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Nachrichten

21.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In den USA sind bei einem der mächtigsten Tornados seit Jahren im Bundesstaat Oklahoma nach neuen Angaben mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Menschen hätten Verletzungen erlitten, meldeten US-Medien. In einer Vorstadt von Oklahoma-City machte der Wirbelsturm eine Grundschule dem Erdboden gleich. Unter den Trümmern werden weitere Todesopfer befürchtet. Insgesamt zerstörte der Tornado mehr als 300 Häuser. US-Präsident Barack Obama erklärte die betroffene Region in Oklahoma zum Notstandsgebiet und kündigte Hilfen des Bundes an.

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Nach dem Scheitern des Projekts der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" gerät Verteidigungsminister Thomas de Maizière immer stärker unter Druck. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung war es offenbar rechtswidrig, dass das Ministerium dem Bundesrechnungshof Informationen zu dem Projekt vorenthielt. Das gehe aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags hervor, schreibt das Blatt. Das Ministerium hatte die teilweise Schwärzung von Unterlagen mit einer Schweigeklausel im Vertrag mit dem US-Drohnen-Hersteller begründet. De Maizière hatte das Drohnenprojekt, das bereits mehr als eine halbe Milliarde Euro gekostet hat, vergangene Woche gestoppt. Die Opposition verlangt detailliert Aufklärung, warum das nicht früher geschah.

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An der syrisch-israelischen Grenze ist es erneut zu einem Schusswechsel gekommen. Wie das Militär in Tel Aviv mitteilte, wurde eine israelische Patrouille auf den Golan-Höhen von Syrien aus unter Beschuss genommen. Das Fahrzeug der Patrouille sei beschädigt worden, es habe aber keine Verletzten gegeben. Die israelischen Soldaten hätten das Feuer erwidert und die Schützen auf der anderen Seite der Grenze getroffen. Unklar ist, wer von Syrien aus das Feuer eröffnet hat. Die Schiitenmiliz Hisbollah aus dem Libanon, die im syrischen Bürgerkrieg auf der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad kämpft, hatte Angriffe an den Golanhöhen angekündigt.

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Guatemalas Verfassungsgericht hat das Urteil gegen den früheren Machthaber Efraín Ríos Montt aufgehoben. Während der mündlichen Verhandlung seien der Strafkammer Verfahrensfehler unterlaufen, zitierte die Zeitung "El Periódico" aus der Begründung. So seien die Rechte der Verteidigung beschnitten worden. Ríos Montt war am 10. Mai wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Während seiner Herrschaft von März 1982 bis August 1983 soll er für Mord, Folter und die Zwangsumsiedlung tausender Indios verantwortlich gewesen sein.

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Der US-Konzern Apple hat nach einem Bericht des US-Senats durch ein komplexes Geflecht aus vielfach im Ausland angesiedelten Firmen in den USA Steuerzahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe vermieden. Die Untersuchung wirft Apple nicht vor, illegal gehandelt zu haben, sondern weist auf Gesetzeslücken in den USA hin, die der iPhone-Hersteller und viele andere Großkonzerne massiv zur Steuervermeidung nutzen. Laut Bericht verfügt Apple über 145 Milliarden Dollar Barreserven, von denen 102 Milliarden außerhalb der USA lägen, um Steuern zu sparen.

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