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Nachrichten

20.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die israelischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen auch in der Nacht fortgesetzt. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben zwei Menschen getötet. Militante Palästinenser feuerten ihrerseits Raketen auf israelisches Gebiet ab. Im Rahmen der Bemühungen um ein Ende der eskalierenden Gewalt ist Bundesaußenminister Guido Westerwelle mit Israels Präsident Schimon Peres in Jerusalem zusammengekommen. Dabei unterstrich er Israels Recht auf Selbstverteidigung, forderte jedoch weitere Bemühungen für einen raschen Waffenstillstand. Ein Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas stehen noch an. In Ägypten werden die Bemühungen um einen Waffenstillstand fortgesetzt. - Nach einem Bericht des Fernsehsenders al-Arabija machten die Vermittler Fortschritte. Beraten werde über ein Ende der Raketenangriffe und über eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief beide Seiten zu einem Ende der Gewalt auf.

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Bei Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten in Kairo sind nach Angaben von Ärzten bis zu 70 Menschen verletzt worden. Im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt warfen mehrere hundert Protestierer mit Steinen auf die Sicherheitskräfte, die ihrerseits mit Tränengas gegen die Menge vorgingen. Hunderte Menschen hatten zuvor auch eine Betonmauer eingerissen. Sie war im vergangenen Jahr errichtet worden, um Demonstranten daran zu hindern, vom Tahrir-Platz zum Hauptquartier der Sicherheitskräfte zu gelangen. Die Demonstranten wollten an die rund 45 Menschen erinnern, die im November 2011 bei der Niederschlagung von Protesten gegen den damals in Ägypten herrschenden Militärrat getötet worden waren.

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US-Präsident Barack Obama und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao haben sich am Rande des Gipfels asiatischer Länder in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh getroffen. Bei der gemeinsamen Erklärung sagte Obama, es sei wichtig, dass beide Länder klare Regeln für Handel und Investitionen festlegten. Wen gratulierte Obama zu seiner Wiederwahl und unterstrich seine Bereitschaft in wirtschaftlichen Fragen mit den USA zusammenzuarbeiten. Über den Territorialstreit im südchinesischen Meer äußerten sich Obama und Wen nicht. China beansprucht weite Teile des Südchinesischen Meers. Die Philippinen, Vietnam, Malaysia und Brunei sehen allerdings einige Inseln als zu ihrem Territorium zugehörig. Die Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean tagen seit Sonntag in Kambodscha.

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Frankreich hat seinen Kampfeinsatz in Afghanistan offiziell beendet. Die letzten 400 Soldaten der Kampftruppen zogen am Morgen aus der Provinz Kapisa in Richtung der Hauptstadt Kabul ab. Präsident François Hollande hatte den ursprünglich ein Jahr später geplanten Termin auf Ende 2012 vorgezogen. Bereits im Juli hatten die französischen Streitkräfte offiziell die Sicherheitsverantwortung an ihre afghanischen Kollegen übergeben. Die nordöstlich von Kabul gelegene Provinz gilt als äußerst unruhig. Von den noch insgesamt 2200 französischen Soldaten in Afghanistan sollen etwa 700 bis zum Jahresende nach Frankreich zurückkehren. - 1500 Soldaten bleiben in der Hauptstadt Kabul und werden bis zum Sommer 2013 den vollständigen Abzug Frankreichs abwickeln.

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Frankreich besitzt bei der Ratingagentur Moody's keine Topbonität mehr. Moody's stufte die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes am späten Montag um eine Note von "Aaa" auf "Aa1" herab. Auch der Ausblick bleibt negativ, damit droht eine weitere Abstufung. Moody's begründete den Schritt damit, dass Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten sich eingetrübt hätten. Das Land habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, erklärte die Ratingagentur in Frankfurt. Ebenso sei immer weniger berechenbar, wie Frankreich künftige Schocks in der Eurozone verkrafte. Ein schlechteres Rating kann die Geldbeschaffung am Kapitalmarkt erschweren und verteuern.

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Das Bundesarbeitsgericht entscheidet an diesem Dienstag über die Zulässigkeit von Streiks in kirchlichen Einrichtungen. Auf der Tagesordnung stehen zwei Verfahren in evangelischen Häusern. In beiden Fällen hatten sich Landesarbeitsgerichte gegen ein generelles Streikverbot ausgesprochen. Dagegen erhoben die Einrichtungsträger Einspruch. Sie machen das grundgesetzlich geschützte Recht der Kirchen geltend, ihr Arbeitsrecht selbstständig zu regeln. Von dem erwarteten Grundsatzurteil des in Erfurt ansässigen Gerichts sind bundesweit über 1,2 Millionen Arbeitnehmer betroffen.

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