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Nachrichten

20.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:55

Nachrichten von Montag, 20. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Zahl der Flüchtlinge so hoch wie nie zuvor:

Bewaffnete Konflikte und Verfolgung haben weltweit mehr Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben, als jemals zuvor von den Vereinten Nationen (UN) verzeichnet wurde. Zum ersten Mal sei 2015 die "60-Millionen-Marke" überschritten worden, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in seinem neuen Weltbericht. Demnach mussten 65,3 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Rein rechnerisch war laut UNHCR weltweit jeder 113. Mensch asylsuchend oder auf der Flucht. Die Gefahren auf Fluchtrouten hätten sich vervielfacht, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Auf dem Meer verlören erschreckend viele Menschen ihr Leben. Der Landweg sei durch geschlossene Grenzen zunehmend blockiert, und in einigen Ländern werde gegen Asyl "politisch Stimmung gemacht", sagte Grandi.

"Fünf Sterne"-Kandidatin siegt bei Bürgermeisterwahl in Rom:

Die Kandidatin der italienischen Protestpartei "Fünf Sterne", Virginia Raggi, ist zur ersten Bürgermeisterin Roms gewählt worden. Raggi kam bei der zweiten Runde der Kommunalwahl in der Hauptstadt auf mehr als 60 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor ihrem Konkurrenten Roberto Giachetti von der Demokratischen Partei (PD) des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Kommunalwahlen fanden in insgesamt 126 italienischen Gemeinden statt, darunter neben Rom auch Mailand, Neapel, Turin und Bologna. Die Kommunalwahlen sind ein wichtiger Stimmungstest für Renzi. Die ursprünglich als Protestbewegung gegründete Partei "Fünf Sterne" des Kabarettisten Beppe Grillo erhoffte sich von den Wahlen und insbesondere dem Ergebnis in Rom einen Schub für ihre Festigung als größte Oppositionspartei. Spätestens im Juni 2018 finden in Italien Parlamentswahlen statt.

Zehntausende gedenken in Orlando der Attentatsopfer:

Eine Woche nach dem verheerenden Attentat auf einen Nachtclub im amerikanischen Orlando sind zehntausende Menschen in der Stadt zu einer Mahnwache zusammengekommen. Viele Teilnehmer trugen die US-Flagge oder die Regenbogenfahne der Schwulen- und Lesbenbewegung. Mit einer Schweigeminute gedachten die Menschen der Todesopfer in der überwiegend von Homosexuellen besuchten Diskothek. Bei dem Angriff auf den Club durch den radikalen Muslim Omar Mateen waren 49 Menschen getötet worden. An diesem Montag will das US-Justizministerium Protokolle von Gesprächen veröffentlichen, die Mateen während der Geiselnahme mit Polizeibeamten führte. Ermittlungsergebnisse legen nahe, dass der von der Polizei getötete Schütze mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" sympathisierte.

Polizei löst Transsexuellen-Marsch in Istanbul mit Tränengas auf:

Die türkische Polizei hat einen Marsch von Transsexuellen in Istanbul mit Tränengas aufgelöst. Elf Menschen seien festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Der Marsch fand im Rahmen der sogenannten "Pride Week", einer Veranstaltungsreihe von Homo- und Transsexuellen, statt. Der Istanbuler Gouverneur hatte Demonstrationen anlässlich der "Pride Week" für die gesamte Woche aus Sicherheitsgründen verboten. Der Beschluss zielt vor allem auf die Abschlussveranstaltung der jährlichen Schwulen- und Lesbenparade am kommenden Sonntag ab. Sie findet seit mehr als zehn Jahren statt und wurde im vergangenen Jahr erstmals verboten.

Umstrittenes Großprojekt in Tansania bewilligt:

Die Weltbank setzt mit Unterstützung der Bundesregierung in Tansania ihre eigenen Vorgaben zum Schutz von Ureinwohnern außer Kraft. Das berichten NDR, WDR, "Süddeutsche Zeitung" und das Journalistennetzwerk ICIJ. Es geht um einen Millionenkredit, den die Weltbank für ein landwirtschaftliches Großprojekt in Tansania bewilligt hat. Mit dem Projekt will die Regierung in Daressalam erreichen, dass Konzerne wie Nestlé und Bayer in das ostafrikanische Land investieren. Den Recherchen zufolge hat Deutschland bei der Weltbank dafür plädiert, gegen Standards der Organisation zum Schutz der Ureinwohner in Tansania zu verstoßen. Menschenrechtler hatten zuvor angeprangert, dass bereits vor der Umsetzung des Agrarprojekts tausende Ureinwohner vertrieben wurden.

UEFA Euro 2016: Frankreich und Schweiz im EM-Achtelfinale:

Bei der Fußball-Europameisterschaft ist Gastgeber Frankreich als Sieger der Gruppe A ins Achtelfinale eingezogen. Dazu reichte den Franzosen ein 0:0 gegen die Schweizer, die damit Gruppenzweiter wurden. Im zweiten Spiel der Gruppe A hat sich Albanien die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Rumänien verlor gegen den EM-Neuling 0:1. Rumänien ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Die Albaner können noch als einer der besten Gruppendritten weiterkommen.

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