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Nachrichten

20.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Das südamerikanische Staatenbündnis UNASUR unterstützt Ecuador  im Streit mit Großbritannien um den Wikileaks-Gründer Julian Assange. In einer Erklärung, die allerdings nicht einstimmig verabschiedet wurde, unterstützten die Außenminister bei ihrem Treffen in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil das Gastgeberland, Assange in der Botschaft in London diplomatisches Asyl zu gewähren. Sie veruteilten die Drohung Großbritanniens, die Botschaft zu stürmen und forderten eine Debatte in den Vereinten Nationen über die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen. Assange wird wegen mutmaßlicher Sexualdelikte per EU-weitem Haftbefehl in Schweden gesucht. Er befürchtet jedoch, Stockholm könne ihn in die USA ausliefern, wo ihm ein Verfahren wegen der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente im Zusammenhang mit den Kriegen im Irak und Afghanistan drohe. - Am Sonntag hatte Assange vom Balkon der ecuadoriansichen Botschaft in London eine Erklärung verlesen, in der er die USA aufforderte, die "Hexenjagd" gegen Internetaktivisten zu stoppen.

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Im Prozess um den Giftmord an einem britischen Geschäftsmann hat ein chinesisches Gericht gegen die angeklagte Politikergattin Gu Kailai die Todesstrafe mit einer zweijährigen Gnadenfrist verhängt. Sollte Gu sich in diesem Zeitraum keiner weiteren Straftaten schuldig machen, bedeutet das Urteil für sie wahrscheinlich eine lebenslange Gefängnishaft. Gu soll mit Hilfe des Geschäftsmannes Neil Heywood versucht haben, Geld ins Ausland schaffen. Als der Plan aufzufliegen drohte, soll sie den Briten vergiftet haben, um die Karriere ihres Mannes Bo Xilai zu retten. Nach Bekanntwerden der Mord-Affäre, die in der regierenden kommunistischen Partei hohe Wellen schlug, verlor Xilai allerdings sämtliche politischen Ämter - darunter den Sitz im mächtigen Politbüro.

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Die birmanische Regierung hat die Zensur von politischer und religiöser Berichterstattung aufgehoben. Wie das Informationsministerium am Montag ankündigte, ist dies der letzte Akt in einer schrittweise vollzogenen Lockerung der Zensur, seitdem der reformorientierte Präsident Thein Sein im März 2011 sein Amt antrat. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung bereits die Zensur im Bereich des Sports, der Unterhaltung, Gesundheit und Wissenschaft aufgehoben. In Birma, das offiziell Myanmar genannt wird, gibt es rund 140 Publikationen, darunter 60 wöchentlich erscheinende Nachrichtenmagazine, die nun ohne vorherige staatliche Prüfung erscheinen können.

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Im syrischen Bürgerkrieg haben die Truppen des Assad-Regimes offenbar versehentlich den Norden des benachbarten Jordanien beschossen. Nach Angaben der Regierung in Amman schlugen vier in Syrien abgefeuerte Raketen in der Grenzstadt Turra ein. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die jordanische Regierung bestellte den syrischen Botschafter ein und überreichte ihm eine Protestnote, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Damaskus müsse sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Nach Presseberichten über ein deutsches Spionageschiff vor Syrien, hat das Bundesverteidigungsministerium bestätigt, dass ein Aufklärungsschiff der Marine im östlichen Mittelmeer im Einsatz ist. Das Schiff habe aber keinen Spionageauftrag.

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Der US-Sänger Scott McKenzie ist im Alter von 73 Jahren in Los Angeles gestorben. Der Protagonist der Flower-Power-Bewegung hatte 1967 mit dem Welthit "San Francisco" den Durchbruch in der Musikszene geschafft. McKenzie erlag nach Angaben eines Freundes einem schweren Nervenleiden.

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