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Langsam gesprochene Nachrichten

20.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:17

Nachrichten von Mittwoch, 20. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Fast 250 Tote durch schweres Erdbeben in Mexiko:

Am Morgen nach dem schweren Erdbeben in Mexiko werden die ganzen Ausmaße der Zerstörungen immer deutlicher. Die Zahl der Todesopfer steigt kontinuierlich an. Mindestens 248 Menschen seien ums Leben gekommen, teilten Innenministerium und Katastrophenbehörden zuletzt mit. In der 20-Millionen-Einwohner-Metropole Mexiko-Stadt stürzten zahlreiche Häuser ein, Menschen wurden unter den Trümmern begraben. In Hunderttausenden Wohnungen fiel der Strom aus. Die Erdstöße erreichten laut US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,1. Das Epizentrum lag in der Provinz Puebla, rund 120 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt. Das Beben ereignete sich auf den Tag genau 32 Jahre nach der Erdbebenkatastrophe von 1985, bei der in Mexikos Hauptstadt mehr als 10.000 Menschen umkamen. Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Erst am 7. September waren bei einem Beben der Stärke 8,2 rund 100 Menschen umgekommen. Danach gab es weit über tausend Nachbeben.

 

Generaldebatte bei der UN-Vollversammlung geht weiter:

In New York wird an diesem Mittwoch die Generaldebatte der UN-Vollversammlung fortgesetzt. Angekündigt sind etwa Reden von Irans Präsident Hassan Rohani, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie der britischen Premierministerin Theresa May. Am Vortag hatte die Rede von US-Präsident Donald Trump für Aufregung gesorgt. Mit Blick auf den Konflikt um das nordkoreanische Raketenprogramm warnte Trump, die USA würden Nordkorea "völlig zerstören", wenn die Führung in Pjöngjang nicht nachgebe. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime". Trump attackierte zudem scharf den Iran. Dieser sei ein wirtschaftlich ausgelaugter "Schurkenstaat", der vor allem Gewalt exportiere. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien.

 

Thyssenkrupp schmiedet mit Tata neuen europäischen Stahlkonzern:

Der deutsche Thyssenkrupp-Konzern und die indische Tata-Gruppe wollen ihr Stahlgeschäft in Europa zusammenlegen. Beide Unternehmen unterzeichneten nach mehr als einjährigen Verhandlungen jetzt eine Absichtserklärung über die Fusion. Ziel sei die Schaffung eines führenden europäischen Anbieters von Flachstahl, wurde in Essen mitgeteilt. Pro Jahr werde das neue Unternehmen mit dem Namen Thyssenkrupp Tata Steel mit Sitz in der Region Amsterdam einen Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erzielen. Man rechne mit Einspareffekten in Höhe von 400 bis 600 Millionen Euro. In beiden Konzernen sollen jeweils 2000 Arbeitsplätze wegfallen. Das neue Unternehmen wäre der zweitgrößte Stahlkonzern nach dem luxemburgischen ArcelorMittal.

 

Briten bieten beim Brexit offenbar 20 Milliarden Euro an:

Die britische Regierung ist laut einem Zeitungsbericht bereit, im Zuge des Austritts aus der Europäischen Union mindestens 20 Milliarden Euro als Ausgleich für Haushaltslöcher bei der EU zu zahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei darüber von den Briten informiert worden, dass Premierministerin Theresa May diesen Betrag in ihrer Grundsatzrede am Freitag in Florenz anbieten werde, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die Höhe der Summe, die Großbritannien der EU nach dem Brexit schuldet, ist einer der größten Streitpunkte zwischen der EU und der Londoner Regierung. In Brüssel werden Austrittsrechnungen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro aufgemacht.

 

Polizei meldet dritte Festnahme nach Anschlag in U-Bahn:

Die britische Polizei hat nach dem Londoner U-Bahn-Anschlag einen dritten Verdächtigen festgenommen. Eine Anti-Terror-Einheit habe den 25-Jährigen in Newport nahe der walisischen Hauptstadt Cardiff festgenommen, hieß es. Am Samstag hatten Polizeibeamte bereits zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren gefasst, die mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammen. Am Freitag war in London eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich.

 

Hurrikan "Maria" nimmt Kurs auf Puerto Rico:

Hurrikan "Maria" hat in der Karibik verheerende Schäden angerichtet und Kurs auf Puerto Rico genommen. Gouverneur Ricardo Rossello warnte vor dem schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Man werde einen großen Teil der Infrastruktur verlieren, Stromversorgung und Kommunikation könnten für einige Tage ausfallen. In dem US-Außengebiet wurden 500 Notunterkünfte eingerichtet. Präsident Donald Trump rief den Notstand aus, um den Zugang für Wiederaufbau-Mittel zu erleichtern. Zuvor hatte "Maria" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern über den Inseln Domenica und Guadeloupe gewütet. Erst vor zwei Wochen war Hurrikan "Irma" durch die Karibik gezogen, mehrere Menschen kamen ums Leben. In vielen Gebieten dauern die Aufräumarbeiten noch an.

 

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