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Nachrichten

21.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:35

Nachrichten von Freitag, 21. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Vodafone-Tochter soll britischen Geheimdienst unterstützt haben :

Die Vodafone-Tochterfirma Cable & Wireless hat offenbar dem britischen Geheimdienst GCHQ maßgeblich bei der Internetspionage geholfen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, ging die Zusammenarbeit weit über das gesetzlich gebotene Maß hinaus. Das Blatt beruft sich auf bislang unveröffentlichte Dokumente aus dem Archiv des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden, die auch der NDR, WDR und der britische Sender Channel 4 einsehen konnten. Demnach konnten die Briten mit Unterstützung von Cable & Wireless Untersee-Internetkabel zu Spionagezwecken anzapfen. Im Gegenzug sollen sechs Millionen Pfund (rund 7,5 Mio Euro) an das Unternehmen geflossen sein. Der Tarnname der 2012 von Vodafone übernommenen Firma lautete offenbar "Gerontic".

Obama schützt Millionen Einwanderer per Dekret vor Abschiebung:

US-Präsident Barack Obama hat in einer Fernsehansprache angekündigt, per Erlass rund fünf Millionen illegale Einwanderer vor der Abschiebung zu schützen. Wer länger als fünf Jahre im Land sei, Kinder mit US-Staatsbürgerschaft habe und Steuern zahle, solle eine zeitweilige Aufenthaltsgenehmigung bekommen, kündigte er in der mit Spannung erwarteten Ansprache an. Straftäter sollen aber abgeschoben sowie der Schutz der südlichen Grenze zu Mexiko verbessert werden. Das Einwanderungssystem müsse fairer und gerechter werden, sagte Obama. Doch die Republikaner verhinderten eine Reform des Einwanderungsrechts seit anderthalb Jahren, sagte er. Obamas Erlass muss nicht vom Kongress genehmigt werden und war deshalb schon im Vorfeld von den Republikanern scharf kritisiert worden.

Ausschreitungen bei Protestdemo in Mexiko:

Bei Protesten gegen die mutmaßliche Entführung und Ermordung von 43 Studenten ist es in Mexiko zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach einem zunächst weitgehend friedlichen Protestzug von zehntausenden Menschen in der Hauptstadt Mexiko-Stadt kam es vor dem Nationalpalast zu Ausschreitungen. Einige Teilnehmer verbrannten ein Bild von Präsident Enrique Pena Nieto und warfen Feuerwerkskörper auf den abgeriegelten Palast. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Menge vor. 31 Personen wurden festgenommen. Die 43 Studenten waren Ende September im Bundesstaat Guerrero von der Polizei verschleppt und einer kriminellen Organisation übergeben worden. Bandenmitglieder räumten bereits den Mord an den jungen Leuten ein. Viele Eltern zweifeln aber am Tod ihrer Kinder und fordern mehr Anstrengungen bei der Suche nach den Vermissten. Der Umgang der Behörden mit dem Fall sorgt seit Wochen für Proteste in Mexiko.

UKIP gewinnt zweiten Parlamentssitz in Großbritannien :

Die EU-feindliche Partei UKIP hat bei einer Nachwahl in Südengland ihren zweiten Parlamentssitz errungen. Wie die Wahlkommission bekanntgab, errang der UKIP-Kandidat Mark Reckless gut 42 Prozent der Stimmen. Reckless war erst vor wenigen Wochen bei den konservativen Tories ausgetreten und zur UKIP gewechselt. Deren Erfolg wird ein halbes Jahr vor der Parlamentswahl in Großbritannien als schwerer Schlag für Regierungschef David Cameron gewertet, der den Wahlkreis unbedingt halten wollte. Reckless ist der zweite Tory-Überläufer, der ins Parlament von Westminster einzieht. Die von dem EU-Abgeordneten Nigel Farage geführte rechtspopulistische UKIP geht mit ausländerfeindlichen Parolen auf Stimmenfang. Sie will das Königreich aus der Europäischen Union führen und die Einwanderung begrenzen. Bei der EU-Wahl im Mai gewann sie mehr Stimmen als die Tories.

Wieder Vogelgrippe in den Niederlanden:

In einem zweiten Geflügelzuchtbetrieb in den Niederlanden ist das Vogelgrippe-Virus ausgebrochen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurde das Virus auf einer Farm mit rund 43.000 Tieren in Ter Aar im Westen des Landes entdeckt. Die Tiere seien allesamt getötet worden. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, wegen des Virus sei ein landesweites Transportverbot für Geflügel, Eier und gebrauchtes Stroh verhängt worden. Ob es sich bei dem Virus um Typ H5N8 handelt, werde frühestens Freitagabend feststehen, hieß es weiter. Dieser Virustyp war bis Anfang November ausschließlich in Asien vorgekommen. Dann wurde er in einem Puten-Mastbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt. Am Wochenende wurde das Virus auch in einem Mastbetrieb in Hekendorp rund 20 Kilometer südlich von Ter Aar nachgewiesen. Die Vogelgrippe kann für Tiere tödlich sein. Eine Gefahr für Menschen besteht nach Behördenangaben derzeit nicht.

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