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Nachrichten

21.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel "Rio+20" setzen an diesem Donnerstag die mehr als 100 Staats- und Regierungschefs ihre Beratungen fort. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon äußerte zum Auftakt der dreitägigen Konferenz seine Hoffnung, dass eine "historische Einigung" der Delegierten zu nachhaltigen Entwicklungsfragen sowie der Unterstützung ärmerer Länder bei der Nutzung erneuerbarer Energien in Reichweite sei. So seien seit dem Erdgipfel in Rio vor 20 Jahren nur langsame Fortschritte in Umweltfragen erzielt worden. Die Teilnehmer hatten sich noch vor Eintreffen der Staats- und Regierungschefs aus aller Welt auf eine gemeinsame Erklärung verständigt, die unter anderem ein Bekenntnis zum ökologischen Wirtschaften enthält sowie das Vorhaben, UN-Institutionen im Bereich Nachhaltigkeit zu stärken. Umwelt- und Hilfsorganisation äußerten sich jedoch enttäuscht. Bundesumweltminister Peter Altmaier bewertete den Kompromiss zurückhaltend. Es sei "ein Etappensieg" erreicht worden, sagte er.

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Die für diesen Donnerstag geplante Bekanntgabe des Siegers der Präsidentschaftswahl in Ägypten ist verschoben worden. Der angesetzte Termin sei hinfällig, weil nun Beschwerden beider Kandidaten der Stichwahl geprüft würden, teilte die Wahlkommission mit. Ein neuer Zeitpunkt für die Bekanntgabe wurde nicht genannt. Nach der Wahl vom vergangenen Sonntag hatte sich der gemäßigte Islamist Mohammed Mursi bereits am Montag zum Sieger erklärt. Mursis Muslimbruderschaft erklärte, der Politiker habe 52 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können. Das Wahlkampfteam seines Rivalen Ahmed Schafik widersprach dieser Darstellung. Schafik ist ein früherer General der Luftwaffe und war der letzte Regierungschef unter dem gestürzten Präsidenten Husni Mubarak. Viele Ägypter sehen den 70-jährigen Schafik deshalb als Vertreter des alten Regimes.

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Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen im Westen Libyens sind mehr als 100 Menschen innerhalb einer Woche getötet worden. Rund 500 weitere wurden in der Bergregion um die Stadt Sintan verletzt, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Die Armee hatte den Angaben zufolge aus Sorge vor einer weiteren Eskalation zunächst nicht einzugreifen gewagt. In den vergangenen zwei Tagen sei aber dank Vermittlungsbemühungen auf höchster Ebene wieder Ruhe eingekehrt, hieß es weiter. Ärzte und Sanitäter wurden nun in die Region geschickt, um die Verletzten zu versorgen und sie in Sicherheit zu bringen. Die Gefechte zwischen Kämpfern der Stadt Sintan und der Miliz des El-Maschaschia-Stammes waren am 11. Juni ausgebrochen. Auslöser war der Tod eines Manns aus Sintan an einem Kontrollposten der Maschaschia. Diese werfen wiederum der Brigade aus Sintan vor, die Ortschaft Scheguiga mit Panzern und Raketen beschossen zu haben.

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Die Spitzen von Regierung und Opposition sind im Kanzleramt zu einer neuen Verhandlungsrunde über den europäischen Fiskalpakt zusammengekommen. SPD und Grüne binden ihre Zustimmung bei der für den 29. Juni geplanten Abstimmung im Bundestag noch an Bedingungen. Unter anderem geht es um Entlastungen bei den Sozialleistungen der Kommunen. Grundsätzlich hat die Opposition aber den Willen zur Einigung unterstrichen. Der Fiskalpakt sieht unter anderem eine Schuldenbremse für öffentliche Haushalte vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) braucht zur Ratifizierung des Fiskalpakts wie auch des ständigen Euro-Rettungsschirms ESM in Bundestag und Bundesrat die Stimmen der Opposition. In beiden Kammern ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.

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In der südfranzösischen Stadt Toulouse hat ein Geiselnehmer die Polizei über Stunden hinweg die Polizei in Atem gehalten. Der Mann, der sich als Al-Kaida-Mitglied ausgab, brachte am Mittwochvormittag in einer Bankfiliale mehrere Menschen in seine Gewalt. Am Nachmittag überwältigten ihn die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei der 26-Jährige, der der Polizei wegen psychischer Probleme und Bagatelldelikten bekannt war, angeschossen worden. Der Fall weckte Erinnerungen an einen Serienmörder, der inspiriert vom Terronetzwerk Al-Kaida vor einem Vierteljahr im Raum Toulouse drei Soldaten, einen Rabbi und drei jüdische Schulkinder erschoss. Er war später von Polizisten eines Sondereinsatz-Kommandos in seiner Wohnung getötet worden.

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