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Nachrichten

21.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:52

Nachrichten von Donnerstag, 21. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

US-Geiselbefreiung gescheitert:

Die Vereinigten Staaten haben einen missglückten Einsatz zur Befreiung amerikanischer Geiseln eingeräumt. Bei der geheimen Kommandoaktion, die in diesem Sommer stattfand, sollte auch der inzwischen ermordete US-Journalist James Foley gerettet werden. Der Angriff auf die dschihadistische Organisation "Islamischer Staat" (IS) im Norden Syriens sei am Boden und aus der Luft erfolgt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Geiseln hätten sich jedoch nicht an dem vermuteten Ort befunden. Trotz der IS-Drohung, weitere Amerikaner zu töten, flogen US-Einheiten weitere Luftangriffe auf mutmaßliche Stellungen der Terrormiliz im Irak. US-Präsident Barack Obama rief die Staatengemeinschaft dazu auf, den - so wörtlich - "Krebs" des dschihadistischen Terrors zu bekämpfen. Nach Darstellung der Dschihadisten wurde der 2012 in Syrien verschleppte Foley als Vergeltung für US-Luftangriffe auf IS-Stellungen im Nordirak ermordet.

Führende Hamas-Kämpfer getötet:

Bei einem israelischen Luftangriff sind nach Angaben beider Seiten drei ranghohe Militärkommandeure der Hamas getötet worden. Die Männer seien beim Bombardement eines Hauses in der Stadt Rafah ums Leben gekommen, teilte die radikalislamische Organisation mit. Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Donnerstag massive Angriffe im Gazastreifen geflogen. Militante Palästinenser setzten ihren Beschuss auf Israel fort. Der UN-Sicherheitsrat hat beide Konfliktparteien zu einer neuen Feuerpause aufgerufen. Angesichts der neu ausgebrochenen Gefechte sei der Rat "tief besorgt". Nach zehn Tagen relativer Ruhe waren die Kämpfe am Mittwoch wieder voll entbrannt. Seit dem Wiederaufflammen des Konfikts im Juli kamen mehr als 2000 Menschen ums Leben, die allermeisten von ihnen Palästinenser.

Irans Präsident will Bewegung in Atomgespräche bringen:

Im Konflikt um das Atomprogramm seines Landes erwägt Irans Präsident Hassan Rohani, in die Verhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland persönlich einzugreifen. Sein Ziel sei es, sowohl die Wirtschaftssanktionen zu beenden als auch das Recht Irans auf ein friedliches Atomprogramm zu wahren, erklärte Rohani. Falls notwendig, werde er die Verhandlungen sogar selbst führen. Vor der Wahl habe er den Menschen das Ende der Sanktionen versprochen, und dieses Versprechen wolle er auch einhalten, sagte der Präsident. Die Sanktionen haben den Iran in den vergangenen Jahren in eine Wirtschaftskrise geführt. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms den Bau von Atomwaffen voranzutreiben.

Liberias Armee setzt Ebola-Quarantäne mit Gewalt durch:

Sicherheitskräfte in Liberia haben mit scharfer Munition und Tränengas die Einhaltung einer Ebola-Quarantäne in der Hauptstadt Monrovia durchgesetzt. Dort war es zuvor zu Zusammenstößen im Bezirk West Point gekommen. Der Bezirk war am Mittwoch ohne Vorwarnung abgeriegelt worden. Liberia ist von der Ebola-Epidemie in Westafrika am stärksten betroffen. Um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern, haben die Behörden Quarantäne-Zonen auch im Grenzgebiet zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone eingerichtet. Bisher zählte die Weltgesundheitsorganisation insgesamt 1350 Ebola-Tote in Westafrika.

Fall Michael Brown beschäftigt US-Geschworenenjury:

Der Fall des von einem Polizisten in der US-Kleinstadt Ferguson getöteten schwarzen Jugendlichen beschäftigt nun eine Geschworenenjury. Das Gremium in Clayton bei St. Louis nahm Beratungen darüber auf, ob gegen den weißen Todesschützen ein Verfahren eröffnet wird. US-Justizminister Eric Holder stattete Ferguson derweil einen Besuch ab. Bei Treffen mit Studenten, Lokalpolitikern und aufgebrachten Bewohnern versprach Holder faire Ermittlungen. Er habe die "erfahrensten Ermittler und Staatsanwälte" damit beauftragt, den Fall zu untersuchen, versicherte der Minister. Der Ort im Bundesstaat Missouri wurde nach den tödlichen Schüssen vom 9. August von tagelangen schweren Unruhen erschüttert. Zuletzt verliefen die Proteste jedoch weitgehend friedlich.

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