1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

21.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Aufstockung der UN-Beobachtertruppe für Syrien ist einen Schritt näher gerückt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats erzielten eine vorläufige Einigung auf eine Resolution, die eine Ausweitung von 30 auf 300 Beobachter vorsieht. In dem Entwurf werden die syrische Regierung und die Opposition auch dazu aufgefordert, umgehend die Gewalt einzustellen und den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan umzusetzen. Eine endgültige Abstimmung im Sicherheitsrat war für diesen Samstag vorgesehen. Der russische Botschafter Witali Tschurkin erklärte, er hoffe auf ein einstimmiges Votum. Der Entwurf ist ein Kompromiss aus zwei Texten, die von Russland beziehungsweise den Europäern eingebracht worden waren. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll nun letztendlich darüber entscheiden, ob es sicher genug ist, die unbewaffneten Beobachter nach Syrien zu schicken.

***

Angesichts weiter zunehmender Spannungen zwischen Serben und Albanern im Norden des Kosovo wird die Bundeswehr nach einem Medienbericht zusätzliche Soldaten auf den Balkan entsenden. Wie "Spiegel Online" berichtete, sei dem Wunsch der Nato-geführten Schutztruppe KFOR, kurzfristig eine 550 Mann starke deutsche Eingreiftruppe zu entsenden, zugestimmt worden. Dies habe das Einsatzführungskommando in Potsdam ausgewählten Parlamentariern mitgeteilt. Verstärkt durch 150 Österreicher solle die "Operational Reserve Force" (ORF) eine befürchtete Gewalteskalation rund um die Wahlen in Serbien Anfang Mai verhindern, die Belgrad auch im serbisch dominierten Norden des Albaner-Staats Kosovo abhalten wollte. Die ORF sei erst vor einigen Wochen schrittweise abgezogen worden. Nun solle sie laut Planung ab dem 1. Mai wieder vor Ort einsatzbereit sein.

***

Die konservative spanische Regierung hat unter dem Druck der Finanzmärkte weitere Kürzungen zur Sanierung des Staatshaushaltes beschlossen. Insgesamt sollen rund zehn Milliarden Euro eingespart werden. Davon entfallen sieben Milliarden auf das Gesundheitswesen und drei Milliarden auf die Schulen und andere Bildungsbereiche. Die großen Gewerkschaftsverbände kündigten für Ende des Monats weitere Proteste an. Die Rendite für spanische Staatsanleihen war im Laufe der Woche deutlich angestiegen, was zu einer starken Nervosität an den Finanzmärkten führte.

***

Die Mittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Krisenbekämpfung werden um 430 Milliarden Dollar erhöht. Darauf haben sich die Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer - G20 - bei ihrer Frühjahrstagung in Washington verständigt. IWF-Chefin Christine Lagarde erklärte, die Möglichkeiten des Währungsfonds zur Kreditvergabe hätten sich damit fast verdoppelt. Mit den Zusagen habe die internationale Gemeinschaft ihre Entschlossenheit signalisiert, die globale finanzielle Stabilität abzusichern und die Erholung der Weltwirtschaft auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Die Gesamtsumme des IWF liegt nun bei über einer Billion Dollar. Am Rande des Treffens in Washington wies Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble Forderungen nach weiteren Hilfsmaßnahmen der Euro-Länder gegen die weltweite Schuldenkrise zurück.

***

Vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain hat es weitere Proteste und Ausschreitungen gegeben. In den Vororten der Hauptstadt Manama ging die Polizei mit Tränengas und Blendgranaten gegen Demonstranten vor. Die Opposition kündigte an, das umstrittene Autorennen am Sonntag mit "Tagen des Zorns" begleiten zu wollen. Im Vorjahr war das Rennen in Bahrain wegen blutiger Unruhen zweimal abgesagt worden. Die Opposition fordert, dass aus dem Königreich Bahrain eine parlamentarische Demokratie wird.

***

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Pakistan haben die Behörden keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Eine Boeing 737-200 war mit 127 Menschen an Bord beim Landeanflug auf Islamabad abgestürzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten in der Umgebung des internationalen Flughafens der Stadt schlechte Wetterverhältnisse. Die Maschine der lokalen Fluggesellschaft Bhoja Air befand sich auf dem Weg aus der pakistanischen Stadt Karatschi nach Islamabad. Die Regierung verhängte gegen den Besitzer der Airline, Farooq Bhoja, ein Ausreiseverbot. Gegen ihn wurden Ermittlungen eingeleitet.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema