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Nachrichten

21.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Eliteeinheiten der französischen Polizei haben nach den Attentaten von Toulouse am frühen Mittwochmorgen einen Großeinsatz begonnen. Er gilt einem 24-Jährigen, der sich in einem Haus verschanzt hält. Bei dem Einsatz fielen Schüsse, drei Beamte wurden nach Angaben von Innenminister Claude Guéant verletzt. Aus Ermittlerkreisen verlautete, man sei sehr zuversichtlich, dass der Verdächtige der Todesschütze sei. Der Mann sei in der Vergangenheit in die Unruhegebiete an der pakistanisch-afghanischen Grenze gereist. Er habe erklärt, dass er zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehöre und er habe "palästinensische Kinder rächen" und die französische Armee angreifen wollen. Guéant teilte mit, dass im Zusammenhang mit der Mordserie in Toulouse weitere Operationen gegen Unterstützernetzwerke begonnen hätten.

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Vor der indonesischen Botschaft in Paris ist eine Paketbombe explodiert. Dabei sei niemand verletzt worden, hieß es aus einer Polizeiquelle. Nach ersten Erkenntnissen sahen Zeugen drei Männer, die ein Paket in der Nähe des Gebäudes im 16. Pariser Arrondissement ablegten. Ein Mitarbeiter der Botschaft habe das Paket entdeckt und sich rechtzeigtig in Sicherheit gebracht, bevor es explodierte. Die Wucht der Detonation beschädigte in einem Umkreis von 50 Metern mehrere Fahrzeuge.

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Das griechische Parlament hat in der Nacht zum Mittwoch mit großer Mehrheit das zweite Rettungspaket gebilligt. Nur Abgeordnete der linken und rechten Opposition stimmten gegen das Paket von 130 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon die Eurogruppe zugestimmt. Damit hat die griechische Übergangsregierung unter dem Finanzexperten Lucas Papademos alle Gesetze durch das Parlament gebracht, um den drohenden Staatsbankrott Griechenlands abzuwenden. Wann vorgezogene Neuwahlen stattfinden, soll kommende Woche festgelegt werden. Griechische Medien erwarten den Urnengang am 29. April oder am 6. Mai.

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Im Streit um ihre Sparpolitik hat die tschechische Regierung ein Misstrauensvotum überstanden. Im Parlament sprachen 113 Abgeordnete der Regierung ihr Vertrauen aus, 85 stimmten für das Misstrauensvotum gegen die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Petr Necas. In der vorangegangenen Debatte kritisierten linke Oppositionspolitiker, die Kürzungen im Haushalt und die Erhöhung der Mehrwertsteuer träfen vor allem sozial Schwache, Rentner und Behinderte. In den vergangenen Tagen hatten in Tschechien mehrere Großdemonstrationen gegen die Einsparungen im Sozial- und Gesundheitswesen stattgefunden.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat abermals die Lage in Syrien als extrem gefährlich beschrieben und vor massiven weltweiten Auswirkungen gewarnt. Die Weltgemeinschaft habe eine Verantwortung, für eine Lösung dieser schweren und extrem gefährlichen Krise zu arbeiten, sagte Ban in Jakarta. Es drohten gewaltige Auswirkungen auf die Region und die Welt. Bans Warnung kommt einen Tag nachdem der UN-Sicherheitsrat erneut versucht hatte, sich auf eine Syrien-Erklärung zu einigen. Die Sitzung des höchsten UN-Gremiums ging am Dienstagabend ohne Ergebnis zu Ende. Ban teilte außerdem mit, dass der Syrienbeauftragte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Kofi Annan, im Rahmen seiner Friedensmission "sehr bald" nach Syrien zurückkehren werde.

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