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Nachrichten

21.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:16

Nachrichten von Mittwoch, 21. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei zwei Bombenexplosionen auf einem belebten Markt in der nigerianischen Stadt Jos sind nach offiziellen Angaben mindestens 118 Menschen getötet worden. Es sei damit zu rechnen, dass unter den Trümmern eingestürzter Gebäude weitere Leichen gefunden würden, hieß es. Dutzende Menschen haben den Doppelanschlag verletzt überlebt. Eine Autobombe sei in einem Lastwagen gezündet worden, berichtete ein Offizier der Spezialeinsatzkräfte. Etwa zwanzig Minuten später sei eine zweite Bombe in einem Kleinbus explodiert. Laut Zeugenaussagen wurden dabei auch mehrere Sanitäter getötet, die bereits zum Tatort geeilt waren. Bisher hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt. Ein erster Verdacht fiel auf die islamistische Terrororganisation Boko Haram, die schon 2012 einen Angriff in der Nähe der Stadt Jos verübt hatte. Jos liegt an der Schnittstelle zwischen dem christlich geprägten Süden Nigerias und dem mehrheitlich muslimischen Norden.

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Ähnlich wie die NATO sieht auch die Ukraine bislang keine Anzeichen für einen Rückzug russischer Truppen von der gemeinsamen Grenze. Außenminister Andrej Deschtschiza sagte, die Führung in Kiew könne nicht bestätigen, dass einem entsprechenden Befehl von Kremlchef Wladimir Putin Taten gefolgt seien. Ukrainische Einheiten setzten unterdessen ihre "Anti-Terror-Aktion" gegen militante Protestführer im Osten des Landes fort. Nahe der Separatistenhochburg Slowjansk sei es zu Schusswechseln gekommen, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. In Dmitrowka nahe der Stadt Luhansk wurden bei Zusammenstößen drei Kämpfer verletzt. Nach zwei weitgehend ergebnislosen Runden sollen an diesem Mittwoch die Gespräche zur Lösung der Krise fortgesetzt werden. Der dritte Runde Tisch beginnt voraussichtlich am Mittag in Nikolajew, einer Stadt in der Nähe der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim.

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Wegen des Mordes an der russischen Journalistin und Regierungskritikerin Anna Politkowskaja sind alle fünf Angeklagten schuldig gesprochen worden. Ein Schwurgericht in Moskau sah es als erwiesen an, dass die Männer in das Attentat im Jahr 2006 verwickelt waren. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax. Danach wird das Strafmaß an diesem Mittwoch verkündet. Politkowskaja, die als scharfe Kritikerin von Präsident Wladimir Putin galt, war vor mehr als sieben Jahren im Flur ihres Moskauer Wohnhauses erschossen worden. Sie hatte unter anderem über Menschenrechtsverletzungen während des Krieges in Tschetschenien berichtet. Die Verurteilten sind drei Brüder aus Tschetschenien, darunter der mutmaßliche Todesschütze, sowie deren Onkel und ein früherer Moskauer Polizeioffizier. Wer den Mord an der Journalistin in Auftrag gab, ist bis heute ungeklärt.

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Wenige Wochen nach der schweren Panne bei einer Hinrichtung im US-Bundesstaat Oklahoma ist eine geplante Exekution im Staat Missouri ausgesetzt worden. Dies entschied ein Berufungsgericht nach Angaben des Fernsehsenders NBC. Aufgrund einer seltenen Vorerkrankung sei zu befürchten, dass der verurteilte Mörder "verfassungswidrige Qualen" erleiden würde. Er sollte an diesem Mittwoch mit einer Giftspritze getötet werden. Für den Fall, dass es ähnlich wie in Oklahoma zu Komplikationen kommt, hatte der Häftling verlangt, seine Exekution per Video festzuhalten. Dies hatte eine Vorinstanz ebenso abgelehnt wie die geforderte Auskunft über die Giftstoffe, die eingesetzt werden. In Oklahoma war die Hinrichtung eines Todeskandidaten Ende April nach wenigen Minuten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Nach einer Dreiviertelstunde erlitt der Mann einen tödlichen Herzinfarkt.

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Rund drei Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Polizei im Gastgeberland Brasilien einen 24-stündigen Streik angekündigt. Betroffen sind 14 der 26 Bundesstaaten, wie die Polizeigewerkschaft mitteilte. Die Beamten protestieren damit für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. In den bestreikten Bundesstaaten finden auch WM-Spiele statt. Die für die öffentliche Sicherheit zuständige Militärpolizei hatte in der vergangenen Woche die Arbeit im nordöstlichen Staat Pernambuco kurzzeitig niedergelegt. Im WM-Spielort Recife, wo die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes Vorrundenspiel bestreitet, war es daraufhin zu Plünderungen gekommen. Rio de Janeiro bereitet sich für die Fußball-WM auf einen der größten Polizeieinsätze seiner Geschichte vor. Insgesamt sollten im Großraum der Millionen-Metropole bis zu 20.000 Sicherheitskräfte eingesetzt werden, teilten die Behörden mit. In der Stadt am Zuckerhut findet am 13. Juli auch das Finale statt.

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