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Nachrichten

21.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Ein halbes Jahr nach Beginn des Aufstandes in Libyen haben die Rebellen nach eigener Darstellung mit dem Kampf um Tripolis begonnen. Die Hochburg von Machthaber Muammar al Gaddafi wurde in der Nacht von Geschützfeuer und Explosionen erschüttert. Teile von ihr sollen bereits unter Kontrolle der Aufständischen sein. Eine unabhängige Bestätigung liegt indes nicht vor. Der Vorsitzende des Übergangsrats der Rebellen, Mustafa Abdel Dschalil, sagte dem arabischen Sender Al Dschasira, der Angriff sei mit der NATO und den arabischen Verbündeten abgesprochen. Bereits am Freitag seien Waffen nach Tripolis gebracht worden. Kampfjets der westlichen Militärbündnisses flogen schwere Luftangriffe in der gesamten Region. Während der Gefechte rief Gaddafi seine Anhänger in einer über das Staatsfernsehen verbreiteten Audiobotschaft auf, die monatelange Rebellion zu beenden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll Gaddafi Tripolis inzwischen verlassen haben und angeblich auf der Flucht sein.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zum Rückzug von der Staatsspitze aufgerufen. Es wäre gut, wenn er möglichst schnell aufgäbe, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, sagte Merkel in einem Fernsehinterview. Deutschland werde das libysche Volk weiterhin unterstützen, ergänzte die Kanzlerin und verteidigte zugleich den Einsatz deutscher Soldaten in NATO-Stäben. Dieser sei rechtlich abgesichert und politisch notwendig für die Arbeitsfähigkeit des Bündnisses, sagte sie. Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hatte angekündigt, wegen dieses Einsatzes Verfassungsklage zu erheben.

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Israelis und militante Palästinenser liefern sich einen anhaltenden militärischen Schlagabtausch. Die Luftwaffe bombardierte Ziele im Norden des Gazastreifens. Zuvor hatten radikale Palästinenser wieder mindestens 17 Kleinraketen und Granaten auf den Süden Israels abgefeuert. Auslöser der jüngsten Welle von Gewalt war vor wenigen Tagen eine Serie von Anschlägen auf mehrere Fahrzeuge im Süden Israels, bei denen mutmaßliche palästinensische Terroristen acht Menschen getötet hatten. Die Arabische Liga forderte nach einer Sondersitzung in Kairo die Vereinten Nationen auf, Israels Vergeltungsschläge im Gazastreifen zu stoppen. Bislang melden die Palästinenser dort mindestens 15 Todesopfer. Weiterhin ungelöst scheint zudem die schwere diplomatische Krise mit Ägypten. Mehrere israelische Politiker bedauerten den bislang ungeklärten Tod mehrerer Soldaten des Nachbarlandes an der Grenze auf dem Sinai. Doch die Übergangsregierung in Kairo beharrt auf einer formellen Entschuldigung.

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US-Vizepräsident Joe Biden hat sich bei seinem Besuch in China darum bemüht, das Vertrauen der Volksrepublik in die Wirtschaft der USA zu stärken. Vor Studenten in der südwestchinesischen Stadt Chengdu sagte Biden, sämtliche Investitionen Chinas in den USA seien sicher. Mit Blick auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit seines Landes durch die Ratingagentur Standard and Poor's fügte Biden hinzu, als weltgrößte Volkswirtschaft seien die USA stets in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In seiner Rede in der Universität der Provinz Sichuan rief Biden die Führung in Peking auch indirekt zum Dialog mit Oppositionellen auf. Die Regierung sollte "den Austausch mit ihren Bürgern wertschätzen", sagte Biden am letzten Tag seines fünftägigen Besuchs der Volksrepublik.

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Papst Benedikt XVI. hat zum Abschluss des Weltjugendtages vor den Toren der spanischen Hauptstadt Madrid mit weit über einer Million junger Katholiken eine Messe im Freien gefeiert. Er forderte die jungen Menschen aus fast 200 Ländern auf, ihren Glauben zu festigen und zu verbreiten. Auch das spanische Königspaar Juan Carlos und Sofía nahm zum Abschluss des sechstägigen Glaubensfestes an der Messe teil. - Am Samstagabend waren während einer Gebetswache sieben Menschen verletzt worden, als ein Sturm mehrere Zelte umgerissen hatte. Benedikt verzichtete wegen des Unwetters auf seine Ansprache. - Überschattet war der Papstbesuch von teils gewalttätigen Protesten. Die Papst-Gegner demonstrierten unter anderem gegen die hohen Kosten des Besuchs und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und südlich des Mains sonnig. Von der Nordsee bis zur Pfalz wolkig, gebietsweise Schauer. An Nord- und Ostsee 21 bis 25 Grad Celsius, sonst sommerlich warm mit 26 bis 35 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Montag im Süden wieder viel Sonnenschein. In der Mitte und im Norden auch mal Wolken und gewittrige Schauer. Tageshöchstwerte zwischen 21 und 36 Grad.

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