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Nachrichten

22.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi haben Bewohner in der Nacht zum Samstag mehrere Lager islamistischer Milizen gestürmt. Nach Berichten des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira wurden bei Schusswechseln mindestens drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Demnach stürmten Hunderte aufgebrachter Bürger unter anderem das Hauptquartier der Ansar al-Scharia-Miliz, die an der Attacke auf das US-Konsulat in Bengasi vor zehn Tagen beteiligt gewesen sein soll. Dabei waren der amerikanische Botschafter und drei weitere US-Bürger getötet worden. Der Miliz werden Verbindungen zum Terrornetz Al-Kaida nachgesagt. Am Freitag hatten sich bereits mindestens 20.000 Menschen an einer Demonstration gegen die Gewalt der bewaffneten Islamisten beteiligt.

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Gegen den anti-islamischen Film aus den USA und französische Mohammed-Karikaturen hat es am Freitag weltweit erneut teils gewalttätige Proteste gegeben. In Pakistan wurden bei Ausschreitungen mindestens 17 Menschen getötet, mehr als 200 wurden verletzt. Zudem erreichten die Proteste Deutschland, wo sich insgesamt mehr als 1000 Teilnehmer in mehreren Städten friedlich versammelten. In Peschawar und in Karachi zündeten Demonstranten nach Korrespondentenberichten Kinos an. In beiden Städten gab es mehrere Tote. In der Hauptstadt Islamabad gelang es der Polizei erst gegen Abend, die aufgebrachte Menge unter Kontrolle zu bringen. Zuvor hatten nach Medienberichten Hunderte Muslime Absperrungen rund um das Regierungsviertel durchbrochen. Weitere Proteste gegen eine Verunglimpfung Mohammeds gab es im am Freitag Irak, in Afghanistan, auf den Komoren, in Marokko, im Jemen, in Bangladesch, in Indonesien und im Libanon.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande erinnern mit einem Festakt an diesem Samstag in Ludwigsburg an einen Meilenstein der deutsch-französischen Beziehungen. Im Hof des Ludwigsburger Schlosses beschwor vor 50 Jahren der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die Solidarität zwischen beiden Völkern. Seine berühmte Rede an die Jugend gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zum Élysée-Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der am 22. Januar 1963 geschlossen wurde. Zum Festakt werden rund 650 geladene Gäste erwartet. Zudem gibt es ein deutsch-französisches Bürgerfest, bei dem Schulen, Städte und Universitäten ihre Projekte zur deutsch-französischen Zusammenarbeit vorstellen. De Gaulle organisierte im Zweiten Weltkrieg den Widerstand gegen die deutsche Besatzung und wurde später zum Präsidenten gewählt.

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Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat auf die zunehmende Kritik der Demokraten reagiert und seine Steuerunterlagen aus dem Jahr 2011 veröffentlicht. Danach verdiente der ehemalige Chef einer Private-Equity-Firma im vergangenen Jahr 13,7 Millionen Dollar und zahlte darauf 1,9 Millionen Dollar Steuern, was einer Quote von 14,1 Prozent entspricht. Zum Vergleich: 2011 verdiente Präsident Barack Obama 790.000 Dollar und zahlte darauf fast 21 Prozent Steuern.

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Microsoft hat die gefährliche Sicherheitslücke in seinem Browser Internet Explorer nach eigenen Angaben geschlossen. Der Windows-Konzern veröffentlichte wie angekündigt ein umfangreiches Software-Update. Die Nutzer müssen entweder die automatische Update-Funktion aktiviert haben oder sich die Aktualisierung bei Microsoft herunterladen. Nur sehr wenige Anwender seien Ziel eines Angriffs über die Schwachstelle geworden, betonte das Unternehmen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte am Montagabend vor der Nutzung des Browsers gewarnt und empfahl den Umstieg auf alternative Browser. Betroffen war der Internet Explorer in den Versionen 9 und älter. Über die nun geschlossene Schwachstelle kann ein Computer mit einem Trojaner, also einer verdeckt agierenden Schadsoftware, infiziert werden.

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Auf der Münchner Theresienwiese beginnt an diesem Samstag das 179. Oktoberfest. Nach dem Einzug der Wiesn-Wirte wird Oberbürgermeister Christian Ude um 12.00 Uhr im Schottenhamel-Zelt das erste Wiesn-Bier zapfen und das obligatorische "O'zapft is" verkünden. Bis zum 7. Oktober werden gut sechs Millionen Besucher zum größten Volksfest der Welt erwartet. Zu den Neuheiten zählen speziell Angebote für Kinder, wie Führungen für Schulklassen und Wiesn-Forscher-Expeditionen, bei denen die Kinder einen Blick hinter die Kulissen des Oktoberfests werfen können. Für mehr Sicherheit soll ein Verbot von Glasflaschen sorgen.

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Mit dem besten Start in der Vereinsgeschichte ist Aufsteiger Eintracht Frankfurt zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Hessen, die zuletzt vor 13 Jahren nach einem kompletten Spieltag ganz oben gestanden hatten, gewannen dank der Tore von Erwin Hoffer und Takashi Inui verdient mit 2:1 beim 1. FC Nürnberg. Sollte Bayern München am Samstag nicht auf Schalke gewinnen, bliebe der Aufsteiger ganz oben.

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