchen noch nach 17 Vermissten. 

Das Schiff war auf dem Weg von Jakartas Hafen Muara Angke zur 50 Kilometer entfernten Touristeninsel Tidung, als das Feuer ausbrach. Große Teile der Fähre wurden zerstört. Polizeiangaben zufolge ging der Brand von einem Aggregat zur Stromerzeugung aus.

Indonesien ist mit seinen mehr als 17.000 Inseln stark auf den Bootsverkehr angewiesen. Allerdings kommt es wegen niedriger Sicherheitsstandards immer wieder zu Unglücken. Im vergangenen November kamen mindestens 54 Menschen ums Leben, als ein Schnellboot mit 98 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord auf ein Riff auffuhr und sank. Das völlig überfüllte Boot sollte Arbeiter von Malaysia nach Batam, eine indonesische Insel südlich von Singapur, bringen.

sti/hk (afp, ap, dpa, rtr)