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Langsam gesprochene Nachrichten

21.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:35

Nachrichten von Samstag, 21. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Erstes Sondierungstreffen für Jamaika-Koalition nach rund fünf Stunden beendet:

Fünf Stunden lang haben Union, FDP und Grüne erstmals in großer Runde die Chancen für eine Jamaika-Koalition ausgelotet. Nach dem Auftakt betonten CDU und CSU, es gebe Differenzen besonders bei den Themen innere Sicherheit und Zuwanderung. Parteiübergreifend war aber von einer konstruktiven Atmosphäre die Rede. An der großen Runde der Sondierungsverhandlungen nehmen rund 50 Politiker der vier Parteien teil. In der kommenden Woche wollen CDU, CSU, FDP und Grüne in vertiefte Beratungen einsteigen und mit den Themen Haushalt, Steuern, Finanzen und Europa beginnen. Die Bildung der ersten Jamaika-Koalition auf Bundesebene gilt wegen der zum Teil großen inhaltlichen Differenzen als schwierig. Zugleich ist das Bündnis derzeit die einzige mögliche Option, weil die SPD die Koalition mit der Union nicht fortsetzen und in die Opposition gehen will.

 

Zahlreiche Tote bei schweren Gefechten mit Islamisten in Ägypten:

Bei Gefechten mit Islamisten sind in Ägypten nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 35 Soldaten und Polizisten getötet worden. Wie es heißt, kam es in der Wüstensiedlung Bahariya, 370 Kilometer südwestlich von Kairo, zu den Kämpfen. Die Oase liegt im ägyptischen Teil der Libyschen Wüste und ist auch ein Anziehungspunkt für Touristen. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 durch das Militär haben extremistische Gruppierungen in Ägypten ihre Angriffe auf Soldaten und Polizisten verstärkt. Mehrere hundert Sicherheitskräfte wurden seither getötet. Vor allem von der Sinai-Halbinsel, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt, werden immer wieder Gefechte zwischen Sicherheitskräften und islamistischen Kämpfern gemeldet.

 

Washington mahnt Bagdad im Vorgehen gegen Kurden zur Zurückhaltung:

Die USA haben die irakische Regierung zur Zurückhaltung bei ihrem militärischen Vorgehen gegen die Kurden im Norden des Landes aufgerufen. Die irakischen Regierungstruppen sollten sich mit der kurdischen Regionalregierung absprechen und weitere Gefechte vermeiden, heißt es in einer Erklärung des US-Außenministeriums. Die Kurden im Nordirak und die irakische Regierung sind wichtige Verbündete Washingtons im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Trotz des gemeinsamen militärischen Vorgehens gegen die Dschihadisten besteht die seit Jahrzehnten andauernde Rivalität zwischen der kurdischen Regionalregierung in Erbil und der Regierung in Bagdad fort.

 

Mehr als 70 Tote bei Anschlägen auf zwei Moscheen in Afghanistan:

Bei zwei Angriffen auf Moscheen in Afghanistan sind mindestens 72 Menschen getötet worden. In der Hauptstadt Kabul sprengte sich laut Innenministerium ein Selbstmordattentäter in einer schiitischen Moschee im Westen der Stadt in die Luft. Dabei verloren mindestens 39 Menschen ihr Leben, mehr als 40 wurden verletzt. Auch in der Stadt Ghor sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Ein Mitglied des dortigen Provinzrats sagte, Ziel des Anschlags sei ein bekannter Milizkommandeur und erbitterter Gegner der radikalislamischen Taliban namens Fasl Ahad gewesen. Er sei zum Abendgebet in eine sunnitische Moschee gekommen. Anders als in vielen muslimischen Ländern gibt es in Afghanistan keine Geschichte blutiger Fehden zwischen Sunniten und Schiiten. Doch seit dem Aufkommen des sogenannten "Islamischen Staates" 2015 sind Schiiten - die meist der ethnischen Minderheit der Hasara angehören - zunehmend Ziel brutaler Angriffe.

 

Zahl der Todesopfer bei Anschlag in Somalia auf 358 gestiegen:

Eine Woche nach dem verheerenden Anschlag in Somalia ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf 358 gestiegen. Das gab der somalische Informationsminister Abdirahman Omar Osman bekannt. Bisher war von rund 300 Toten die Rede. Ein Selbstmordattentäter hatte sich vergangenen Samstag in einem Lastwagen an einem der belebtesten Verkehrsknotenpunkte in Mogadischu in die Luft gesprengt. Somalias Regierung macht die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab für den Anschlag verantwortlich. Die sunnitischen Extremisten haben sich jedoch bislang nicht zu der Attacke bekannt.

 

Tillerson nennt Befreiung Al-Rakkas "entscheidenden" Sieg im Anti-Terror-Kampf:

Die USA haben die Befreiung der syrischen Stadt Al-Rakka von den IS-Dschihadisten als "entscheidenden" Sieg im Anti-Terror-Kampf begrüßt. Dies sei "eine Schlüsseletappe im weltweiten Kampf gegen die Gruppe 'Islamischer Staat'", erklärte US-Außenminister Rex Tillerson. Der Sieg über den IS in Al-Rakka bedeute jedoch nicht, dass der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz beendet sei, mahnte der US-Außenminister. Nach vier Monaten heftiger Kämpfe hatten syrische Rebellen am Dienstag die Befreiung von Al-Rakka aus den Händen des IS verkündet. Nach dem Fall der irakischen Stadt Mossul war Al-Rakka die letzte Großstadt, die sich noch unter IS-Kontrolle befand. Die IS-Kämpfer hatten sie 2014 erobert und zur Hauptstadt ihres selbsternannten "Kalifats" erklärt.

 

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