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Nachrichten

22.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Afghanistans Präsident Hamid Karsai sieht keine Gefahr, dass die radikalislamischen Taliban nach dem Abzug der NATO-Kampftruppen Ende 2014 wieder die Macht an sich reißen könnten. Afghanistan sei vorangekommen und werde die erzielten Fortschritte verteidigen, sagte Karsai in einem Interview des Fernsehsenders CNN am Rande des NATO-Gipfels in Chicago. Zugleich bekräftigte er aber seine Bereitschaft, mit den Taliban in Verhandlungen einzutreten, weil dies auch das afghanische Volk wolle. Beim NATO-Gipfel wurde das Ziel bekräftigt, den Kampfeinsatz der ISAF-Truppe bis Ende 2014 zu beenden und anschließend noch für ein Jahrzehnt Ausbildungs- und Ausrüstungshilfe zu leisten. Diese soll knapp 230.000 afghanischen Soldaten und Polizisten zugute kommen. Dafür werden 4,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr veranschlagt.

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US-Präsident Barack Obama hat die Euro-Länder zu einer "effektiveren Zusammenarbeit" im Kampf gegen die Schuldenkrise aufgerufen. Am wichtigsten sei, dass Europa erkennt, dass das Euro-Projekt mehr als eine Währung beinhalte, sagte Obama nach dem NATO-Gipfel in Chicago. Ein kraftvolles Handeln sei besser als kleinste Trippelschritte. Beim G8-Gipfel in Camp David habe große Übereinstimmung geherrscht, dass nun eine Wachstumsstrategie mit der Haushaltskonsolidierung einhergehen müsse. Die US-Regierung habe der Europäischen Union angeboten, zum Beispiel technische Hilfe bei der Stabilisierung der Finanzmärkte zu leisten. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen am Mittwoch auf einem Sondertreffen in Brüssel über Schritte zur Stärkung des Wachstums beraten.

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Der US-Senat hat einstimmig grünes Licht für eine weitere Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gegeben. Unter anderem richten sie sich gegen die einflussreichen Revolutionsgarden und ihre Rolle bei den Ölexporten. Einvernehmlich forderten demokratische und republikanische Senatoren, dass Teheran alle Aktivitäten zur Uran-Anreicherung stoppen und seine Atomwaffenpläne vollständig offenlegen müsse. Am Mittwoch treffen sich iranische Vertreter in der irakischen Hauptstadt Bagdad zu Atomgesprächen mit der sogenannten 5+1-Gruppe - das sind die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie auch ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Der Weltsicherheitsrat hat bereits umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt.

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Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag im Jemen hat Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi angekündigt, den Kampf gegen den Terror fortzusetzen. Dieser werde bis zum Sieg weiter gehen, welche Opfer dieser auch immer erfordere, ließ Hadi im Staatsfernsehen erklären. Zuvor waren bei einem Attentat während der Probe für eine Militärparade mindestens 96 Soldaten getötet worden. Mindestens 200 Menschen sind verletzt. Aus Militärkreisen verlautete, der Attentäter sei ein Soldat, der den Sprengsatz in der Nähe des Präsidentenpalastes in der Hauptstadt Sanaa gezündet habe. Die Parade war für den Nationalfeiertag an diesem Dienstag geplant. Zu der Bluttat bekannte sich der regionale Arm der Al-Kaida. Ziel des Angriffs war demnach der Verteidigungsminister, der jedoch unverletzt blieb.

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Rund zwei Monate nach dem Militärputsch in Mali ist der amtierende Präsident bei Protesten verletzt worden. Hunderte Demonstranten hätten das Büro von Diouncounda Traoré in Bamako gestürmt, teilten die Behörden mit. Der 70-Jährige wurde mit Verletzungen im Gesicht in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Protest richtete sich gegen ein Abkommen zwischen Putschistenführer Amadou Sanogo und der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, das eine Verlängerung der Übergangsphase unter Traoré auf zwölf Monate vorsieht. Ende März hatte das Militär in Mali zunächst die Macht übernommen. Unter dem Druck der Nachbarländer stimmten die Putschisten Anfang April der Machtübergabe an eine zivile Regierung zu.

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