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Langsam gesprochene Nachrichten

22.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:03

Nachrichten von Samstag, 22. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Gabriel betont Bedeutung der deutsch-türkischen Freundschaft:

Nach seiner Ankündigung einer "Neuausrichtung" der deutschen Türkei-Politik hat sich Außenminister Sigmar Gabriel in einem offenen Brief an türkischstämmige Bürger in der Bundesrepublik gewandt. In dem in der "Bild"-Zeitung auf Deutsch und auf Türkisch abgedruckten Brief nennt Gabriel die Freundschaft zwischen Deutschen und Türken einen - so wörtlich - "großen Schatz". Der Verhaftung deutscher Staatsbürger in der Türkei könne die Bundesregierung jedoch nicht tatenlos zusehen. Die deutsche Reaktion richte sich aber nicht gegen die Menschen in der Türkei und gegen die Mitbürger mit türkischen Wurzeln in Deutschland, versicherte der SPD-Politiker. Nach zahlreichen Konflikten mit der Regierung in Ankara und zuletzt der Inhaftierung des deutschen Menschenrechtsaktivisten Peter Steudtner hatte das Auswärtige Amt am Donnerstag die Reisehinweise für die Türkei verschärft. Auch Wirtschaftshilfen und Exportgarantien für die Türkei sollen auf den Prüfstand gestellt werden.

 

Polens Senat stimmt Justizumbau zu:

Begleitet von landesweiten Protesten hat der polnische Senat das umstrittene Gesetz zur Neubesetzung des Obersten Gerichts verabschiedet. Nach 15-stündiger Debatte stimmten 55 Senatoren für die Vorlage der rechtsnationalistischen Regierung, 23 stimmten dagegen, zwei enthielten sich. Das Unterhaus hatte dem Entwurf bereits zugestimmt. Kritiker sehen in dem Gesetz einen Versuch der Regierung, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. Vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten Regierungskritiker gegen das Gesetz. Die Vorlage, die noch von Präsident Andrzej Duda unterzeichnet werden muss, erlaubt dem von der Regierungspartei PiS gestellten Justizminister, Richter am Obersten Gericht abzuberufen und durch eigene Kandidaten zu ersetzen.

 

Palästinenser brechen Beziehungen zu Israel ab:

Als Reaktion auf verschärfte Sicherheitskontrollen am Jerusalemer Tempelberg hat die Palästinensische Autonomiebehörde alle Kontakte zu Israel eingefroren. Das teilte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas nach einem Krisentreffen seiner Regierung mit. Hintergrund ist ein Streit um Metalldetektoren, die Israel nach einem tödlichen Anschlag auf zwei Polizisten kürzlich am Zugang zu der heiligen Stätte in Jerusalems Altstadt aufgestellt hatte. Muslimischen Männern unter 50 Jahren wurde der Zutritt zum Tempelberg ganz verwehrt. Bei Protesten nach dem Freitagsgebet waren in Ost-Jerusalem und im Westjordanland am Freitag insgesamt drei Palästinenser getötet worden. In einer jüdischen Siedlung erstach ein Angreifer drei Israelis. Der Täter sei erschossen worden, teilte die israelische Armee mit.

 

Emir setzt im Katar-Konflikt auf Dialog:

Im Streit mit seinen arabischen Kritikern schlägt das Golf-Emirat Katar versöhnliche Töne an. Man hoffe, den Konflikt im Dialog und auf dem Verhandlungsweg zu lösen, sagte Emir Tamim bin Hamad al-Thani in einer Fernsehansprache. Zugleich lobte er die Vermittlungsbemühungen Kuwaits. Anfang Juni hatten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten ihre Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die vier mit den USA verbündeten Länder werfen der Führung in Doha Terror-Finanzierung sowie eine zu große Nähe zu Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran vor. Katar weist die Anschuldigungen zurück. Sein Land bekämpfe "schonungslos" islamistischen Terrorismus, versicherte Emir al-Thani.

 

Trumps Sprecher Spicer wirft das Handtuch:

Der umstrittene Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, hat seinen Rücktritt erklärt. Unmittelbar zuvor hatte sich Trump für den Finanzinvestor Anthony Scaramucci als neuen Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses entschieden. Laut Presseberichten war Spicer damit nicht einverstanden und wollte unter Scaramucci nicht Pressesprecher bleiben. Dem 45-Jährigen war von Medien und politischen Gegnern immer wieder vorgeworfen worden, irreführende oder falsche Informationen zu verbreiten. Spicers Posten übernimmt die bisherige Vize-Pressesprecherin Sarah Sanders.

 

Polizeichefin von Minneapolis geht:

Eine Woche nach den tödlichen Polizeischüssen auf eine unbewaffnete Frau in Minneapolis hat die Polizeichefin der US-Stadt ihren Rücktritt erklärt. Janee Harteau folgte damit einer Aufforderung der Bürgermeisterin, die ihr öffentlich das Misstrauen ausgesprochen hatte. Vor einer Woche hatten Polizisten in der größten Stadt des Bundesstaates Minnesota eine Australierin erschossen. Die 40-Jährige hatte die Beamten wegen eines mutmaßlichen Überfalls in der Nachbarschaft selbst gerufen. Warum die Polizisten auf sie schossen, ist unklar. Polizeichefin Harteau war in die Kritik geraten, weil sie sich tagelang nicht öffentlich zu dem Vorfall äußerte. Am Freitag gab es in Minneapolis erneut Proteste, die sich auch gegen die Bürgermeisterin richteten.

 

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