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Nachrichten

22.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Unmittelbar vor dem umstrittenen Formel-1-Rennen in Bahrain hat der König des Golfstaates, Hamad bin Issa al-Chalifa, Reformen und Gespräche mit der Opposition in Aussicht gestellt. Er wolle sich persönlich klar zur Aussöhnung bekennen, heißt es in einer am Sonntagmorgen veröffentlichten Erklärung des Monarchen. Bis in die Nacht hatte es im Vorfeld des Autorennens Ausschreitungen gegeben. In den Vororten der Hauptstadt Manama ging die Polizei mit Tränengas und Blendgranaten gegen die schiitischen Demonstranten vor. Die Proteste richten sich gegen das sunnitische Königshaus, soziale Ungerechtigkeit und politische Unterdrückung. Im vergangenen Jahr war das Rennen in Bahrain wegen blutiger Unruhen zweimal abgesagt worden.

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Die Vereinten Nationen schicken eine 300-köpfige Beobachtertruppe nach Syrien. Das hat der UN-Sicherheitsrat in New York einstimmig beschlossen. Die Militärbeobachter sollen den von Vermittler Kofi Annan ausgehandelten Waffenstillstand überwachen. Der Sicherheitsrat forderte die syrische Regierung und die Opposition dazu auf, umgehend die Gewalt einzustellen. In der Resolution wird auch betont, dass es in Syrien einen Wandel hin zu einem demokratischen Mehrparteiensystem gebe müsse mit gleichen Rechten für alle Bürger. Eine erste UN-Mission hatte der Sicherheitsrat genau vor einer Woche beschlossen. Die inzwischen im Land aktiven Beobachter haben am Samstag die syrische Rebellenhochburg Homs besucht. Der Gouverneur der umkämpften Stadt habe die UN-Vorausdelegation empfangen, teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen mit. Kurz vor dem Eintreffen der Beobachter habe die syrische Armee den Beschuss der Stadt eingestellt, berichteten Oppositionelle.

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China und Russland haben mit ihren ersten gemeinsamen Marine-Manövern begonnen. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, finden die sechstägigen Übungen im Gelben Meer vor der chinesischen Ostküste statt. Demnach nehmen mehr als 4000 chinesische Marinesoldaten mit 16 Schiffen und zwei U-Booten teil. Die russische Marine ist mit sieben Kriegsschiffen vertreten. Gemeinsame Militär-Übungen halten die beiden Staaten seit 2005 ab. Die Marine-Manöver fallen in eine Phase wachsender Spannungen zwischen China und asiatischen Nachbarn wegen umstrittener Seegebiete.

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In Frankreich findet die erste Runde der Präsidentenwahl statt. 44 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Der sozialistische Herausforderer Francois Hollande geht laut Umfragen als Favorit in die Abstimmung gegen das konservative Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy. Auch für die Stichwahl am 6. Mai sagen die Meinungsforscher einen Sieg des Sozialisten voraus. Zur Abstimmung stellen sich auch die Rechtsradikale Marine le Pen, der Linkspolitiker Jean-Luc Mélanchon und der Zentrumspolitiker Francois Bayrou, die in der ersten Runde immerhin auf jeweils mehr als zehn Prozent kommen könnten.

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Mehrere Industrie- und Schwellenländer aus dem Kreis der G-20-Staaten haben die Europäische Gemeinschaft dazu aufgefordert, weitere Maßnahmen gegen die Schuldenkrise zu ergreifen. US-Finanzminister Timothy Geithner sagte in Washington, Europa solle seine Werkzeuge kreativ, flexibel und aggressiv nutzen. In der US-Hauptstadt ging am Samstag die Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu Ende. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rief seinerseits die G-20-Länder dazu auf, die gemachten Zusagen zum Schuldenabbau und zur Regulierung der Finanzmärkte einzuhalten. Der CDU-Politiker würdigte zugleich den Beitrag der europäischen Staaten bei der Verdoppelung der Krisenmittel des IWF. Die Tagung in Washington sei erfolgreicher gewesen, als die meisten dies vorausgesehen hätten. Die Euro-Staaten haben dem IWF weitere Kreditlinien in Höhe von knapp 200 Milliarden Dollar eingeräumt.

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Borussia Dortmund ist zum achten Mal Deutscher Fußballmeister. Das Team von Trainer Jürgen Klopp entschied bereits am drittletzten Spieltag der Bundesliga-Saison den Titelkampf für sich - durch einen 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Es ist die zweite Meisterschaft des BVB nacheinander unter der Führung von Trainer Jürgen Klopp. Mehrere zehntausend Fans feierten in der ganzen Nacht den Erfolg ihres Teams.

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