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Nachrichten

22.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Rebellen in Libyen haben den geplanten Einsatz von US-Drohnen im Kampf gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi begrüßt. Sie sollen zum Schutz von Zivilisten eingesetzt werden. US-Verteidigungsminister Robert Gates betonte, der Einsatz der unbenannten Kampfflugzeuge sei von Präsident Barack Obama genehmigt worden. Mit den Drohnen, die von den USA auch im Kampf gegen El Kaida und die Taliban in Pakistan eingesetzt würden, werde der von der Nato geleitete internationale Militäreinsatz effektiver. Allerdings werde sich der Charakter des Libyen-Einsatzes für die USA nicht ändern, betonte Gates. Grundsätzlich will Washington nicht zu tief in den Konflikt hineingezogen werden. Präsident Barack Obama hatte erst vor wenigen Tagen bekräftigt, dass keine US-Soldaten ihren Fuß auf libyschen Boden setzen würden.

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat nach wochenlangen Protesten die seit 1963 geltenden Notstandsgesetze formell außer Kraft gesetzt. Die Opposition nannte die Entscheidung des von einer seit Wochen andauernden Demokratie-Bewegung bedrängten Staatschefs jedoch unnütz, weil die Befugnisse der nach wie vor allmächtigen Staatssicherheit nicht beschnitten würden und es keine unabhängige Justiz gebe. Für diesen Freitag kündigten Aktivisten neue Demonstrationen in mehreren Städten an. Präsident Assad hatte die Aufhebung des seit fast 50 Jahre geltenden Ausnahmezustandes bereits mehrmals angekündigt und damit auf die anhaltenden Proteste gegen seine Herrschaft reagiert. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte in Berlin, die Abschaffung des Notstandsgesetzes sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Es müssten aber weitere Maßnahmen folgen. So müssten alle politischen Gefangenen freigelassen und umfassende Reformen eingeleitet werden.

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Mit einem Morgengebet in der Grabeskirche haben die Christen in Jerusalem die religiösen Feierlichkeiten zum Karfreitag begonnen. Die Kirche steht der Überlieferung nach an der Stelle, an der Jesus Christus ans Kreuz geschlagen und dann begraben wurde. Tausende von Christen empfinden zudem mit einer Prozession auf der Via Dolorosa in der Altstadt den Leidensweg von Jesus nach. Er wurde nach christlichem Glauben an diesem Tag verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. 14 Stationen auf dem Leidensweg markieren die Stellen, an denen Jesus unter dem Gewicht des schweren Holzkreuzes zusammenbrach. - Zahlreiche Polizisten sind im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten. Touristen aus aller Welt sind nach Jerusalem gereist, um dort das Osterfest zu verbringen. Juden und Christen begehen in diesem Jahr die Pessach-Woche und die Karwoche zur gleichen Zeit. Daher ist der Touristenansturm im Heiligen Land mit etwa einer Viertelmillion Besuchern besonders groß.

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Japan will mit einem milliardenschweren Sonderhaushalt die Kosten für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe finanzieren. Das Kabinett von Ministerpräsident Naoto Kan einigte sich auf einen Etatentwurf über rund vier Billionen Yen, das sind umgerechnet rund 33,4 Milliarden Euro. Der Haushaltsentwurf soll nächste Woche dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Um die ohnehin schon maroden Staatsfinanzen nicht noch weiter durch neue Staatsanleihen zu belasten, werden zur Finanzierung des Nachtragshaushalts unter anderem zuvor geplante Ausgaben wie die Erhöhung des Kindergeldes gestrichen. Japan hat unter allen Industrieländern die höchsten Staatsschulden, die sich inzwischen auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen.

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Eine Delegation der US-Regierung will am Mittwoch zu Menschenrechtsgesprächen nach Peking reisen. Dabei sollen unter anderem auch die jüngsten Verhaftungen und Verurteilungen von Dissidenten zur Sprache kommen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Geleitet werde die Delegation von dem für Demokratie und Menschenrechte zuständigen Staatssekretär Michael Posner. Die Gruppe wolle mit chinesischen "Experten" zusammentreffen, hieß es weiter. - Die chinesische Regierung geht seit Februar aus Angst vor einem Überschwappen der Volksaufstände in vielen arabischen Ländern hart gegen Dissidenten, Gegner und Menschenrechtsanwälte vor. Für besonderes Aufsehen sorgte die Festnahme des Künstlers und Menschenrechtsaktivisten Ai Weiwei Anfang April, von dem seitdem jede Spur fehlt. China wirft ihm vor, "Wirtschaftsdelikte" begangen zu haben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin viel Sonne, im Tagesverlauf besonders in den westlichen Mittelgebirgen einzelne Quellwolken, Höchstwerte 12 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Samstag bleibt es sonnig, vor allem im Südwesten ziehen ab und zu ein paar lockere Wolken durch. Mit Höchsttemperaturen bis 28 Grad wird es noch etwas wärmer.

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