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Nachrichten

21.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:00

Nachrichten von Donnerstag, 21. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Bahn-Streik wird beendet:

Millionen Bahnreisende in Deutschland können aufatmen: Die Lokführergewerkschaft GDL beendet ihre Streiks. Die Tarifparteien hätten sich auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt, teilten die GDL und die Bahn mit. Nach Angaben der Gewerkschaft wird der Streik um 19 Uhr offiziell beendet. Die GDL hat den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow als Schlichter benannt, die Bahn den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck. Für die Dauer der dreiwöchigen Schlichtung bis zum 17. Juni 2015 gilt die Friedenspflicht. Die Bahn will bis heute Mittag informieren, wann eine Wiederaufnahme des regulären Betriebs möglich ist.

IS übernimmt Kontrolle über antike syrische Stadt Palmyra:

Nach tagelangen Kämpfen hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) offenbar die gesamte syrische Stadt Palmyra unter ihre Kontrolle gebracht. Die Armee habe sich von allen Positionen in der Stadt und der Umgebung zurückgezogen, erklärten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und andere Aktivisten. Stützpunkte des Militärgeheimdiensts in der Wüste sowie der Militärflughafen und das Gefängnis seien aufgegeben worden. Das Staatsfernsehen meldet, eine regierungstreue Miliz habe fast alle Zivilisten in Sicherheit bringen können. Laut Beobachtungsstelle kontrolliert der IS nun die Hälfte Syriens. Experten befürchten eine Zerstörung der antiken Ruinen von Palmyra, die zum Weltkulturerbe zählen. Die Islamistenmiliz hatte in antiken Stätten wie Nimrud und Hatra im Irak schwere Zerstörungen angerichtet. Ein syrischer Behördenvertreter erklärte, Hunderte Statuen aus Palmyra seien an sichere Orte gebracht worden. Doch das Museum und die großen Monumente seien in Gefahr.

Merkel verlangt von Ukraine mehr Anstrengungen für Reformen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat von der Ukraine und Georgien weitere Reformen verlangt. In einer Regierungserklärung sagte sie im Bundestag, für eine Umsetzung der EU-Assoziierungsabkommen mit beiden Ländern seien dort noch "erhebliche Anstrengungen" erforderlich. Als wichtige Felder nannte sie einen stärkeren Kampf gegen Korruption sowie eine Stärkung des Justizwesens und der Wirtschaftsstruktur. Merkel machte davon auch Visaerleichterungen abhängig. Zugleich signalisierte sie, dass vor Jahresende dazu noch keine Entscheidung fallen werde. In der lettischen Hauptstadt Riga beginnt am Abend ein zweitägiger "Gipfel der Östlichen Partnerschaft" der EU mit sechs osteuropäischen Staaten. Wegen des Ukraine-Konflikts und der Spannungen mit Russland sucht die EU nach einer neuen Strategie im Umgang mit den Ex-Sowjetrepubliken Ukraine, Georgien, Moldau, Weißrussland, Armenien und Aserbaidschan. Moskau hat als Gegenmodell zur "Östlichen Partnerschaft" die Eurasische Wirtschaftsunion gegründet.

Milliarden-Strafe für Großbanken wegen Marktmanipulationen:

Die US-Regierung zieht fünf internationale Großbanken mit einer Milliardenstrafe für Tricksereien an den Finanzmärkten zur Rechenschaft. Die amerikanischen Geldhäuser JPMorgan und Citigroup sowie die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS) sowie die schweizerische UBS müssen insgesamt Bußgelder in Höhe von mehr als 5,6 Milliarden US-Dollar zahlen, wie Justizministerin Loretta Lynch in Washington bekanntgab. Am härtesten trifft es Barclays. Lynch bezeichnete das Verhalten der Finanzhäuser als "unverschämt". Alle Banken mussten sich krimineller Vergehen schuldig bekennen, weil ihre Angestellten Finanzmärkte manipuliert hatten. Devisenhändler sollen durch gemeinsame Betrügereien Wechselkurse zu ihrem Vorteil gesteuert haben.

Ölpest vor Küste Kaliforniens schlimmer als angenommen:

Nach der Panne an einer unterirdischen Öl-Pipeline im US-Bundesstaat Kalifornien ist die Ölpest vor der Küste von Santa Barbara schlimmer als zunächst angenommen. Der Ölteppich auf dem Pazifik erstrecke sich über 14 Kilometer, teilte die Küstenwache mit. Nach jüngsten Schätzungen der Behörden liefen aus der Pipeline 400.000 Liter Öl aus. 80.000 Liter sollen ins Meer gelangt sein. Das Leck an einer Leitung des Unternehmens Plains All American Pipeline war am Dienstag entdeckt worden. Es konnte später geschlossen werden. Mittlerweile ströme kein Öl mehr aus, teilte das Unternehmen in Houston in Texas mit. Am Strand Refugio Beach westlich von Santa Barbara versuchten Einsatzkräfte, den Strand mit Rechen von dem Öl zu befreien.

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