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Nachrichten

21.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat sich bei einem Besuch bei der Bundeswehr in Afghanistan vorsichtig optimistisch über den schrittweisen Abzug der Truppen geäußert. Erstmals seit vielen Jahren habe sich die Sicherheitslage gebessert, analysierte De Maizière im deutschen Feldlager Kundus. Man habe einen Rückgang der "sicherheitsrelevanten Zwischenfälle" um 25 Prozent in ganz Afghanistan und um die Hälfte im Norden. Der CDU-Politiker zollte den Soldaten seinen "persönlichen Respekt" für ihren Einsatz am Hindukusch. Es ist De Maizières vierte Reise als Verteidigungsminister nach Afghanistan. Jüngst hatte die Bundeswehr mit Faisabad im Norden des Landes ihr erstes Lager in Afghanistan in zivile Hände übergeben und damit den ersten konkreten Schritt zum Rückzug unternommen.

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Der Anwalt von Bundespräsident Christian Wulff hat eine Beteiligung des Unternehmers Egon Geerkens an den Verhandlungen über einen umstrittenen Privatkredit für Wulff eingeräumt. In der Zeitung "Die Welt" erklärte Anwalt Gernot Lehr, die "Modalitäten" seien "gemeinsam besprochen", das Darlehen aber dann von Frau Edith Geerkens gewährt worden, von der auch die Initiative dazu ausgegangen sei. In einer Erklärung im Landtag 2010 hatte der damalige Ministerpräsident Wulff Geschäftsbeziehungen zu Geerkens sowie dessen Firmen bestritten und den Kredit von dessen Ehefrau nicht erwähnt. Am Dienstag war das Staatsoberhaupt noch weiter in Erklärungsnot geraten. Es wurde bekannt, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer mitten im niedersächsischen Landtagswahlkampf 2007/2008 eine Anzeigenkampagne für ein Buch Wulffs bezahlt hatte. Der Verlag, Maschmeyer und Wulffs Anwälte erklärten, der Bundespräsident habe davon nichts gewusst.

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Mehrere tausend Ägypterinnen haben in Kairo gegen die Gewalt an Frauen protestiert. Für Empörung hatten insbesondere Bilder einer jungen Frau gesorgt, die bei den jüngsten Unruhen von Sicherheitskräften teilweise entkleidet und geschlagen worden war. Nach internationaler Kritik am brutalen Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Frauen entschuldigte sich der Militärrat für die Vorfälle und kündigte ein hartes juristisches Vorgehen gegen die Verantwortlichen an. Die Proteste in Ägypten richten sich gegen die Militärführung, die nach dem Sturz von Husni Mubarak im Februar die Macht übernommen hat. Unter anderem fordern die Demonstranten einen raschen Wechsel zu einer Zivilregierung.

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Die einzige oppositionelle Radiostation in Ungarn, der Sender "Klubradio", muss im kommenden Jahr den Betrieb einstellen. Die Frequenz, über die der Sender ausgestrahlt wird, wurde von der Nationalen Medienaufsichtsbehörde in Budapest an einen bislang unbekannten Mitbewerber vergeben. Der von der rechts-konservativen Regierungspartei Fidesz dominierte Medienrat hatte die Neuvergabe der Frequenz so ausgeschrieben, dass dem Programm der oppositionellen Radiomacher keine Chance blieb. Die Regierung von Victor Orban steht national und international wegen ihrer Medienpolitik in der Kritik. Seit Anfang des Jahres ist ein Mediengesetz in Kraft, das den Behörden umfassende Kontrollrechte zugesteht. Die ungarischen Verfassungsrichter hatten am Montag einzelne Vorschriften des Mediengesetzes für verfassungswidrig erklärt, allerdings erst zum Stichtag 31. Mai 2012.

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Die Bundeswehr hat nach der Aussetzung der Wehrpflicht Schwierigkeiten, die Freiwilligen bei der Truppe zu halten. Fast 30 Prozent von ihnen hätten von ihrem Recht Gebrauch gemacht, in den ersten sechs Monaten ihres Engagements bei der Bundeswehr den Dienst zu quittieren, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière der "Berliner Zeitung". Die Zahl sei hoch, entspreche aber den Erfahrungen aus der Wirtschaft, wo die Quote der Jobabbrecher zwischen 20 und 25 Prozent liege. Als Gründe nannte de Maizière ein anderes Jobangebot oder die Zuteilung eines Studienplatzes für Abiturienten. Ein Fünftel der Abbrecher habe die Bundeswehr wegen Nichteignung zurückgeschickt. De Maizière sieht dennoch keine Rekrutierungsschwierigkeiten. Die Bundeswehr liege voll im Plan.

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ZUM FUSSBALL: Die Bundesligisten Borussia Dortmund, Bayern München, 1899 Hoffenheim und der Zweitligist Greuther Fürth haben im DFB-Pokal die Runde der letzten Acht erreicht. Meister Dortmund schaffte mit seiner Notelf gegen Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf erst mit einem 5:4 im Elfmeterschießen das Viertelfinale. München konnte erst mit einem Treffer in der Nachspielzeit über einen 2:1-Sieg gegen den VfL Bochum jubeln. Fürth entschied das fränkische Derby gegen den Erstligisten 1. FC Nürnberg mit 1:0 für sich. Hoffenheim gewann gegen Aufsteiger FC Augsburg mit 2:1.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden freundlich mit etwas Sonnenschein. Sonst meist stark bewölkt und zeitweise Regen oder Schneeregen, in höheren Lagen Schnee. Höchstwerte zwischen null Grad an den Alpen und plus sieben Grad an der Küste. Die Aussichten: In den kommenden Tagen vor Weihnachten noch milder.

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