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Nachrichten

21.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOKIO: Aus dem schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind mehrere Einsatzkräfte abgezogen und in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco stieg aus Reaktorblock drei, in dem das hochgefährliche Plutonium lagert, wieder Rauch auf. Techniker hatte zuvor von einem deutlichen Druckanstieg berichtet. Laut Tepco haben inzwischen wieder alle sechs Blöcke Strom. Zuletzt seien die besonders beschädigten Blöcke drei und vier wieder ans Netz angeschlossen worden. In einem nahegelegenen Dorf, aber auch im 250 Kilometer entfernten Tokio wurde wieder erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser gemessen. Proben bei Gemüse und Milch aus der umliegenden Landwirtschaft überschritten die Grenzwerte für radioaktives Jod oder Cäsium teilweise um ein Vielfaches.

TRIPOLIS: Streitkräfte der westlichen Alliierten haben in der Nacht zum Montag ihre Luftangriffe auf Ziele in Libyen fortgesetzt. Im Süden der Hauptstadt Tripolis wurde ein Gebäude der Residenz von Machthaber Gaddafi zerstört. Dort war nach Angaben der internationalen Einsatzkräfte ein militärisches Kommando- und Kontrollzentrum untergebracht. Zuvor hatten amerikanische Militärs die bisherigen Angriffe mit Marschflugkörpern und Kampfflugzeugen als erfolgreich beschrieben. Die von den Vereinten Nationen geforderte Flugverbotszone über Libyen sei faktisch durchgesetzt. Dessen ungeachtet griffen Gaddafi-Truppen nach Angaben des Senders Al Arabija am Montag Stellungen der Aufständischen in Al-Sintan an. - Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Mussa, betonte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit UN-Generalsekretär Ban in Kairo, sein Staatenbund respektiere den Beschluss des Weltsicherheitsrats zur Flugverbotszone.

BERLIN: Einen Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommen in Berlin die Spitzen der Bundestagsparteien zusammen, um über das Ergebnis zu beraten. Dabei dürften sie ihren Blick auch schon auf das kommende Wochenende richten, wenn in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neue Landesparlamente gewählt werden. Bei der Wahl am Sonntag hatte die CDU trotz leichter Verluste mit 32,5 Prozent ihre Spitzenposition verteidigt. Zweitstärkste Fraktion wurde die Linkspartei mit 23,7 Prozent vor der SPD mit 21,5 Prozent. Die Grünen schafften mit 7,1 Prozent nach 13 Jahren den Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag. Die FDP scheiterte ebenso an der Fünf-Prozent-Hürde wie die rechtsextreme NPD. Damit zeichnet sich in dem ostdeutschen Bundesland eine Neuauflage der großen Koalition ab.

BERLIN: Die Steuereinnahmen des Staates sind in Februar kräftig gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat nahmen Bund und Länder fast zehn Prozent mehr Stueuern ein als im Vorjahresmonat. Das geht aus dem jüngsten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Die verbesserte Beschäftigungslage spiegle sich in einem Anstieg der Lohnsteuereinnahmen um gut elf Prozent und der Umsatzsteuer um 13,5 Prozent wider. Die Zuwachsraten seien vor allem deshalb so hoch, weil das Steueraufkommen vor einem Jahr krisenbedingt noch sehr schwach war. Im Jahresverlauf sei deshalb mit einer Abschwächung der Zuwächse zu rechnen.

MÜNCHEN: Kurz vor einem neuen Spitzentreffen zur Zukunft der deutschen Energieversorgung zeichnet sich in der schwarz-gelben Koalition Einvernehmen über einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze ab. Bundesumweltminister Röttgen (CDU) stellte sich ausdrücklich hinter einen entsprechenden Vorstoß von Wirtschaftsminister Brüderle (FDP). Der beschleunigte Ausbau der Netze sei eine zentrale Voraussetzung zum Ausbau erneuerbarer Energien, sagte Röttgen der "Süddeutschen Zeitung".

PORT-AU-PRINCE: Die Stichwahl für das Präsidentenamt im krisengeschüttelten Haiti ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen weitgehend friedlich verlaufen. Der Chef der UN-Friedensmission, Mulet, sprach in der Hauptstadt Port-au-Prince zudem von einer unerwartet hohen Beteiligung. In der ersten Runde Ende November hatten sich die ehemalige First Lady Mirlande Manigat und der Musiker Michel Martelly für die Entscheidung qualifiziert. Die Behörden kündigten für den 31. März ein vorläufiges Ergebnis an und für den 16. April das Endergebnis.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall viel Sonne und trocken, nur im Norden in Küstennähe kompaktere Wolken, vereinzelt etwas Regen. Höchstwerte zwischen fünf und 15 Grad.

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