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Nachrichten

22.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:01

Nachrichten von Dienstag, 22. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

IS-Miliz büßte 2015 Territorium ein:

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat einer Untersuchung zufolge im Jahr 2015 etwa 14 Prozent ihres Territoriums in Syrien und im Irak verloren. Zu den Verlusten zählten demnach die strategisch wichtige Stadt Tal Abjad an der syrisch-türkischen Grenze, die irakische Stadt Tikrit und die irakische Raffinerie von Baidschi, heißt es in einem Bericht des US-Instituts IHS Jane's. Zudem hätten die Extremisten die Kontrolle über einen Teil einer Schnellstraße zwischen Rakka in Syrien und Mossul im Irak verloren, was logistische Schwierigkeiten mit sich bringe. Erobert habe der IS etwa Palmyra in Syrien sowie Ramadi und Anbar im Irak. Wie das Institut weiter mitteilte, konnten die syrischen Kurden das von ihnen kontrollierte Territorium nahezu verdreifachen. Der IS hatte im Sommer vergangenen Jahres große Teile Syriens und des Nordiraks erobert. In den von ihnen kontrollierten Gebieten proklamieren die Dschihadisten islamisches Schariarecht und verüben immer wieder Gräueltaten.

Chinesischer Anwalt Pu Zhiqiang erhält Bewährungsstrafe:

Der in China seit Mai 2014 inhaftierte Menschenrechtsanwalt Pu Zhiqiang kommt auf freien Fuß. Ein Gericht in Peking verurteilte den 50-Jährigen zu einer dreijährigen Haftstrafe, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das berichtete der staatliche TV-Sender CCTV. In dem Prozess, der vor einer Woche begann, wurde Pu Zhiqiang wegen regimekritischer Äußerungen über den twitterähnlichen chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo "Anstiftung zum ethnischen Hass" zur Last gelegt. Er soll auch "Streit angezettelt und Ärger provoziert" haben. Beobachter hatten mit einem härteren Urteil gerechnet. Pu gilt als Kritiker der Regierung. Zu seinen Mandanten gehörten kritische Journalisten oder Bauern, deren Land enteignet wurde. 2011 vertrat er den namhaften Künstler Ai Weiwei vor Gericht.

Türkei setzt Großoffensive gegen PKK-Kämpfer fort:

Die Türkei hat ihre seit Tagen andauernde Großoffensive gegen Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes fortgesetzt. Unter anderem in den Städten Cizre und Silopi in der Provinz Sirnak habe es weiter heftige Gefechte gegeben, berichteten örtliche Medien. Die türkische Armee hatte in der vergangenen Woche eine großangelegte Offensive gegen die kurdischen Rebellen im Südosten des Landes gestartet. Zuletzt war aus Kreisen der Sicherheitskräfte bekannt geworden, dass bei dem Vormarsch binnen weniger Tage mehr als hundert Menschen getötet wurden. Unterdessen weitete Ankara die Ausgangssperre im südöstlichen Nusaybin auf nahezu das gesamte Stadtgebiet aus. Auch in Cizre und Silopi dürfen Einwohner ihre Häuser weiterhin nicht verlassen. Seit dem Sommer verhängt die islamisch-konservative Regierung immer wieder tagelange Ausgangsverbote über Teile der Kurdengebiete.

Schweden stoppt Zugverkehr aus Dänemark:

Die schwedische Bahngesellschaft SJ hat angekündigt, den Personenverkehr von Dänemark in das Land einzustellen. Das Unternehmen teilte mit, es habe nicht die entsprechenden Kapazitäten, alle Reisenden aus Dänemark zu kontrollieren, wie es die Regierung fordert. Betroffen seien rund fünf Verbindungen täglich. Als Reaktion auf den anhaltend hohen Zustrom von Flüchtlingen nach Schweden sollen ab dem 4. Januar alle Passagiere in Zügen, Bussen und auf Fähren aus Dänemark und Deutschland kontrolliert werden. Das schwedische Parlament hatte letzte Woche beschlossen, dass Verkehrsbetriebe gezwungen werden können, die Identität ihrer Reisenden zu überprüfen. Alle Transportunternehmen müssen mit Strafen rechnen, wenn sie Passagiere ohne Identitätsnachweis mit Foto ins Land bringen. In diesem Jahr sind in Schweden 150.000 Asylbewerber angekommen.

Friedlicher Protest gegen Pegida-Demo in Dresden:

Mehrere tausend Menschen haben in Dresden friedlich gegen eine Kundgebung des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses demonstriert. Ein Behördensprecher erklärte, es habe keine Zwischenfälle gegeben. Mit einem Großaufgebot hatte sich die Polizei auf die Demonstrationen vorbereitet, um mögliche Gewaltausbrüche, etwa von linksextremen Gegendemonstranten, zu verhindern. In der Innenstadt waren mehrere Wasserwerfer in Position gebracht worden. Polizisten aus mehreren anderen Bundesländern unterstützen die sächsische Polizei. An der Pegida-Kundgebung nahmen laut Beobachtern 6000 bis 8000 Menschen teil. Das wäre wieder ein Anstieg zur vergangenen Woche.

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