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Nachrichten

21.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Griechenland ist der Auszahlung neuer internationaler Finanzhilfen einen wichtigen Schritt nähergekommen. EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds entschieden nach einer neuerlichen Telefonkonferenz mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos, ihr Expertenteam in der kommenden Woche wieder nach Athen zu entsenden. Bei den Verhandlungen ging es um die Fortschritte Griechenlands bei der Umsetzung der Spar- und Reformmaßnahmen. Diese sind Bedingung für die Auszahlung einer weiteren Tranche von acht Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds. Die Finanzmärkte rechnen damit, dass Griechenland ohne die nächste Rate im Oktober zahlungsunfähig wäre. Der griechische Ministerpräsident Papandreou berief für diesen Mittwoch eine Sondersitzung seines Kabinetts ein. Nach Medienberichten sollen noch härtere Sparmaßnahmen beschlossen werden.

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Der Bundestag wird Dreh- und Angelpunkt bei künftigen Abstimmungen Deutschlands über Hilfen durch den Euro-Rettungsschirm EFSF. Darauf haben sich nach Angaben von Unions-Fraktionschef Volker Kauder die Fraktionen von Regierung und Opposition geeinigt. So muss die Bundesregierung künftig selbst bei dringenden Entscheidungen auf grünes Licht vom Bundestag warten. Zudem erhält der Haushaltsausschuss mehr Befugnisse. Das Bundesverfassungsgericht hatte gefordert, dass dieses Gremium alle Finanzbeschlüsse vorab fällen muss. Dies sieht ein neuer Gesetzentwurf jetzt vor. Die Regierungskoalition von Union und FDP hatte eine Parlamentsbeteiligung in Notfällen als "kritisch" bezeichnet. Mit dem Gesetz zur Euro-Stabilisierung sollen die deutschen Garantien für die Kredite des Euro-Rettungsschirms von 123 auf 211 Milliarden Euro erhöht werden. Der Bundestag stimmt darüber Ende September ab.

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Der Internationale Währungsfonds sieht die Weltwirtschaft angesichts von Euro-Schuldenkrise und lahmender US-Konjunktur in einer "gefährlichen neuen Phase". In seinem jüngsten Ausblick warnt der Währungsfonds vor neuen Rezessionen in der Eurozone und in den Vereinigten Staaten, sollten die Krisen in den jeweiligen Wirtschaftsräumen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Nötig seien entschiedene Schritte der Politik, erklärte IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard bei der Vorlage der Prognose in Washington. Für das kommende Jahr erwartet der IWF demnach nur mehr ein weltweites Wirtschaftswachstum von vier Prozent, nachdem er im Juni noch von einem Plus von 4,5 Prozent ausgegangen war.

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Slowenien steht nach monatelangen Unstimmigkeiten in der Regierungskoalition aller Voraussicht nach vor Neuwahlen. Das Parlament in der Hauptstadt Ljubljana entzog der Regierung von Ministerpräsident Borut Pahor in einer Abstimmung das Vertrauen. Nur gut ein Drittel der Abgeordneten votierte für eine Fortsetzung der bisherigen Minderheitsregierung. Die bislang regierenden Sozialdemokraten haben nun noch einen Monat Zeit, einen neuen Ministerpräsidenten zu suchen und eine Mehrheit im Parlament zu organisieren. Beobachter halten es allerdings für äußerst unwahrscheinlich, dass dies gelingt. Falls nicht, wird wohl noch in diesem Jahr ein neues Parlament gewählt. Wesentliche Gründe für das Zerbrechen der slowenischen Regierungskoalition sind die ausufernden Staatsschulden sowie explodierende Kosten der Sozialsysteme. Slowenien gehört seit 2007 der Eurozone an. Dem Land hat die Finanzkrise schwer zugesetzt.

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Vertreter aus Nord- und Südkorea haben in Peking mit Beratungen über eine mögliche Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über das nordkoreanische Nuklearprogramm begonnen. Nach Angaben des südkoreanischen Außenministeriums sollen die Voraussetzungen für neue Mehrparteienverhandlungen ausgelotet werden. Die Unterhändler beider Seiten hatten sich im Juli geeinigt, gemeinsam auf eine neue Runde der sogenannten Sechs-Länder-Gespräche hinzuarbeiten. Daran wären dann auch wieder USA, China, Russland und Japan beteiligt. Die Verhandlungen waren vor mehr als zwei Jahren von Nordkorea abgebrochen worden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wolkig, an den Küsten vereinzelt Regen. Sonst nach Nebelauflösung meist heiter und trocken. Höchsttemperaturen zwischen 16 Grad an der Kieler Förde und 23 Grad am Oberrhein. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag im Norden weiter wechselnd wolkig. Nach Süden hin heiter und trocken.

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