1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

22.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Die französische Polizei will den mutmaßlichen Serienmörder mit einer Zermürbungstaktik zum Aufgeben zwingen. Seit Mittwochmorgen belagern schwer bewaffnete Polizisten das Haus, in dem sich der vermutliche Attentäter von Toulouse verschanzt hält. Sie haben Gas und Strom gekappt und mehrere Explosionen in der Nähe des Wohnhauses ausgelöst, um ihn einzuschüchtern. Dem 23-jährigen Mann wird vorgeworfen, am Montag in einer jüdischen Schule in Toulouse drei Kinder und einen Lehrer erschossen zu haben. Zuvor soll er bereits drei Soldaten getötet haben.

***

Wenige Tage vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. am 26. März in Kuba geht die kommunistische Führung des Landes nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International verstärkt gegen Aktivisten vor. Die Zahl der Inhaftierungen habe deutlich zugenommen, heißt es in einem Bericht. Betroffen sind den Angaben zufolge besonders Journalisten, Blogger, Menschenrechtsaktivisten und Regierungsgegner. Im Gegensatz zu früher, als Dissidenten in Kuba oft zu langjährigen Haftstrafen verurteilt wurden, werden die Betroffenen dem Bericht zufolge inzwischen vermehrt für kurze Zeiträume inhaftiert und bedroht.

***

Im westafrikanischen Mali haben meuternde Soldaten nach eigener Darstellung die Macht übernommen und eine Ausgangssperre verhängt. Im Staatsfernsehen erklärten sie Präsident Amadou Toumani Toure für abgesetzt. Ein Nationales Komitee zur Wiederherstellung von Demokratie und Staat habe die Verantwortung übernommen und der Herrschaft Toures ein Ende bereitet, erklärte ein Sprecher der Putschisten weiter. Dem bisherigen Präsidenten sei es nicht gelungen, einen Tuareg-Aufstand im Norden des Landes zu beenden. Die Soldaten hatten in der Nacht den Präsidentenpalast in Malis Hauptstadt Bamako angegriffen.

***

Vor der dritten Tarifrunde im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften ihre Warnstreiks nochmals ausgeweitet. In sieben Bundesländern legten mehrere tausend Beschäftigte die Arbeit nieder. Die zweite Welle der Warnstreiks läuft bereits seit Wochenbeginn in verschiedenen Bundesländern. Die Tarifverhandlungen für die rund zwei Millionen Beschäftigen im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen sollen Mitte nächster Woche fortgesetzt werden. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben ein Stufenmodell angeboten, das nach ihrer Rechnung im zweiten Jahr auf ein Lohnplus von 3,3 Prozent hinauslaufen würde.

***

Der Bundestag berät an diesem Donnerstag erstmals über den überparteilichen Gesetzentwurf zur Neuregelung der Organspende. Der von Abgeordneten aller Fraktionen eingebrachte Entwurf sieht vor, dass jeder Bürger künftig regelmäßig von der Krankenkasse befragt wird, ob er im Falle seines Todes zur Organspende bereit ist. Die Antwort könnte auf Personalausweis, Führerschein oder Krankenversicherungskarte vermerkt werden. Bislang werden Bürger nicht gezielt nach ihrer Bereitschaft befragt; als Organspender kommt nur in Frage, wer aus eigenem Antrieb heraus einen Organspendeausweis hat. - Weitere Themen im Bundestag sind die Praxisgebühr, das Entgeltsystem für psychiatrische Einrichtungen und die Verbraucherpolitik.

WWW-Links

Audio und Video zum Thema