1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

21.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der gestürzte tunesische Präsident Zine El Abidine Ben Ali und seine Ehefrau Leila Trabelsi sind wegen illegaler Bereicherung in Abwesenheit zu jeweils 35 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Richter in Tunis verhängte gegen die beiden zudem ein Geldstrafe von umgerechnet 46 Millionen Euro. Die tunesische Justiz hatte Ben Ali unter anderem die Veruntreuung von Staatsvermögen vorgeworfen. Der 74-Jährige hatte über einen Anwalt alle Anschuldigungen zurückweisen lassen und von einem politisch motivierten Prozess gesprochen. Der Prozess war der erste gegen den Ex-Präsidenten und seinen Clan. Gegen sie liegen insgesamt mehr als 90 Anklagepunkte vor. Vor einem Militärtribunal sollen später Anklagen wegen Mord, Folter und Geldwäsche verhandelt werden. Ben Ali und seine Familie leben seit seinem Sturz im Januar im Exil in Saudi Arabien.

***

US-Präsident Barack Obama und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan haben Syrien zu einem sofortigen Ende der Gewalt und konkreten Reformen aufgerufen. Obama und Erdogan seien sich in einem Telefonat einig gewesen, dass die syrische Führung die demokratischen Wünsche des Volkes respektieren müsse, hieß es aus dem US-Präsidialamt. Syriens Präsident Baschar al-Assad hatte am Montag in einer Rede politische Veränderungen in Aussicht gestellt, ohne Einzelheiten oder einen Zeitplan zu nennen. Assad stellte aber einen nationalen Dialog, in den auch die Opposition eingebunden werden solle sowie Änderungen der Verfassung in Aussicht. Oppositionsvertreter zeigten sich von der Ansprache enttäuscht, weil der Präsident deutlich gemacht hatte, dass er an der Macht festhalte. In mehreren Städten kam es wieder zu Demonstrationen. Die Außenminister der Europäischen Union kündigten weitere Sanktionen gegen die Führung in Damaskus an.

***

Die libysche Regierung hat der NATO erneut die Tötung von Zivilisten vorgeworfen. Bei einem Luftangriff auf das Anwesen eines Vertrauten von Machthaber Muammar al-Gaddafi seien am Montag mindestens 19 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim in Tripolis. Ibrahim sprach von einer terroristischen und feigen Tat, die durch nichts zu rechtfertigen sei. Die NATO wies die Anschuldigungen zurück. Das Bündnis habe einen Präzisionsangriff auf ein legitimes militärischen Ziel geflogen. Die NATO hatte erst am Sonntag eingestehen müssen, bei einem Luftangriff am Vortag Zivilisten getötet zu haben. Die EU-Außenminister beschlossen bei ihrem Treffen in Luxemburg weitere Sanktionen gegen Libyen. Die Bundesregierung erwägt angesichts der Finanznot der libyschen Aufständischen, eingefrorene Gelder des Gaddafi-Regimes zur Verfügung zu stellen.

***

Im Streit um die Sparpolitik des hoch verschuldeten Griechenlands hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zur Einigkeit aufgerufen. Nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou sagte Barroso in Brüssel, er gehe davon aus, dass der Regierungschef das Vertrauen des Parlaments in Athen erhalten werde. Der Kommissionschef zeigte Verständnis für die Nöte der Bürger in Griechenland angesichts der Einschnitte. Es gebe aber keinen leichteren Weg aus der Krise. - Die Abstimmung über die von Papandreou gestellte Vertrauensfrage ist für die Nacht zum Mittwoch angesetzt. Seine Sozialistische Partei verfügt im Parlament nur über eine knappe Mehrheit. Ende Juni entscheiden die Abgeordneten dann über ein neues Paket von Einsparungen und Privatisierungen. Die Finanzminister der Euro-Zone haben am Montag deutlich gemacht, dass Griechenland ohne Zustimmung des Parlaments zu diesem Programm kein frisches Geld erhalten werde.

***

Bei einem Flugzeugabsturz im Nordwesten Russlands sind 44 Menschen ums Leben gekommen. Acht der insgesamt 52 Menschen an Bord der Tupolew-Maschine hätten das Unglück verletzt überlebt, teilte das Katastrophenschutzministerium in Moskau mit. Das Flugzeug der Gesellschaft RusAir sei beim Landeanflug auf Petrosawodsk in Karelien abgestürzt. Beim Aufprall auf eine Autobahn nahe des Flughafens sei die Maschine in Flammen aufgegangen. Unglücksursache sei möglicherweise schlechtes Wetter, hieß es weiter.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wolkig und gebietsweise etwas Regen, nur an der Ostsee und ganz im Süden vielfach heiter. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 Grad im Norden und bis zu 30 Grad im Süden. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch unbeständig mit Schauern und Gewittern. Bei Höchstwerten zwischen 13 und 26 Grad etwas kühler.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema