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Nachrichten

21.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Präsident Barack Obama hat Syrien mit einer Militärintervention gedroht, sollte die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad chemische oder biologische Waffen einsetzen. Auch bei der Vorbereitung eines solchen Einsatzes sei die "rote Linie" bereits überschritten, sagte Obama. Der Einsatz oder die Mobilmachung von Chemiewaffen sei ein Thema, das nicht nur Syrien betreffe, sondern US-Verbündete in der Region, darunter Israel. Das syrische Militär soll über Nervengas und biologische Kampfstoffe verfügen. Die Führung in Damaskus hatte zunächst erklärt, diese Waffen notfalls gegen äußere Aggressoren einzusetzen, nahm diese Drohung aber kurz darauf zurück.

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Der äthiopische Ministerpräsident Meles Zenawi ist tot. Dies bestätigte ein Regierungssprecher in Addis Abeba. Der Regierungschef, der sich seit zwei Monaten nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt hatte, wurde 57 Jahre alt. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens hatte er sich in einer ausländischen Klinik von einer Erkrankung erholt. Er sei dann aber einer Infektion erlegen. Presseorgane, die in den vergangenen Monaten über eine Erkrankung des Premiers berichtet hatten, waren daraufhin von der Regierung verboten worden. Zenawi hatte das verarmte afrikanische Land seit zwei Jahrzehnten regiert. Er war im Kampf gegen den Hunger vom Westen unterstützt, für die Unterdrückung der Meinungsfreiheit aber stets kritisiert worden. Ersten Agenturberichten zufolge übernimmt der stellvertretende Ministerpräsident Hailemariam Desalegn die Amtsgeschäfte.

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Bei einem Bombenanschlag nahe der türkischen Grenze zu Syrien sind mindestens acht Menschen getötet worden. Die Attentäter hätten in Gaziantep unweit einer Polizeistation eine Autobombe gezündet, melden türkische Fernsehsender. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden. Der Konflikt zwischen türkischen Sicherheitskräften und kurdischen Rebellen hatte sich in den vergangenen Wochen wieder verschärft. Die Türkei wirft dem syrischen Regime vor, die PKK zu unterstützen und Waffen an die Rebellen zu liefern.

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Die Europäische Zentralbank bekommt im Kampf gegen die Euro-Krise zusätzliches Personal. Sie werde im kommenden Jahr 40 zusätzliche Stellen einrichten, bestätigte die Bank. Damit habe EZB-Präsident Mario Draghi seine Zusage eingelöst, die Kapazitäten auszubauen. Vor allem die in der Krise stark geforderte Abteilung für volkswirtschaftliche Analyse soll verstärkt werden. Die Tageszeitung "Die Welt" hatte über den Personalausbau berichtet und zugleich notiert, die Mitarbeiter der Zentralbank klagten über eine zu hohe Arbeitsbelastung.

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Schweden würde Wikileaks-Gründer Julian Assange nicht an die USA ausliefern, sollte ihm dort die Todesstrafe drohen. Dies erklärte die stellvertretende Direktorin für Strafsachen im schwedischen Justizministerium, Cecilia Riddselius, in der Frankfurter Rundschau. Das verlange schon die Grundrechte-Charta der EU. Assange, der sich in Schweden wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung verantworten muss, entzieht sich seiner Auslieferung dorthin derzeit in der Botschaft Ecuadors in London. Er befürchtet, am Ende doch an die USA überstellt zu werden. Washington wies unterdessen die Vorwürfe Assanges zurück. Der Wikileaks-Gründer stelle wilde Behauptungen auf, um von seinen juristischen Problemen abzulenken.

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