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Nachrichten

22.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Partei- und Fraktionschefs von Koalition und Opposition kommen in Berlin zu Beratungen über den Rechtsterrorismus in Deutschland zusammen. Sie wollen eine gemeinsame Erklärung verfassen, in der die Bestürzung über die Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios zum Ausdruck kommen soll. Auch der Bundestag wird sich an diesem Dienstag in einer eigens angesetzten Sonderdebatte mit dem Thema befassen. In der Diskussion über das Vorgehen gegen Rechtsextremismus haben sich mehrere Bundesländer gegen den Vorschlag gewandt, die Landesverfassungschutzämter zusammenzulegen. Mammutbehörden könnten nicht kontrolliert werden, sagte der niedersächsische CDU-Innenminister Uwe Schünemann dem "Hamburger Abendblatt".

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Im Bundestag beginnen die abschließenden Beratungen über den Haushalt für das kommende Jahr. Der Etatentwurf 2012 sieht Gesamtausgaben des Bundes in Höhe von rund 306 Milliarden Euro vor. Es ist eine Neuverschuldung von 26,1 Milliarden Euro vorgesehen. Das ist etwas weniger als zunächst von Finanzminister Wolfgang Schäuble vorgesehen war. Endgültig will das Parlament das Haushaltsgesetz am Freitag beschließen.

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Japan hat das Scheitern der überparteilichen Sparkommission des US-Kongresses kritisiert. Die internationalen Finanzmärkte seien sehr enttäuscht, dass es zwischen Demokraten und Republikanern keine Einigung zur Verringerung der US-Staatsschulden von 15 Billionen Dollar gegeben habe, sagte Finanzminister Jun Azumi. Dies verstärke die Zweifel an der Fähigkeit der Politiker in den USA und Europa, mit den ernsten wirtschaftlichen Problemen fertigzuwerden. Die international umstrittenen US-Ratingagenturen Fitch, Moody's sowie Standard & Poor's sahen dagegen ihre aktuellen Bestnoten für die Kreditwürdigkeit der USA nicht unmittelbar gefährdet. Demokraten und Republikaner hatten sich in monatelangen Verhandlungen nicht auf gemeinsame Vorschläge zum Defizitabbau einigen können. Hauptgrund waren Streitigkeiten über mögliche Steuererhöhungen. Nun drohen ab 2013 automatische Kürzungen im US-Haushalt im Umfang von 1,2 Billionen Dollar, die vor allem das Verteidigungs- und Sozialbudget hart treffen könnten.

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Nach dem jüngsten kritischen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zum militärischen Fortschritt des iranischen Atomprogramms haben die USA, Großbritannien und Kanada neue Strafmaßnahmen verhängt. Die von US-Außenministerin Hillary Clinton vorgestellten Sanktionen richten sich erstmals direkt gegen den iranischen Energiesektor. Exporte dieser Branche gelten als entscheidener Wirtschaftsfaktor für das Land. Zugleich bezichtigte die US-Regierung den Iran der Geldwäsche. Großbritannien stellte sämtliche Verbindungen zwischen dem britischen und dem iranischen Bankensystem ein. Auch Kanada verhängte umfassende Sanktionen gegen die dortigen Kreditinstitute. Frankreich rief in einem Brief an die europäischen Partner, die USA und Japan dazu auf, ab sofort die Guthaben der iranischen Zentralbank einzufrieren und den Ölhandel einzustellen.

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In Ägypten halten die Proteste gegen den herrschenden Militärrat an. Auch nach dem Rücktrittsangebot der zivilen Übergangsregierung harren tausende Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz aus und fordern die Ablösung von Militärratschef Mohammed Hussein Tantawi. Amnesty International erhob schwere Vorwürfe gegen dessen Führung. Im heutigen Ägypten, so das Urteil, würden die Menschenrechte mehr missachtet als zu Zeiten des gestürzten Staatschefs Hosni Mubarak. Nach dreitägigen Protesten mit mindestens 33 Toten und tausenden Verletzten kündigte der Militärrat eine Kommission zur Untersuchung der gewaltsamen Zusammenstöße an. Die Übergangsregierung von Ministerpräsident Essam Scharaf hatte kurz zuvor aus Protest ihren Rücktritt eingereicht. Offen blieb jedoch, ob der Militärrat diesen akzeptiert. Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz fordern vom herrschenden Militärrat eine schnellere Übergabe der Verantwortung an eine zivile Regierung.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden hält sich zum Teil zäher Nebel oder Hochnebel. Abseits der Nebelgebiete ist es meist sonnig. Tagestemperaturen vier bis zwölf Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch in der Nordwesthälfte einige Wolkenfelder, aber kaum Regen. Sonst wird es teils neblig-trüb, teils freundlich. Kaum geänderte Temperaturen und auch nachts meist frostfrei.

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