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Nachrichten

22.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat Israel und die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas zur Einhaltung der vereinbarten Waffenruhe aufgefordert. In einer Erklärung appellierte das höchste UN-Gremium an beide Seiten, die Feuerpause ernst zu nehmen. Zudem verlangte der Sicherheitsrat gemeinsame Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft, um den Menschen im Gazastreifen "zusätzliche Nothilfe" zur Verfügung zu stellen. Auch die UN lobten den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi für dessen Vermittlungsbemühungen. Israel und die Hamas hatten sich auf die Feuerpause nach einwöchigem gegenseitigem Beschuss verständigt. Die Waffenruhe trat am Mittwochabend Ortszeit in Kraft und wurde bisher weitgehend befolgt. Die israelische Armee nahm im besetzten Westjordanland 55 Palästinenser fest. Unter den mutmaßlichen Extremisten befänden sich auch führende Köpfe verschiedener Palästinenserfraktionen, teilte das Militär mit.

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Die Bundesregierung hat ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, Abwehr-Raketen von Typ "Patriot" an der türkisch-syrischen Grenze zu stationieren. Man sei entschlossen, den entsprechenden Antrag des Nato-Bündnispartners Türkei "positiv zu beantworten", sagte der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Zugleich forderte er den Bundestag auf, in der zweiten Dezember-Woche über den Einsatz zu entscheiden. Eine breite Mehrheit gilt als sicher. Im Gespräch ist die Entsendung von ein bis zwei deutschen "Patriot"-Staffeln mit jeweils etwa 85 Soldaten. In ihrem Antrag betont die Regierung in Ankara, der Einsatz der Abwehr-Raketen wäre "rein defensiv". Das türkische Grenzgebiet war bereits mehrfach von syrischer Seite aus beschossen worden.

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Unmittelbar vor dem Sondergipfel über den EU-Finanzrahmen für den Rest des Jahrzehnts schließt die Bundesregierung ein Scheitern der Verhandlungen nicht mehr aus. Kanzlerin Angela Merkel deutete an, dass die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem an diesem Donnerstag beginnenden Treffen in Brüssel keine Einigung über die Budget-Planung von 2014 bis 2020 erzielen könnten. Deutschland und andere Staaten wollen den rund eine Billion Euro umfassenden Budget-Entwurf der EU-Kommission abspecken. Doch gegen größere Kürzungen wehren sich vor allem die Empfänger von EU-Fördergeldern in Osteuropa. Großbritannien, das als einziges Land statt einer leichten Erhöhung sogar eine Kürzung des EU-Haushalts forderte, soll inzwischen Entgegenkommen signalisiert haben. Premierminister David Cameron sei bereit, eine Obergrenze von 940 Milliarden Euro zu akzeptieren, berichtet die britische Tageszeitung "Financial Times".

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Die Serie von Bombenanschlägen auf Schiiten in Pakistan reißt nicht ab: Ein Selbstmordattentäter griff in der Nacht eine Prozession der muslimischen Glaubensgruppe an und riss dabei 23 Menschen mit in den Tod. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, darunter auch Kinder. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Blutbad. Der Anschlag ereignete sich in der Garnisonsstadt Rawalpindi nahe Islamabad, wo ein Gipfeltreffen muslimisch geprägter Staaten begann. Erst am Mittwoch waren bei der Explosion zweier Bomben vor einer schiitischen Moschee in der südlichen Stadt Karachi laut Polizei mindestens ein Mensch getötet und etliche weitere verwundet worden.

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Die Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo werden nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen von der ruandischen Armee unterstützt. Diese stelle Waffen, Munition, Informationen und politischen Rat zur Verfügung, heißt es in einem in New York veröffentlichten UN-Bericht. Auch Uganda wird darin vorgeworfen, in die Geschehnisse verwickelt zu sein. Der zentralafrikanische Staat hatte angekündigt, er werde seine im Kongo stationierten UN-Blauhelm-Soldaten abziehen, sollte Uganda in dem Bericht erwähnt werden. Am Dienstag hatten die Rebellen im Kongo die Großstadt Goma eingenommen. Ziel der Aufständischen ist es, bis in die Hauptstadt Kinshasa vorzustoßen.

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Zum Fußball: Nach Bayern München haben auch Borussia Dortmund und Schalke 04 vorzeitig den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt gemacht. Die Schalker bezwangen am vorletzten Spieltag der Gruppenphase Olympiakos Piräus 1:0, womit sie nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze verdrängt werden können. Meister Dortmund siegte am Mittwochabend bei Ajax Amsterdam souverän 4:1 und steht damit bereits sogar als Gruppensieger fest.

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