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Nachrichten

22.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Zum zweiten Hilfspaket für das von der Pleite bedrohte Griechenland sollen die privaten Gläubiger nach dem Willen der Staaten der Euro-Zone deutlich mehr beitragen, als bisher geplant. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte in Brüssel am Rande der Beratungen zur Vorbereitung des EU-Doppel-Gipfels, es bestehe Einigkeit, dass es eine erhebliche Anhebung des von den Banken zu erbringenden Beitrags geben müsse. Am Freitag hatten die Euro-Finanzminister erklärt, das zweite Hilfspaket von 109 Milliarden Euro müsse aufgestockt werden, da sich die Lage Griechenlands verschlechtert habe. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wollen die Minister erreichen, dass die Banken auf mindestens 50 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Im Sommer war für griechische Staatsanleihen noch ein Schuldenschnitt von 21 Prozent vereinbart worden.

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Trotz eingetrübter Aussicht für die wirtschaftliche Konjunktur rechnet der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Das Tempo werde sich zwar verlangsamen, eine Katastrophe sei aber nicht zu befürchten, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im September waren in Deutschland knapp 2,8 Millionen Menschen erwerbslos gewesen. Forderungen nach einer Verlängerung der Sonderregeln für Kurzarbeit wies Weise zurück. In einer neuen Krise werde seine Behörde dies wegen Geldmangels nicht finanzieren können. Die Rücklagen von ehemals 17 Milliarden Euro seien aufgebraucht, sagte er.

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Die Koalition von Union und FDP hat sich grundsätzlich zu Steuerentlastungen ab 2013 bekannt, die Entscheidung über Einzelheiten allerdings auf ein weiteres Treffen im November vertagt. Eine Arbeitsgruppe werde zunächst verschiedene Modelle durchrechnen, mit dem Ziel, kleine und mittlere Einkommen um bis zu sieben Milliarden Euro zu entlasten, verlautete nach fünfstündiger Diskussion im Berliner Kanzleramt. An dem Gespräch nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und FDP teil. Grundsätzliche Übereinstimmung gab es nach Angaben der Liberalen auch bei der umstrittenen Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Die Einkommensgrenze dafür solle von derzeit 63.000 Euro auf 55.000 Euro sinken. Die Staatsausgaben unter anderem für Straßenbau sowie für die Forschung sollten dagegen nach allgemeiner Überzeugung steigen.

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Die Linke will den Konsum aller Drogen erlauben. Auf dem Erfurter Parteitag beschlossen die Delegierten einen Antrag, in dem langfristig eine Legalisierung auch von Heroin oder Kokain verlangt wird. Im Vorstandsentwurf war lediglich von weichen Drogen die Rede gewesen. Die vor vier Jahren aus der ostdeutschen Linkspartei-PDS und der westdeutschen WASG hervorgegangene Partei hatte nach der Gründung 2007 eine Programmkommission eingesetzt. Im ersten Grundsatzprogramm der Partei geht es um den Wechsel zu einem demokratischen Sozialismus. Dazu zählt die Verstaatlichung von Banken und Energieunternehmen, die langfristige Einführung der 30-Stunden-Woche und eine Millionärssteuer von fünf Prozent. Weitere Diskussionsthemen in Erfurt sind eine Absage an Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Forderung nach Auflösung der NATO.

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Führende Politiker der oppositionellen US-Republikaner haben die Ankündigung von Präsident Barack Obama kritisiert, alle noch im Irak stationierten 39.000 amerikanischen Soldaten bis Jahresende abzuziehen. Der mögliche Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sprach von einer verblüffenden Niederlage. Senator John McCain nannte Obamas Entscheidung einen verhängnisvollen Rückschlag. Obamas Ankündigung ist die Konsequenz aus dem Scheitern der Bemühungen seiner Regierung, mit dem Irak ein Abkommen über die weitere Stationierung mehrerer tausend US-Soldaten zu schließen. Eine Militärkoalition unter Führung der USA war 2003 in den Irak einmarschiert und hatte Präsident Saddam Hussein gestürzt. Bei Kämpfen und Terroranschlägen wurden 4400 US-Soldaten und zehntausende Iraker getötet.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein und nur wenige Wolken. Am Bodensee und in Schwaben neblig-trüb aber trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen sieben und 13 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Sonntag wenig Wetteränderung. Es bleibt durchweg sonnig. Im Süden bildet sich wieder zäher Nebel. Höchstwerte von acht bis 15 Grad.

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