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Nachrichten

21.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Eine Woche vor der ersten freien Parlamentswahl in Ägypten halten die gewalttätigen Straßenproteste im Land an. Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei sind zuletzt nach offiziellen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Das Staatsfernsehen berichtete zudem von hunderten verletzten Personen. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo ging die Polizei unter Rückendeckung der Armee erneut mit Gummiknüppeln und Tränengas gegen Demonstranten vor, die einen Rücktritt der Militärregierung forderten. Auch in Alexandria, Suez, Ismailia und auf dem Nord-Sinai kam es wieder zu Protesten. Es waren die schwersten Zusammenstöße seit dem Sturz des früheren Staatschefs Hosni Mubarak.

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Nach dem Sieg seiner konservativen Volkspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien hat der künftige Ministerpräsident Mariano Rajoy vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Man werde in der Wirtschaftskrise keine Wunder vollbringen, sagte der 56-Jährige. Die Gegner seiner Regierung seien die Arbeitslosigkeit, das Budgetdefizit, die überhöhten Schulden und die wirtschaftliche Stagnation. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt Rajoys Volkspartei auf 186 der insgesamt 350 Sitze. Die Sozialisten, die das Land seit mehr als sieben Jahren regiert hatten, fuhren das schlechteste Resultat seit der Wiedereinführung der Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur 1975 ein und verloren etwa ein Drittel ihrer Mandate.

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In Brüssel muss der neue griechische Regierungschef Lukas Papademos an diesem Montag seine Pläne für eine Sanierung des Landes erläutern. Bei Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy dürfte es unter anderem um die Auszahlung der nächsten acht Milliarden Euro aus dem Rettungspaket gehen. Darüber gibt es anhaltenden Streit zwischen den internationalen Gläubigern des Landes und den griechischen Konservativen. Bei einem Treffen mit der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und der Europäischen Union verweigerte der konservative Parteichef Antonis Samaras am Sonntag eine schriftliche Erklärung zur Unterstützung weiterer Reformen. Die Eurogruppe verlangt jedoch eine schriftliche Versicherung der bisherigen konservativen Opposition, dass sie die unpopuläre Sparpolitik mitträgt.

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Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der maoistischen Roten Khmer in Kambodscha haben in Phnom Penh die Strafprozesse gegen drei weitere Anführer der Schreckensherrschaft begonnen. Der frühere Chef-Ideologe Nuon Chea, der ehemalige Staatschef Khieu Samphan und der frühere Außenminister Ieng Sary sind wegen Völkermordes und Kriegsverbrechen angeklagt. Die drei Angeklagten weisen alle Vorwürfe zurück. Der Prozess ist der mittlerweile zweite gegen Verantwortliche der Roten Khmer, nachdem im vergangenen Jahr erstmals ein Urteil gegen ein führendes Mitglied gefällt worden war. Nach seinem Geständnis wurde der einstige Folter-Chef Kaing Guek Eav alias "Duch" zu 30 Jahren Haft verurteilt. Während der Herrschaft der Roten Khmer kamen zwischen 1975 und 1979 rund zwei Millionen Menschen durch Hunger, Folter und Hinrichtungen ums Leben.

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Eineinhalb Jahre nach dem Verbot ihrer Partei will die birmanische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nach eigenen Angaben bei der Nachwahl für das Parlament kandidieren. Ihre so genannte Nationale Liga für Demokratie -NLD- hatte zuvor angekündigt, sich nach dem Verbot wieder registrieren zu lassen. Ein Termin für die Stimmabgabe steht noch nicht fest. Dabei sind noch einmal 48 Parlamentssitze zu vergeben. Die NLD war 1990 als Siegerin aus der Parlamentswahl hervorgegangen, doch das Militär hinderte sie an der Übernahme der Macht. Suu Kyi verbrachte die meiste Zeit unter Hausarrest. Erst kürzlich hatte die Militärregierung eine vorsichtige Öffnung des politischen Systems eingeleitet.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden, am Oberrhein und an der Donau meist neblig-trüb. In den übrigen Gebieten nach Nebelauflösung freundlich mit längeren sonnigen Abschnitten. Maximaltemperaturen vier bis 13 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Nordwesten häufig wolkig oder neblig. Sonst nach Nebelauflösung gebietsweise Aufheiterungen bei Tagestemperaturen zwischen null und 13 Grad.

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