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Nachrichten

20.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im hoch verschuldeten Griechenland gehen die Streiks und Proteste gegen das neue Sparprogramm der Regierung weiter. Vor allem die Beschäftigten im öffentlichen Dienst legten den zweiten Tag in Folge die Arbeit nieder. Hingegen normalisierte sich der Flugverkehr nach dem Ende des Streiks der Fluglotsen. - Am Mittwoch hatten die Streikaktionen das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahmgelegt. In Athen und anderen Städten demonstrierten zehntausende Menschen gegen die Regierung. - Der Protest richtet sich gegen das neue Sparpaket, das die Entlassung von Staatsbediensteten sowie weitere Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst ermöglicht. Im Parlament in Athen steht an diesem Donnerstag die entscheidende Abstimmung über das sogenannte Multi-Spargesetz an. In erster Lesung wurde das Paket mit den Stimmen aller 154 Abgeordneten der sozialistischen PASOK-Partei von Ministerpräsident Giorgos Papandreou bereits gebilligt.

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Wenige Tage vor dem EU-Gipfel in Brüssel haben Deutschland und Frankreich einen weiteren Anlauf unternommen, einen gemeinsamen Weg aus der Euro-Schuldenkrise festzulegen. Überraschend traf der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Frankfurt am Main mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Die Begegnung fand am Rande der Verabschiedung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, statt. Merkel und Sarkozy gaben anschließend keine Erklärungen ab. Bei der Feier zur Verabschiedung Trichets hatte die Kanzlerin betont, dass zur Rettung des Euro und zur Beilegung der Krise alles getan werden müsse. Auch eine Änderung der europäischen Verträge sei dabei kein Tabu. Zuvor hatte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dazu aufgerufen, den Euro-Rettungsfonds EFSF entschlossen zu stärken.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler wird an diesem Donnerstag in Berlin die Aussichten der Bundesregierung für das Wirtschaftswachstum in Deutschland vorstellen. Es wird erwartet, dass die Prognose für 2012 spürbar gesenkt wird. Wie bereits aus Regierungskreisen verlautete, wird für das kommende Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent gerechnet, statt der im Frühjahr vorausgesagten 1,8 Prozent. Grund für die Revision seien die sich eintrübende Weltkonjunktur und die anhaltenden Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung ein Wachstum von 2,9 Prozent. Vergangene Woche hatten bereits die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für 2012 gesenkt, von zwei auf 0,8 Prozent.

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In Straflagern des kommunistischen Nordkorea sind nach Angaben der Vereinten Nationen bis zu 200.000 Menschen inhaftiert. In einem in New York veröffentlichten Report von UN-Sonderberichterstatter Marzuki Darusman heißt es, Satellitenaufnahmen der Lager zeigten, dass diese in den vergangenen zehn Jahren deutlich größer geworden seien. Darusman forderte die nordkoreanische Führung auf, die politischen Gefangenen umgehend freizulassen. - Nach Darstellung des UN-Experten ist Nordkoreas größtes Problem der Hunger. Trotz internationaler Hilfe stehe das Land mit seinen 16 Millionen Einwohnern erneut vor einer ernsten und anhaltenden Lebensmittelknappheit.

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Die NATO-Truppe im Kosovo - Kfor - hat nach Agenturberichten damit begonnen, im Norden der Republik Barrikaden an der Grenze zu Serbien abzubauen. Dabei seien die Kfor-Soldaten in Jagnjenica mit Tränengas gegen Angehörige der serbischen Minderheit vorgegangen, die die Räumung zu verhindern versuchten, berichteten Korrespondenten. Die politischen Führer der Serben riefen zur Verteidigung der Barrikaden auf. - Der Norden des Kosovo ist seit Monaten Schauplatz von Konflikten zwischen den dort lebenden Serben und der von ethnischen Albanern dominierten Zentralregierung in Pristina. Hintergrund ist ein Streit um gegenseitige Einfuhrverbote von Waren zwischen Serbien und seiner ehemaligen Provinz.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt und immer wieder Schauer. Auflockerungen später vor allem im Südosten. Höchstwerte nur noch vier bis zwölf Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag nach Nebelauflösung ein Mix aus Sonne und Wolken. Später auch längere Zeit sonnig. - Temperaturen wieder zwischen vier und zwölf Grad.

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