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Flüchtlinge

21 Flüchtlinge im Schwarzen Meer ertrunken

Früher führte die Hauptroute für Migrantenboote über die Ägäis. Inzwischen weichen die Schleuser auf einen anderen Kurs aus. Er ist hunderte Kilometer länger - und kann genauso tödlich sein.

Türkei Flüchtlinge Opfer (Getty Images/Str)

Die geborgenen Leichen der ertrunkenen Flüchtlinge werden übergeführt

Bei einem Schiffsunglück vor der türkischen Schwarzmeerküste sind mindestens 21 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Nach mehreren Vermissten werde noch gesucht, teilte die türkische Küstenwache mit.

Ein Behördenvertreter sagte, es seien wohl bis zu 70 Menschen an Bord des Fischkutters gewesen, der etwa 120 Kilometer nördlich des türkischen Küstenortes Kefken sank. Die meisten Flüchtlinge stammten demnach aus dem Irak. Wo das Fischerboot abgelegt hatte und welches Ziel es ansteuerte, ist unklar. Vermutlich wollten die Menschen Rumänien und damit den Boden der Europäischen Union erreichen.

Türkei Rumänien Flüchtlinge Schwarzes Meer (Getty Images/AFP/D. Mihailescu)

Ein Schiff der rumänischen Küstenwache (links) nähert sich einem Flüchtlingsboot (Archivbild)

Zuletzt kamen immer mehr Flüchtlinge über die Türkei und das Schwarze Meer nach Rumänien. Seit August brachte die rumänische Küstenwache im Schwarzen Meer mehrere Schiffe mit insgesamt mindestens 400 Flüchtlingen auf.

Auf dem Höhepunkt des Flüchtlingsansturms hatten Migranten für ihren Weg in die EU vor allem die wesentlich kürzere Route von der Türkei über die Ägäis nach Griechenland gewählt. Im Rahmen des Flüchtlingspaktes mit der EU verschärfte die Türkei die Kontrollen an der Ägäisküste jedoch deutlich. Seit März 2016 ist diese Route praktisch vollständig blockiert.

jj/se (dpa, afp)

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