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Nachrichten

22.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:06

Nachrichten von Montag, 22. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

USA drohen Nordkorea mit Rückkehr auf Terrorliste:

Die USA erwägen nach der Hacker-Attacke auf das Filmstudio Sony Pictures, Nordkorea nach sechs Jahren wieder auf die Liste der Terrorunterstützerstaaten zu setzen. Ein solcher Schritt werde bereits geprüft, sagte Präsident Barack Obama dem Nachrichtensender CNN. Nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei FBI steckt die Regierung in Pjöngjang hinter dem Angriff, bei dem Ende November große Mengen an Daten erbeutet und zum Teil ins Internet gestellt worden waren. Nordkorea wies erneut jede Mittäterschaft zurück. Der Nationale Verteidigungsausschuss erklärte, Streitkräfte und Volk stünden zur kriegerischen Konfrontation auf allen Gebieten – auch dem Cyberkrieg – bereit. Die härteste Gegenreaktion werde sich offen gegen das Weiße Haus, das Pentagon und das gesamte US-Festland richten. Die USA hatten Nordkorea 2008 von der Liste der Staaten gestrichen, die den Terrorismus unterstützen. Dort stehen derzeit der Iran, der Sudan, Syrien sowie Kuba.

Kurden machen Fortschritte im Kampf gegen Terrormiliz IS:

Die Kurden im Nordirak stehen beim Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" offenbar vor der Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Sindschar. Große Teile des Ortes seien bereits eingenommen worden, sagte Kurdenpräsident Massud Barsani bei einem Besuch im Sindschar-Gebirge in der Nähe der Stadt. Danach zeigt die Unterstützung der internationalen Koalition gegen den IS große Wirkung. Die US-Streitkräfte fliegen seit Monaten Angriffe auf Stellungen der Dschihadisten. Zahlreiche andere Länder haben Waffen an die Kurden geliefert, darunter Deutschland. Mit einem Sieg in Sindschar hätten die Kurden die meisten Gebiete zurückerobert, die sie im Sommer an die Extremisten verloren hatten. Es wäre auch ein wichtiger Schachzug für die Zentralregierung in Bagdad, weil so die Verbindung zwischen Syrien und der vom IS beherrschten irakischen Stadt Mossul unterbrochen wäre.

Essebsi erklärt sich in Tunesien zum Wahlsieger:

Bei der ersten freien Präsidentenwahl in Tunesien hat sich der Favorit Béji Caïd Essebsi zum Sieger erklärt. Es gebe Hinweise darauf, dass der 88-Jährige die Stichwahl mit deutlichem Vorsprung vor seinem Herausforderer, Übergangsstaatschef Moncef Marzouki, gewonnen habe, teilte sein Wahlkampfteam mit. Mit Ergebnissen wird im Laufe dieses Montags gerechnet. Essebsi gehört der antiislamistischen und neoliberal ausgerichteten Partei Nidaa Tounès (Ruf Tunesiens) an, die bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen stärkste Kraft geworden war. Sie gilt als Sammelbecken der alten Staatselite um Machthaber Zine El-Abidine Ben Ali, der im Januar 2011 durch einen Volksaufstand gestürzt wurde. Der 69 Jahre alte Marzouki gehört dem sozialdemokratischen Kongress für die Republik (CPR) an. Der Bürgerrechtler war Anfang 2012 mit Unterstützung der islamistischen Partei Ennahda zum Übergangspräsidenten gewählt worden.

Mann steuert in Dijon Auto in Passantengruppen:

In der französischen Stadt Dijon hat ein Mann sein Auto unter Rufen "Allahu Akbar" in Menschengruppen gesteuert und dabei mindestens elf Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Aus Ermittlerkreisen verlautet, der Fahrer sei wahrscheinlich geistig verwirrt und sei in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden. Wie die Polizei mitteilte, steuerte der 30-Jährige sein Fahrzeug an fünf Stellen im Zentrum der Stadt in Gruppen von Passanten. Zeugen berichten, er habe "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen und erklärt, dass er für die Kinder Palästinas handle. Erst am Samstag hatte ein 20-jähriger Mann in einem Polizeikommissariat des Ortes Jouré-lès-Tours drei Polizisten mit einem Messer verletzt, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Auch er rief nach Polizeiangaben "Allahu Akbar".

Musiklegende Udo Jürgens tot:

Der Sänger, Komponist und Entertainer Udo Jürgens ist tot. Er starb überraschend im Alter von 80 Jahren in der Schweiz bei einem Spaziergang an Herzversagen, wie sein Management mitteilte. Er sei in Gottlieben im Kanton Thurgau zusammengebrochen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Erst vor wenigen Wochen hatte der gebürtige Österreicher seine 25. Tournee "Mitten im Leben" gestartet. Zu seinen größten Hits gehören "Merci, Cherie", Griechischer Wein", "Ein ehrenwertes Haus" oder "Aber bitte mit Sahne". Jürgens, mit bürgerlichem Namen Udo Bockelmann, verband in seinen Liedern populäre Schlagermelodien mit anspruchsvollen Texten. Viele Freunde und Kollegen reagierten tief bewegt. Bundespräsident Joachim Gauck würdigte Jürgens als einen Großen des deutschen Chansons.

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