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Nachrichten

22.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im hoch verschuldeten Griechenland hat die Regierung eine wichtige Hürde im Kampf gegen einen drohenden Staatsbankrott genommen. Das Parlament in Athen sprach Ministerpräsident Giorgos Papandreou nach mehrtägiger Debatte das Vertrauen aus. Die 155 Abgeordneten der regierenden sozialistischen PASOK-Partei stimmen geschlossen für den 59-Jährigen. Es gab 143 Gegenstimmen. Als Reaktion auf wachsende Kritik an seinem strikten Sparkurs hatte Papandreou vergangene Woche sein Kabinett umgebildet und im Parlament die Vertrauensfrage gestellt. Während der Abstimmung demonstrierten vor dem Parlamentsgebäude rund 10.000 Menschen. - In der kommenden Woche müssen die Abgeordneten über ein neues Paket mit Einsparungen und Privatisierungen im Umfang von 78 Milliarden Euro entscheiden. Die Euro-Staaten haben die Zustimmung des Parlaments zu dem Programm zur Voraussetzung für die Auszahlung einer Kreditrate von zwölf Milliarden Euro gemacht. Ohne dieses Geld droht Griechenland die Zahlungsunfähigkeit.

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UN-Chef Ban Ki Moon bleibt an der Spitze der Vereinten Nationen. Die 192 Mitglieder der UN-Vollversammlung wählten den südkoreanischen Spitzendiplomaten einstimmig per Akklamation erneut in das Amt des Generalsekretärs. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Unmittelbar nach der Abstimmung legte Ban mit einer Hand auf der UN-Charta den Amtseid ab. In seiner Antrittsrede betonte der 67-Jährige die Erfolge und Errungenschaften der Weltorganisation. Weitere Aufgaben stünden bevor. Die UN müssten Ergebnisse bringen, die die Menschen sehen und anfassen können. Bans zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2012 und läuft bis Ende 2016. - Der frühere südkoreanische Außenminister hatte das Amt 2007 von dem Ghanaer Kofi Annan übernommen. Oberste Priorität hat für ihn der Kampf gegen die Erderwärmung. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, Ban stehe "für das Bemühen um die friedliche Lösung von Konflikten". Deshalb habe Deutschland seine Kandidatur von Anfang an unterstützt.

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Nach der jüngsten Serie von Anschlägen auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan informiert sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier vor Ort über die Lage. Seit Ende Mai wurden bei Anschlägen radikal-islamischer Taliban vier deutsche Soldaten getötet und zahlreiche verletzt. Während seines dreitägigen Besuchs geht es auch um die für Dezember in Bonn geplante internationale Konferenz zur Zukunft Afghanistans. In Kabul kommt Steinmeier mit Präsident Hamid Karsai und anderen Regierungsmitgliedern zusammen. - Entwicklungsminister Dirk Niebel hat die Gespräche zwischen US-Vertretern und Taliban-Gesandten begrüßt. Solche Gespräche seien Voraussetzung für einen Frieden in Afghanistan, sagte Niebel der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. Vor einigen Tagen hatte der scheidende US-Verteidigungsminister Robert Gates Kontakte zwischen den Vereinigten Staaten und den Taliban bestätigt.

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In einer Rede an die Nation will US-Präsident Barack Obama an diesem Mittwochabend - Ortszeit - konkrete Zahlen zum schrittweisen Abzug der amerikanischen Soldaten aus Afghanistan vorstellen. Wie US-Medien berichten, wird Obama ankündigen, dass in einem ersten Schritt im Juli 5000 Soldaten abgezogen würden. Insgesamt sind am Hindukusch rund 150.000 ausländische Soldaten im Kampf gegen die Taliban im Einsatz, unter ihnen 100.000 amerikanische und 5000 aus Deutschland. Bis 2014 wollen die USA und die NATO die Verantwortung für die Sicherheitslage an Armee und Polizei der afghanischen Regierung übergeben.

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Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, hat Steuersenkungen noch für diese Legislaturperiode angekündigt. Im deutschen Fernsehen verwies Kauder zur Begründung auf die - wie er sagte - ausgezeichnete Konjunktur mit steigenden Steuereinnahmen. Die Entlastungen würden die unteren und mittleren Einkommen betreffen. Die Einzelheiten müssen nach seinen Worten allerdings noch geklärt werden. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" versprach Kanzlerin Angela Merkel dem FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler vor wenigen Tagen in einem vertraulichen Gespräch, die Bürger spätestens im Wahljahr 2013 steuerlich zu entlasten. - Das deutsche Handwerk bekräftigte seine Forderung nach Steuersenkungen bis spätestens 2013.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Unbeständig mit Schauern und Gewittern. Örtlich Gefahr von Platzregen, Hagel und Sturmböen. Nur im Osten und Südosten noch meist heiter. Höchstwerte 18 bis 29 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Osten noch mäßig warm. Sonst kühler und vor allem im Nordwesten und in Südostbayern teils kräftiger Regen. Höchsttemperaturen zwischen elf und 23 Grad.

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