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Nachrichten

21.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nur wenige Stunden nach dem Tod von Ex-Machthaber Muammar al Gaddafi hat die neue Führung in Libyen die Weichen für den Aufbau eines demokratischen Staates gestellt. Der amtierende Regierungschef Mahmud Dschibril erklärte, voraussichtlich am Samstag werde offiziell der Beginn einer Übergangsphase auf dem Weg zur Demokratie verkündet. Innerhalb eines Monats werde dann eine neue Übergangsregierung gebildet. Acht Monate später solle dann ein Nationalkongress den Neuanfang endgültig besiegeln. - Über die Umstände des Todes Gaddafis gibt es weiterhin unterschiedliche Berichte. Nach Darstellung Dschibrils kam es nach der Gefangennahme des Ex-Diktators in seiner Heimatstadt Sirte zu einer Schießerei, bei der Gaddafi eine tödliche Kopfverletzung erlitt. Nach anderen Angaben wurde er von Kämpfern der Regierung zu Tode geprügelt. Die Leiche Gaddafis und die seines ebenfalls getöteten Sohnes Muatassim wurden zur Untersuchung nach Misrata gebracht. Unklar ist, ob der Sohn Saif al Islam ebenfalls getötet worden ist.

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Das Ende des Gaddafi-Regimes ist international mit Erleichterung aufgenommen worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Mon rief die Bürger in Libyen auf, nach dem Tod Gaddafis für nationale Versöhnung einzutreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, es gehe ein blutiger Krieg zu Ende, den Gaddafi gegen das eigene Volk geführt habe. US-Präsident Barack Obama sagte, das Ende Gaddafis sei eine Warnung an alle Autokraten, die mit eiserner Faust regierten. Die Arabische Liga würdigte die Tapferkeit der Libyer, die für ein Leben in Freiheit und Würde große Opfer gebracht hätten.

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Nach dem Tod von Ex-Diktator Muammar al Gaddafi wird die NATO an diesem Freitag über ein Ende der Luftangriffe in Libyen beraten. Diplomaten in Brüssel teilten mit, die Botschafter der 28 NATO-Staaten würden den Einsatz voraussichtlich für abgeschlossen erklären. - Auf der Grundlage einer Resolution des UN-Sicherheitsrates haben NATO-Länder und verbündete Staaten seit Ende März Luftangriffe auf die Gaddafi-Truppen in Libyen geflogen. Ziel der Mission war der Schutz der Zivilbevölkerung vor Übergriffen der Soldaten des Regimes. - Deutschland hatte sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat der Stimme enthalten.

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Die baskische Untergrundorganisation ETA hat sich nach mehr als vier Jahrzehnten von ihrer Terror-Strategie losgesagt. In einer von der baskischen Zeitung "Gara" veröffentlichten Erklärung heißt es, die ETA habe entschieden, ihren bewaffneten Kampf definitiv einzustellen. Zugleich forderte die Organisation die Regierungen in Spanien und Frankreich zu direkten Gesprächen über ihre Ziele auf. Die ETA, die seit den späten 60er-Jahren für die Unabhängigkeit des Baskenlandes kämpft, wird für den Tod von insgesamt 829 Menschen verantwortlich gemacht. Im Januar hatte die Gruppierung bereits einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet, der Gewalt aber nicht endgültig abgeschworen. Der sozialistische spanische Regierungschef José Luis Zapatero bezeichnete die jetzige Entscheidung als Sieg für die Demokratie. Der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy forderte die Auflösung der ETA.

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Begleitet von Streikaktionen, Massendemonstrationen und Ausschreitungen hat das Parlament in Griechenland mit den Stimmen der sozialistischen Regierungsfraktion einem neuen einschneidenden Sparpaket zugestimmt. Es sieht neue Gehaltskürzungen und Entlassungen im öffentlichen Dienst, weitere Einschnitte bei den Renten und Steuererhöhungen vor. Die Spargesetze sind die Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds. Ohne diese Gelder wäre Griechenland in Kürze zahlungsunfähig. - Während der Parlamentsdebatte demonstrierten in Athen zehntausende Menschen friedlich gegen das Sparpaket. Rund 500 vermummte Extremisten griffen vor dem Parlament Kundgebungsteilnehmer an. Ein Mann erlitt einen tödlichen Herzinfarkt. Vor allem im öffentlichen Dienst und bei Verkehrsbetrieben streikten Beschäftigte gegen die Sparpolitik.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung überwiegend heiter bis wolkig und meist trocken. Vielerorts längere Zeit Sonnenschein. Nur ganz im Norden örtlich Regen. Höchstwerte vier bis zwölf Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Wochenende meist recht freundlich. Tagestemperaturen acht bis 15 Grad.

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