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Nachrichten

22.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Die westlichen Verbündeten haben mit Kampfjets und Marschflugkörpern die dritte Nacht in Folge Ziele in Libyen angegriffen. Augenzeugen berichteten von schweren Explosionen in der Hauptstadt Tripolis. Nach Angaben des arabischen Senders Al Dschasira wurden ein Marinestützpunkt nördlich von Tripolis, die Flughäfen in Sirte und Sebha sowie Luftabwehrstellungen der Truppen von Muammar al-Gaddafi bei der Rebellen-Hochburg Bengasi bombardiert. Gaddafi-loyale Truppen starteten laut Al Dschasira einen Versuch, Sintan im Westen des Landes einzunehmen. Die Aufständischen bereiten nach eigenen Angaben einen Vorstoß auf Adschdabija im Osten Libyens vor.

TOKIO: Im Kampf gegen einen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima könnte Japan in Kürze Unterstützung aus den USA erhalten. Verteidigungsminister Kitazawa prüft ein Angebot des US-Militärs, amerikanische Atomexperten in den Katastrophenmeiler zu entsenden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldet. Über Reaktorblock 2 steigt nach wie vor weißer Rauch auf. Der havarierte Block 3, in dem hochgefährliches Plutonium lagert, wird laut Kyodo inzwischen wieder mit Wasser besprüht. Die AKW-Betreiberfirma Tepco räumte erstmals Fehler bei Wartungsarbeiten in der Anlage ein. - Elf Tage nach dem verheerenden Beben und dem Tsunami bestätigten die Behörden jetzt offiziell knapp 9100 Todesopfer. Mehr als 12.600 Menschen werden noch vermisst.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel berät an diesem Dienstag erneut mit den Ministerpräsidenten, in deren Ländern Kernkraftwerke stehen, über die künftige Atompolitik. Dabei geht es unter anderem um die Kriterien für die geplante Sicherheitsüberprüfung aller deutschen Reaktoren und einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien. An dem Treffen nehmen auch Wirtschaftsminister Brüderle und Umweltminister Röttgen teil. In der vergangenen Woche hatte die Kanzlerin verkündet, dass die erst im November beschlossene Laufzeitverlängerung für die 17 Atomkraftwerke in der Bundesrepublik für drei Monate ausgesetzt werden soll, um deren Sicherheit zu kontrollieren. Die sieben ältesten Meiler sollen in dieser Zeit abgeschaltet werden.

KARLSRUHE: Die Deutsche Bank hat im Streit um riskante Zinswetten eine herbe Niederlage vor dem Bundesgerichtshof erlitten. Die Karlsruher Richter verurteilten das Geldinstitut zur Zahlung von rund 540.000 Euro Schadensersatz an ein mittelständisches Unternehmen. Die betroffene Firma hatte bei einem sogenannten Swap-Geschäft einen hohen Verlust gemacht. In der Urteilsbegründung hieß es, die Bank habe den Kunden nicht ausreichend über das Risiko aufgeklärt. Die Entscheidung hat möglicherweise Signalwirkung für weitere Unternehmen und zahlreiche deutsche Kommunen, die mit den spekulativen Wetten insgesamt mehrere hundert Millionen Euro verloren haben.

TEL AVIV: Der frühere israelische Präsident Katsav ist wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, zwei weitere wurden zur Bewährung ausgesetzt. Das Bezirksgericht in Tel Aviv verkündete jetzt das Strafmaß für den 65-Jährigen. Katsav war im Dezember der Vergewaltigung einer Mitarbeiterin in zwei Fällen, der sexuellen Belästigung in weiteren Fällen sowie der Behinderung der Justiz für schuldig befunden worden. Die Sexualstraftaten ereigneten sich während Katsavs Amtszeit als israelischer Tourismusminister von 1996 bis 1999 sowie während seiner Präsidentschaft von 2000 bis 2007. Der Ex-Staatschef will das Urteil vor dem Obersten Gerichtshof in Jerusalem anfechten.

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat Ziele der radikal-islamischen Hamas-Organisation im Gazastreifen unter Beschuss genommen. Nach Angaben eines Militärsprechers wurden mehrere Schmuggler-Tunnel, eine Polizeistation sowie Waffen-Werkstätten und -Lager militanter Palästinenser getroffen. 18 Menschen wurden laut Rettungskräften leicht verletzt. Die Angriffe seien eine Reaktion auf den Beschuss israelischer Grenzorte aus dem Gazastreifen vom Samstag, hieß es in Jerusalem.

ZUM SPORT: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich von Trainer Michael Skibbe getrennt. Nachfolger wird nach Angaben des Vereins Christoph Daum. Frankfurt hatte am vergangenen Samstag seine Negativserie in der Rückrunde durch einen 2:1-Sieg bei St. Pauli beendet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken, nur im Norden zwischendurch auch dichtere Wolken. Die Höchstwerte erreichen 8 bis 16 Grad.

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