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Nachrichten

21.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die syrische Staatsmacht verliert im eskalierenden Bürgerkrieg offensichtlich immer mehr die Kontrolle. Selbst im Zentrum der Hauptstadt Damaskus lieferten sich bewaffnete Oppositionsanhänger Gefechte mit Einheiten des Regimes. Rebellen überrannten nach eigenen Angaben drei Grenzposten zur Türkei. Angeblich laufen immer mehr Soldaten zur Opposition über. Trotz der eskalierenden Gewalt bleibt die unbewaffnete UN-Beobachtertruppe Unsmis auf dem syrischen Kriegsschauplatz: Der Weltsicherheitsrat beschloss, dass die Mission ein letztes Mal um 30 Tage verlängert wird. Einstimmig akzeptierte das Gremium einen Resolutionsentwurf Großbritanniens, an dessen Vorbereitung auch Deutschland beteiligt war. Die Entscheidung erfolgte einen Tag nach dem russisch-chinesischen Doppel-Veto gegen eine westliche Resolution, die erstmals auch Wirtschaftssanktionen gebracht hätte.

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Saudi-Arabien will nicht-muslimische Ausländer ausweisen, die sich in der Öffentlichkeit nicht an die Regeln des Fastenmonats Ramadan halten. Die Ausländer müssten "die Gefühle der Muslime respektieren, indem sie an öffentlichen Orten, auf der Straße und am Arbeitsplatz weder essen, trinken noch rauchen", ordnete das saudi-arabische Innenministerium zu Beginn des im Islam heiligen Fastenmonats an. Verstöße könnten mit der Kündigung von Arbeitsverträgen oder der Ausweisung aus dem Land geahndet werden, erklärte das Ministerium, das selbst von "radikalen Maßnahmen" sprach. "Unternehmen, Gesellschaften und Einzelpersonen" wurden offiziell aufgefordert, ihre Angestellten über die Richtlinien zu informieren. Saudi-Arabien zählt 27 Millionen Einwohner, acht Millionen davon sind Ausländer. In dem ölreichen Land wird eine strenge Auslegung des Islam angewendet.

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Das deutsche Hilfswerk „Brot für die Welt“ hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids nachzulassen. Die Direktorin der evangelischen Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagte, in mehreren zentralasiatischen Ländern sowie in Armenien, Bangladesch und den Philippinen sei der Trend alarmierend. Die Neuinfektionsrate sei dort in den vergangenen zehn Jahren um 25 Prozent gestiegen. Füllkrug-Weitzel forderte unter anderem, Aufklärungskampagnen zu verstärken und Aids-Kranke mit lebensrettender Arznei zu versorgen.

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Einen Tag nach dem Amoklauf in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado gibt es noch keinen Hinweis auf das Motiv des mutmaßlichen Täters. Der 24-Jährige verweigerte nach Angaben aus Polizeikreisen die Aussage. Bei der Schießerei in einer nächtlichen Kinovorstellung waren 12 Menschen getötet und 59 verletzt worden. Elf von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

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Nach einer 63 Tage langen Reise durch Großbritannien ist das olympische Feuer am Freitagabend mit einer spektakulären Landung in London angekommen. Ein britischer Soldat seilte sich mit dem Feuer am Gürtel von einem Hubschrauber über dem Tower von London ab. Das Feuer übernachtete in dem früheren Königssitz. Der Tower gilt als Inbegriff der Sicherheit. Dort sind auch die Kronjuwelen des britischen Königshauses aufbewahrt. An diesem Samstag wird das Feuer erstmals durch die Straßen von London getragen. Wenn die Feuerschale am kommenden Freitag im Olympiastadion im Stadtteil Stratford entzündet wird, werden 8000 Fackelläufer beteiligt gewesen sein.

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