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Nachrichten

22.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:47

Nachrichten von Montag, 22. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Kurdischer Flüchtlingsstrom in die Türkei geht weiter:

Aus Furcht vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen 100.000 Kurden aus Syrien über die Grenze in die Türkei geflohen. Das teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im schweizerischen Genf mit. Noch am Sonntag hatte das UNHCR von rund 75.000 Flüchtlingen gesprochen. Die Flüchtlingswelle ist die Folge einer IS-Offensive gegen die nordsyrische Stadt Ain al-Arab an der Grenze zur Türkei. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte eroberten IS-Kämpfer seit Donnerstag etwa 60 Dörfer rund um Ain al-Arab und drängten die kurdischen Kämpfer zurück. Ankara weigerte sich zunächst, die Hilfesuchenden ins Land zu lassen. Die türkische Regierung sieht sich wegen der Flüchtlingsmassen im Land überfordert. Nach der Grenzöffnung am Freitag sprach die Regierung von einer "Ausnahme". Seit Beginn des Syrien-Krieges im März 2011 flohen fast 1,5 Millionen Menschen in die Türkei.

Mehr als 600.000 Menschen demonstrieren weltweit für mehr Klimaschutz:

Zwei Tage vor Beginn des Klimagipfels der Vereinten Nationen in New York haben nach Angaben der Veranstalter weltweit mehr als 600.000 Menschen für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Allein in New York gingen mehr als 300.000 Umweltaktivisten auf die Straße. In Berlin forderten 15.000 Menschen verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Den Auftakt hatte die australische Metropole Melbourne gemacht, wo 30.000 Umweltaktivisten gegen ihren Regierungschef Tony Abbott protestierten. In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota veranstalteten 5000 Menschen eine Fahrraddemonstration. Der UN-Klimagipfel am Dienstag ist nicht Teil der Verhandlungen für einen Weltklimavertrag, soll aber neue Impulse setzen. Zu dem Treffen werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama. Deutschland wird durch Umweltministerin Barbara Hendricks vertreten.

Jemens Konfliktparteien unterzeichnen Friedensabkommen:

Im Jemen haben Regierung und Anführer der schiitischen Huthi-Rebellen in Anwesenheit von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi eine Friedensvereinbarung unterzeichnet. Das berichtet die offizielle jemenitische Nachrichtenagentur Saba. Danach fand die Zeremonie im Präsidentenpalast in Sanaa statt. Die Einigung war vom Sondergesandten der Vereinten Nationen für den Jemen, Jamal Benomar, vermittelt worden. Teil der Vereinbarung sei die Bildung einer Expertenregierung, sagte Benomar. Kurz vor der Unterzeichnung hatte Ministerpräsident Mohammed Basindawa seinen Rücktritt erklärt. In Sanaa hatten sich regierungstreue sunnitische Kämpfer und die schiitischen Huthi-Rebellen seit Tagen heftige Gefechte geliefert. Zahlreiche Menschen wurden getötet. Die Rebellen fühlen sich von der mehrheitlich sunnitischen Regierung übergangen und fordern eine Beteiligung an der Macht.

Kenia liefert mutmaßliche deutsche Terrorkämpfer aus:

Kenia hat zwei mutmaßliche Mitglieder der somalischen Terrororganisation Al-Shabaab nach Deutschland ausgeliefert. Die beiden Männer mit deutscher Staatsangehörigkeit seien am Samstag am Frankfurter Flughafen festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Seitdem säßen sie in Untersuchungshaft. Die beiden 30 und 22 Jahre alten Verdächtigen waren nach kenianischen Angaben Ende August bei ihrer Rückkehr aus Somalia verhaftet worden. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, 2012 nach Somalia gereist zu sein und sich an dem blutigen Kampf der Terrormiliz für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates beteiligt zu haben. Nach Angaben aus Karlsruhe haben Hinweise der kenianischen Polizei inzwischen zur Festnahme von drei weiteren mutmaßlichen deutschen Al-Shabaab-Anhängern geführt.

US-Sonde "Maven" in Mars-Orbit eingetreten:

Nach einer zehnmonatigen Reise ist die US-Forschungssonde "Maven" in den Orbit des Mars eingetreten. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde NASA erreichte die Sonde ihre Umlaufbahn um den Roten Planeten. Die rund elf Meter lange Sonde war im November an Bord einer Atlas-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Von den Daten der rund 670 Millionen Dollar (etwa 500 Millionen Euro) teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse darüber, wie es dazu kam, dass sich auf dem Mars kein Leben entwickeln oder halten konnte. Auf dem Mars rollen bereits der Forschungsroboter "Curiosity" und sein Vorgänger "Opportunity". Zudem kreisen mehrere Orbiter um den Planeten. Die amerikanische Raumfahrtbehörde erwägt eine bemannte Mars-Mission um das Jahr 2030.

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