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Nachrichten

22.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:22

Nachrichten von Freitag, 22. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Ukraine-Krise bestimmt Auftakt von EU-Gipfel :

Mit Attacken auf Russland hat in der lettischen Hauptstadt Riga der vierte EU-Ostpartnerschaftsgipfel mit sechs Ex-Sowjetrepubliken begonnen. EU-Ratspräsident Donald Tusk warf Moskau mit Blick auf den Ukraine-Konflikt "destruktives, aggressives und einschüchterndes Vorgehen gegen seine Nachbarn" vor. Kanzlerin Angela Merkel meinte, das Partnerschaftsprogramm der EU habe zwar schwere Stunden durchlebt. Sie hob aber hervor, dass die EU im Gegensatz zu Russland die unterschiedlichen Vorstellungen der Länder akzeptiere. Die Regierungen der Ukraine und Georgiens forderten die Europäische Union erneut auf, ihnen bei Themen wie EU-Beitritt und Visafreiheit klare Perspektiven zu geben. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte aber klar, weder die früheren Sowjetrepubliken noch die EU seien bereit für einen Beitritt der östlichen Partner.

Am Rande des EU-Gipfels: Krisentreffen mit Tsipras :

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben in Riga mehr als zwei Stunden mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras über Lösungsmöglichkeiten für Athens Schuldenkrise diskutiert. Die drei trafen sich am Rande des EU-Gipfels in einem Hotel, um über ein Ende des Streits um neue Milliardenhilfen zu beraten. Über konkrete Ergebnisse wurde in der Nacht zum Freitag zunächst nichts bekannt. Die Euroländer fordern von dem pleitebedrohten Griechenland im Gegenzug für weitere Unterstützung weitreichende Reformzusagen. Bis zuletzt hatte es Athen nicht geschafft, eine überzeugende Liste mit Vorschlägen vorzulegen. - Erst am Dienstag hatten Merkel und Hollande in Berlin gefordert, die Verhandlungen mit den Griechen zu beschleunigen.

Bundestag stimmt über Tarifeinheitsgesetz ab:

Der Bundestag berät zur Stunde über das umstrittene Gesetz zur Tarifeinheit. Es enthält Regelungen für Konflikte konkurrierender Gewerkschaften innerhalb eines Betriebes. Falls diese sich bei ihren Forderungen nicht einigen können, sieht das Gesetz vor, dass der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern zum Zuge kommt. Die Koalitionsfraktionen wollen das Gesetz beschließen. Linke und Grüne sind dagegen. Kleinere Berufsgewerkschaften wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, die Pilotenvereinigung Cockpit und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund haben bereits angekündigt, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen.

"Nussaffäre": Bewährungsstrafe für Tochter von Korean-Air-Chef:

Im Berufungsprozess um die "Nussaffäre" in einem südkoreanischen Flugzeug ist die Tochter des Chefs von Korean Air zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Cho Hyun Ah war im Februar wegen Verstoßes gegen die Flugsicherheit und Gewaltanwendung zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Ein Gericht sprach Cho jetzt davon frei, eine Änderung der Flugroute veranlasst zu haben, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtet. Cho wurde demnach zu zehn Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt sind. Anfang Dezember war Cho in einem Flugzeug darüber in Rage geraten, wie ihr Nüsse serviert wurden, und ließ den Chefsteward kurz vor dem Start von Bord werfen.

FIFA: Auch Figo verzichtet auf Kandidatur gegen Blatter:

Auch Luis Figo hat seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten am 29. Mai zurückgezogen. Die Fußballlegende aus Portugal kritisierte den Wahlprozess als Abstimmung über die alleinige Macht eines einzelnen Mannes - "etwas, das ich nicht bereit bin mitzumachen". Figo beklagte sich zudem über die Heuchelei von Funktionären im Weltverband. Damit bleiben nur noch Amtsinhaber Joseph Blatter und der jordanische Prinz Ali Hussein im Rennen. - Der Niederländer Michael van Praag hatte ebenfalls am Donnerstag seinen Verzicht auf eine Kandidatur für die FIFA-Spitze bekanntgegeben.

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