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Nachrichten

22.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Syrien soll nicht nur Chemiewaffen, sondern auch biologische Kampfstoffe besitzen. Das schreibt der ehemalige Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium, Hans Rühle, in der Zeitung "Die Welt". Demnach arbeite Damaskus an einsatzfähigen Erregern unter anderen von Milzbrand, Pest und Cholera. Zwar galten die syrischen Forschungen zu Biowaffen bislang als nicht praxistauglich, doch der Waffenexperte relativierte jetzt diese Einschätzung. Am Montag hatte US-Präsident Barack Obama Syrien vor dem Einsatz von chemischen und biologischen Waffen gewarnt und mit schweren Konsequenzen gedroht. Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte den Westen auf, eine Lösung des Syrienkonfliktes nicht unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates herbeizuführen. Moskau und Peking seien sich darin einig, dass die Normen des internationalen Rechts und die in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien eingehalten werden müssten. Die beiden Vetomächte im UN-Sicherheitsrat haben wiederholt Resolutionen verhindert, die Sanktionen gegen Damaskus ermöglicht hätten.

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Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat von der EU mehr Zeit für Reformen verlangt. "Wir fordern kein zusätzliches Geld", sagte Samaras der 'Bild'-Zeitung. "Alles, was wir wollen, ist ein wenig Luft zum Atmen, um die Wirtschaft rasch in Gang zu bringen und die Staatseinnahmen zu erhöhen. Mehr Zeit bedeutet nicht automatisch mehr Geld." Samaras will sich am Freitag in Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel treffen. Bereits an diesem Mittwoch kommt der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach Athen, um mit Samaras und dessen Finanzminister Ioannis Stournaras über die nächsten Schritte in der Schuldenkrise zu beraten.

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Im Fall Assange ist Ecuador weiterhin zu Gesprächen mit der britischen Regierung bereit. Präsident Rafael Correa sagte vor der Presse in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil, er wünsche die angespannte Lage um den Wikileaks-Gründer Julian Assange im Dialog mit Großbritannien zu lösen. Assange war vor einer drohenden Auslieferung nach Schweden durch die britischen Behörden in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Der Internetaktivist wird in Schweden wegen des Verdachts auf Sexualdelikte per EU-weiten Haftbefehl gesucht. Er befürchtet aber die Auslieferung in die USA, wo ihm wegen Geheimnisverrats die Todesstrafe drohe.

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Die USA haben nach dem schweren Erdbeben im Iran vorübergehend ihre Sanktionsbestimmungen gegenüber Teheran gelockert. In den kommenden eineinhalb Monaten können Nichtregierungsorganisationen bis zu 300.000 Dollar (240.000 Euro) zur Unterstützung von Opfern des Bebens in den Iran schicken, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit. Die Hilfsorgansationen müssten allerdings eine spezielle Erlaubnis beantragen. - Der Nordwesten Irans war am 11. August von einem Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert worden. Mehr als 300 Menschen kamen ums Leben, etwa 3000 weitere wurden verletzt. Viele Dörfer wurden zerstört. Wegen des Atomprogramms des Irans hat der Westen Finanzsanktionen gegen Teheran verhängt.

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Argentinien steht wegen seiner Importbeschränkungen in der Kritik. Nach der Europäischen Union und Japan haben auch die USA Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die drittgrößte Volkswirtschaft eingereicht. Argentinien verhalte sich protektionistisch und schade damit Industrie sowie Arbeitsmarkt in den USA, erklärte der US-Handelsbeauftragte Ron Kirk. Argentinien kündigte nun seinerseits Beschwerde gegen die USA an und bezichtigte Washington der Doppelmoral, da die Vereinigten Staaten die Einfuhr von argentinischem Rindfleisch und Zitronen blockierten.

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