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Nachrichten

21.02.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Bulgarien sind die Demonstrationen auch nach dem Scheitern der bürgerlichen Regierung weitergegangen. Nach tagelangen Kundgebungen und Ausschreitungen hatte Ministerpräsident Boiko Borissow mit seinem gesamten Kabinett den Rücktritt eingereicht. Trotzdem gingen am Abend in Sofia wieder Tausende auf die Straße, um hohe Strompreise und ausländische Monopole anzuprangern. Vor dem Parlament verhinderte ein starkes Polizeiaufgebot Zusammenstöße zwischen Gegnern und Anhängern Borissows. Proteste gab es auch in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas, in Blagoewgrad und in Wraza. Für Sonntag wurde eine Großdemonstration "gegen die gesamte politische Klasse" angekündigt.

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Vor der Parlamentswahl in Italien am Sonntag hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, eindringlich vor einer Wiederwahl des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gewarnt. Berlusconi habe Italien "schon einmal durch unverantwortliches Regierungshandeln und persönliche Eskapaden ins Trudeln gebracht", sagte der SPD-Politiker der "Bild". Bei den Wahlen gehe es für die Italiener auch darum, nicht das Vertrauen zu verspielen, das man durch Premier Mario Monti erst gewonnen habe. 2003 war es zwischen Schulz und Berlusconi im Europaparlament zum Eklat gekommen, als der Italiener über den Deutschen sagte, dieser könne einen KZ-Aufseher in einem Film spielen.

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Die deutsche Bundesregierung stellt die Bundeswehr auf einen langen Einsatz im westafrikanischen Krisenland Mali ein. Man stehe in Mali "am Anfang eines langen Weges" und brauche "wohl Geduld und Ausdauer", sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) im Parlament zum Auftakt der Beratungen über die Entsendung von bis zu 330 deutschen Soldaten. Der Aufbau von Sicherheitsstrukturen dauere erfahrungsgemäß länger als es die anfängliche Planung vorsehe. Im Bundestag zeichnete sich eine breite Zustimmung für den Einsatz ab. Von den fünf Fraktion ist nur die Linkspartei dagegen. Die Bundeswehr soll malische Pioniere ausbilden, ein Feldlazarett betreiben und den internationalen Kampfeinsatz gegen islamistische Rebellen künftig nicht nur mit Transport-, sondern auch mit Tankflugzeugen unterstützen.

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Der neue US-Außenminister John Kerry hat den globalen Führungsanspruch Washingtons betont. Amerika dürfe nicht der Versuchung erliegen, sich zurückzuziehen. Außenpolitik beeinflusse heute auch die Weltwirtschaft und damit das Wohlergehen der Amerikaner zu Hause, sagte Kerry in einer seiner ersten größeren Reden seit der Amtsübernahme an der University of Virginia in Charlottesville. Er warnte daher vor einer Kürzung der Budgets für Diplomatie und Entwicklungshilfe. Der neue Chefdiplomat der USA wird auf seiner ersten Auslandsreise als Minister nächste Woche auch Berlin besuchen.

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Eine Delegation von sieben Mitgliedern des US-Kongresses hat sich bei einem Besuch in Kuba für bessere Beziehungen zwischen beiden Staaten ausgesprochen. Nach einer Unterredung mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro in Havanna sagte Senator Patrick Leahy als Leiter der Delegation, beide Seiten hätten über die bestehenden Hindernisse und die Notwendigkeit einer Verbesserung des Verhältnisses gesprochen.

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Der leitende Polizeiermittler im Mordfall des Paralympics-Stars Oscar Pistorius steht selbst unter dem Verdacht des versuchten Mordes. Nach Angaben der Polizei in Pretoria wird gegen Hilton Botha wegen siebenfachen versuchten Mordes ermittelt. Zwar sei der Fall aus dem Jahr 2011 zwischenzeitlich fallengelassen worden, er werde nun aber wieder aufgenommen. Es handele sich um einen Vorfall aus dem Jahr 2009, als der Polizeioffizier versucht habe, ein Taxi durch Schüsse zu stoppen. Der Profisportler Pistorius wird verdächtigt, seine Freundin, das Fotomodel Reeva Steenkamp, vor einer Woche wissentlich erschossen zu haben. Seine Verteidigung erklärt, dies sei versehentlich geschehen.

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Die schottische Soul-Sängerin Emeli Sandé und der englische Sänger Ben Howard sind mit je zwei Trophäen die großen Gewinner bei der Verleihung der Brit Awards 2013. Die Brit Awards sind nach den Grammys die wohl renommiertesten Musikpreise weltweit. Sandé gewann in London nach dem Preis für die beste weibliche Solokünstlerin aus Großbritannien auch den Hauptpreis des Abends: Ihr Debüt "Our Version of Events" wurde als bestes Album bewertet. Howard erhielt die Auszeichnung als aufsehenerregendster Senkrechtstarter sowie als bester männlicher Solokünstler.

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