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Nachrichten

21.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Jean-Claude Juncker, Christine Lagarde und Olli Rehn Treffen EU Finanzminister Brüssel

Ein neues Rettungspaket soll Griechenland aus der Schuldenkrise helfen

Die Euro-Länder haben ein zweites Rettungspaket für Griechenland geschnürt. Allerdings mussten die Finanzminister rund 13 Stunden lang zäh verhandeln, bis sie sich einigen konnten. Wie bereits vorher vereinbart, ist das Volumen der öffentlichen Hilfen auf 130 Milliarden Euro bis 2014 begrenzt. Um trotz der deutlich verschlechterten Lage in Griechenland einen Schuldenabbau auf rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erreichen, sollen die privaten Gläubiger dem Mittelmeer-Land mehr Schulden freiwillig erlassen. Auch die Notenbanken sollen einen Beitrag leisten und können Gewinne aus griechischen Staatsanleihen über die Mitgliedstaaten zur Sanierung Griechenlands ausschütten. Im Gegenzug muss sich die Regierung in Athen zu weiteren Sparprogrammen verpflichten. Dabei wird sie noch schärfer von den internationalen Gebern, den Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), überwacht. Wie von Deutschland gefordert, wird Griechenland ein Sonderkonto zur Schuldentilgung einrichten, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.

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Das ungarische Parlament hat sich für den Beitritt des hochverschuldeten Landes zum Fiskalpakt der Europäischen Union ausgesprochen. Für den politischen Kurs des rechts-konservativen Kabinetts unter Ministerpräsident Viktor Orban stimmten die Abgeordneten der regierenden Fidesz-Partei und der oppositionellen Sozialisten. Nein-Stimmen kamen von der rechtsextremistischen Partei Jobbik (Die Besseren), Enthaltungen von der LMP (Politik kann anders sein). Der Haushaltspakt zur Stärkung des Euro sieht automatische Sanktionen für Defizitsünder und die Verankerung einer Schuldenbremse in nationalem Recht vor. Unterzeichnet werden soll er bei einem EU-Gipfel Anfang März. Als einzige EU-Staaten lehnen Großbritannien und Tschechien das Abkommen ab.

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Mit der Wahl eines neuen Präsidenten wird an diesem Dienstag im Jemen ein Schlussstrich unter die 33-jährige Herrschaft von Staatschef Ali Abdallah Saleh gezogen. Als einziger Kandidat bewirbt sich Salehs Stellvertreter Abd Rabbo Mansur Hadi für das Amt. Der 66-jährige Kompromisskandidat von Regierungs- und Oppositionskräften soll den Jemen für eine Übergangszeit von zwei Jahren führen. Dann gibt es eine neue Wahl. Saleh war im Januar nach monatelangen Protesten der Bevölkerung und bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in die USA ausgereist, zur medizinischen Behandlung, hieß es.

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In der westsudanesischen Krisenregion Darfur haben Rebellen 49 am Sonntag in ihre Gewalt gebrachte UN-Soldaten wieder freigelassen. Drei zusammen mit ihnen gekidnappte Sudanesen hielten sie zunächst jedoch weiter fest. Es werde überprüft, ob sie sudanesische Geheimdienstagenten seien, hieß es. Eine UN-Sprecherin betonte, die drei Zivilisten arbeiteten ebenso wie die freigelassenen Blauhelmsoldaten für die gemeinsame Mission von UN und Afrikanischer Union im Sudan. - Die JEM-Rebellen gehören einer Allianz von sudanesischen Aufständischen an, die seit Jahren in Darfur und im Süden des Landes versuchen, die Zentralregierung in Khartum unter Staatschef Omar Hassan al-Baschir zu stürzen. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag erließ 2009 gegen Baschir wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen in Darfur einen Haftbefehl.

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Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat ihren Streik am größten deutschen Airport Frankfurt nochmals verlängert. Der ursprünglich bis Mittwochfrüh geplante Arbeitskampf wird nun bis Freitagabend ausgedehnt, wie ein Sprecher in Frankfurt am Main mitteilte. Der Ausstand der rund 200 Vorfeld-Mitarbeiter hatte Montagfrüh begonnen. Dennoch fanden nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport an diesem Tag 80 Prozent der Flüge statt. Nur 240 der 1250 Starts und Landungen mussten danach gestrichen werden. Fraport setzt an den Positionen der Streikenden ehemalige Vorfeld-Beschäftigte und eigens dafür ausgebildete Mitarbeiter ein. Die Forderungen der Gewerkschaft hält das Unternehmen für überzogen. Die GdF will deutlich höhere Einkommen und einen eigenen Tarifvertrag für die Beschäftigten.

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