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Nachrichten

22.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Kämpfe in Homs

Kämpfe in Homs

Um die vielen notleidenden Zivilisten und Verletzten in Syrien versorgen zu können, hat das Rote Kreuz nochmals eine tägliche zweistündige Kampfpause gefordert. Rot-Kreuz-Vertreter trafen sich in Genf mit Gesandten von Staatschef Baschar al-Assad und der Aufständischen. Die Rebellen zeigten sich zu einer derartigen Gefechtsunterbrechung bereit, von der anderen Seite kam keine Antwort. Assad Soldaten setzten auch am Dienstag ihre Angriffe gegen Hochburgen der Rebellen fort. Landesweit wurden nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 100 Menschen getötet. Besonders die Stadt Homs lag wieder unter schwerem Beschuss. Der Dachverband der syrischen Opposition im Exil, der Syrische Nationalrat, warnte, die Armee bereite mit dem Dauerbeschuss die Erstürmung der Millionenstadt vor.

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Ohne Fortschritte ist das Team der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) nach zweitägigen Gesprächen aus dem Iran abgereist. IAEA-Chef Yukiya Amano äußerte sich auf der Internet-Seite der in Wien ansässigen UN-Organisation enttäuscht über den Verlauf der Verhandlungen. Bei diesem zweiten Besuch des Expertenteams unter Leitung von Chefinspektor Herman Nackaerts innerhalb von vier Wochen hatte die IAEA nochmals Zugang zu der auf einem Militärstützpunkt gelegenen Anlage Parchin verlangt. Die IAEA vermutet, dass dort an der Entwicklung einer Atomwaffe gearbeitet wird. Die iranische Regierung habe einen Besuch jedoch wieder nicht zugelassen, teilte die IAEA mit. Die Inspektoren bemühten sich nach eigenen Angaben außerdem darum, weitere Einzelheiten zum umstrittenen Atomprogramm zu erfahren. Auch hier habe es keine Kooperation gegeben, hieß es in Wien weiter.

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US-Präsident Barack Obama hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das neue Hilfspaket für Griechenland gewürdigt. Beide Regierungschefs seien sich einig, dass der geplante EU-Finanzpakt, jüngste Aktionen der Europäischen Zentralbank sowie Reformschritte Spaniens und Italiens wichtige Schritte auf dem Weg hin zu einer Lösung der Krise in der Eurozone gewesen seien, heißt es aus dem Weißen Haus. Obama habe der Kanzlerin für ihre Führungsrolle gedankt und zugleich gemahnt, dass nun weitere Maßnahmen folgen müssten. Erforderlich seien etwa Brandmauern, damit sich die finanziellen Probleme einzelner Länder nicht auf den gesamten Kontinent und darüber hinaus ausbreiteten.

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Südamerikanische Drogenkartelle schmuggeln nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen Kokain vermehrt über West- und Zentralafrika nach Europa. Die Verbrecherbanden machten sich die Armut, mangelnde Grenzkontrollen sowie die weitverbreitete Korruption auf dem afrikanischen Kontinent zunutze, erläuterte der Chef des UN-Büros gegen Drogen und Verbrechen, Juri Fedotow, dem Weltsicherheitsrat in New York. Auch der illegale Drogenkonsum sei in West- und Zentralafrika stark gestiegen, sagte Fedotow.

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Der Europarat hat die Kastration von Sexualstraftätern in Deutschland kritisiert. Das Anti-Folter-Komitee der Länderorganisation forderte in Straßburg, dieser Praxis ein Ende zu setzen, auch wenn sie freiwillig und sehr selten sei. Die chirurgische Kastration sei eine Verstümmelung, die nicht rückgängig zu machen sei und erhebliche "physische und psychologische" Folgen haben könne. Deutschland ist neben der Tschechischen Republik das letzte europäische Land, in dem die Orchiektomie - also die Entfernung der Hoden – bei Sexualtätern noch erlaubt ist. Sie müssen aber vorher über die Folgen und möglichen Nebenwirkungen informiert werden und dem Eingriff schriftlich zustimmen. Außerdem müssen sie über 25 Jahre alt sein. - Die Bundesrepublik verteidigt den Eingriff mit dem Hinweis auf eine deutlich verringerte Rückfallquote.

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