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Langsam gesprochene Nachrichten

21.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:37

Nachrichten von Donnerstag, 21. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

EU für Beibehaltung des Atomabkommens mit dem Iran:

Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump am Atomabkommen mit dem Iran haben sich führende europäische Staaten für eine Beibehaltung des Pakts ausgesprochen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warnte am Rande der UN-Vollversammlung in New York davor, das Atomabkommen zu gefährden und erklärte, man wolle die Abmachung weder jetzt noch in der Zukunft aufkündigen. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warb für eine Beibehaltung und sagte, es wäre ein Fehler, sich aus dem Abkommen zurückzuziehen. Nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini wird die Vereinbarung von allen Beteiligten eingehalten. Es bestehe keine Notwendigkeit, Teile neu zu verhandeln. US-Präsident Trump hatte am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung den Iran als wirtschaftlich erschöpften Schurkenstaat und das Abkommen als eine Schande bezeichnet. Die US-Regierung muss dem Kongress alle drei Monate mitteilen, ob der Iran die Bedingungen der Vereinbarung erfüllt. Ein Nein von Trump am kommenden Stichtag Mitte Oktober könnte das Abkommen zu Fall bringen. In der Vereinbarung von 2015 verpflichtet sich der Iran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen.

 

Myanmars Regierung will auf friedliche Lösung im Rohingya-Konflikt setzen:

Die Regierung von Myanmar ist nach Angaben von Vizepräsident Henry Van Thio "zutiefst besorgt" über die Situation in der Unruheprovinz Rakhine. In einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York erklärte Van Thio, die Situation in der nordwestlich gelegenen Region sei komplex und die Herausforderungen sehr groß. Die Regierung versuche aber, Frieden, Stabilität und Harmonie zwischen den Gemeinschaften wiederherzustellen. Gleichzeitig sei wichtig, den Menschen, die in ihren Dörfern geblieben sind, humanitäre Hilfe zu gewähren. In der Nacht zum Donnerstag waren Helfer des Internationalen Roten Kreuzes in der Stadt Sittwe bei ihrer Arbeit behindert worden. Medienberichten zufolge soll ein Mob von rund 300 Personen versucht haben, ein Boot mit 50 Tonnen Hilfsgütern an seiner Weiterfahrt zu abgeschnittenen Dörfern zu hindern. Augenzeugen zufolge feuerte die Polizei Warnschüsse ab, um die wütende Menge aufzulösen.

 

Südkorea beschließt Hilfsprojekte für Nordkorea:

Ungeachtet der zunehmenden Spannungen um Nordkoreas Atomprogramm will Südkorea die humanitäre Hilfe für das Nachbarland wiederaufnehmen. Die Regierung in Seoul entschied sich dazu, nach zwei Jahren Pause, wieder Geld für Hilfsprojekte von UN-Organisationen für Nordkorea bereitstellen zu wollen, wie das Vereinigungsministerium mitteilte. Das Kinderhilfswerk Unicef und das Welternährungsprogramm sollen demnach umgerechnet rund 6,7 Millionen Euro an Spenden für Nahrungsmittel, Impfstoffe und Arznei erhalten, damit Kindern und Schwangeren geholfen wird. Die Hilfe für den weitgehend abgeschotteten Nachbarn im Norden galt in der Vergangenheit in Südkorea als umstritten und sorgte auch für Kritik Japans und der USA. Das Vereinigungsministerium erklärte dazu, die Entscheidung zur Unterstützung der Bevölkerung sei unabhängig von den geopolitischen Spannungen getroffen worden. Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehrere Raketen- und Atomtests durchgeführt. Der UN-Sicherheitsrat hat deshalb die Sanktionen gegen das Land zuletzt deutlich verschärft.

 

Hurrikan "Maria" richtet schwere Schäden in Puerto Rico an:

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern hat Hurrikan "Maria" in Puerto Rico große Schäden und flächendeckende Stromausfälle verursacht. Zahllose Dächer wurden abgedeckt und Straßen standen unter Wasser. Gouverneur Ricardo Rossello zufolge kam ein Mann ums Leben, der von einem Holzstamm getroffen wurde. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch "Maria" in der Karibik auf zehn. Zuvor hatte der Sturm die Inseln Guadeloupe, St. Croix und Dominica verwüstet. Laut dem US-Hurrikan-Zentrum NHC dürfte "Maria" nun nördlich an der Dominikanischen Republik vorbeiziehen und dann die Turks- und Caicosinseln sowie die Bahamas ins Visier nehmen. Der Hurrikan ist bereits der zweite verheerende Wirbelsturm in der Region in diesem Monat. Erst kürzlich hatte "Irma" eine Schneise der Zerstörung durch die Karibik gezogen und auch den US-Bundesstaat Florida schwer getroffen.

 

Proteste in Katalonien:

Nach der Festnahme von Unabhängigkeitsbefürwortern eineinhalb Wochen vor einem geplanten Referendum in der spanischen Region Katalonien haben sich die Proteste der Bevölkerung ausgeweitet. Vor dem Sitz der katalanischen Vizepräsidentschaft in Barcelona harrten in der Nacht zum Donnerstag tausende Demonstranten aus. Militante Kämpfer für die Unabhängigkeit hielten den Zugang zu dem Gebäude sowie zum Wirtschaftsministerium besetzt. Nach Polizeiangaben saßen in den beiden Regierungsgebäuden weiterhin mehrere Polizisten fest, die dort Büros durchsucht hatten. Auslöser der Proteste waren Verhaftungen durch die paramilitärische Polizeieinheit Guardia Civil, die der Zentralregierung in Madrid untersteht. Sie hatte 14 zum Teil ranghohe Politiker und Beamte der separatistischen Regionalregierung festgenommen. Zudem sollen rund neun Millionen Wahlzettel beschlagnahmt worden sein. Trotz mehrmaliger Verbote des Verfassungsgerichts will die Regionalregierung am 1. Oktober eine Volksbefragung über die Abspaltung der wirtschaftsstarken Region abhalten.

 

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